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Ruhrgebiet: Netflix zeigt bedeutsame Doku – Behörden warnten! „Nicht berichten“

Ruhrgebiet: Netflix zeigt bedeutsame Doku – Behörden warnten! „Nicht berichten“

Das Netflix-Imperium: Die größten Erfolge des Streaming-Riesen

54 Stunden lang hielt das Ruhrgebiet im August 1988 den Atem an. Und ganz Deutschland gleich mit. Netflix blickt zurück auf einen Kriminalfall, den es so zuvor noch nie in der Bundesrepublik gegeben hatte.

Jeder konnte das Geiseldrama von Gladbeck live vom Fernseher aus bestaunen. Ab Mittwoch (8. Juni) zeigt Netflix eine Dokumentation des Verbrechens, das im Ruhrgebiet begann – mit Bildern, die noch niemand gesehen haben soll.

Ruhrgebiet: Netflix zeigt Geiseldrama von Gladbeck – „Noch nie in Deutschland gezeigt“

„Das Material ist so roh, wie wir das präsentieren, noch nie in Deutschland gezeigt worden“, verspricht Produzent Yan Schoenefeld im „Kölner Stadtanzeige“ und weiter: „Wir haben im Prozess der Filmherstellung festgestellt, dass da doch sehr viele Traumata existieren, die von der deutschen Öffentlichkeit noch gar nicht verarbeitet worden sind.“

Das Geiseldrama von Gladbeck sollte in Deutschland als bitteres Lehrstück in die Geschichte eingehen. Sowohl für die Polizei als auch für den Journalismus.

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Was geschah beim Geiseldrama von Gladbeck:

  • Verbrechen vom 16. bis 18. August
  • Haupttäter Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski
  • Beide überfielen zunächst eine Deutsche-Bank-Filiale in Gladbeck
  • Auf der Flucht stieß Rösners Freundin Marion Löblich dazu
  • Mehrmals nahm das Trio Geiseln
  • Drei Menschen kamen bei dem Geiseldrama ums Leben
  • Das SEK konnte die Geiselnehmer am 18. August in Köln überwältigen

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Netflix-Doku mit Start im Ruhrgebiet: „Nicht berichten“

Die Polizei leistete bei dem Katz-und-Maus-Spiel mit den Geiselnehmern zahlreiche Fehler. Und erstmals nutzten die Täter in Deutschland die Medien als Bühne, suchten sogar Schutz in der Öffentlichkeit.

Die Geiselnahme aus Gladbeck wurde somit das erste deutsche Verbrechen, das live im Fernsehen verfolgt werden konnte. Und das obwohl die Behörden warnten: „Mein eindringlicher Appell an sie: Bis zur Festnahme der Geiselnehmer über diese Dinge nicht zu berichten“, wie es im Trailer zur Netflix-Doku heißt.

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„Die historische Situation war: Es gibt auf einmal viele Konkurrenten auf diesem Fernsehmarkt, die alle um dieses eine Ereignis konkurrieren, erklärt Dokumentarfilmer Volker Heise im „Kölner Stadtanzeiger“.

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Dadurch habe jedes Medium das andere übertreffen wollen. „Und das führt natürlich dazu, dass Fernsehen jetzt nicht mehr nur einfach Berichterstatter ist, sondern ein treibendes Element. Da entsteht auf einmal eine Dynamik zwischen Verbrecher, Polizei, Medien, die zu Ergebnissen führt, die es ohne Medien nie gegeben hätte“, so Heise.

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Die dramatischen Folgen kannst du dir ab dem 6. Juni hier in der Netflix-Doku anschauen.

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