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ÖPNV-Streik in NRW: Jetzt droht der Super-GAU! Diese Worte lassen Pendler zittern

Dreht Verdi weiter an der Eskalations-Schraube? Sollten diese Gespräche scheitern, droht ÖPNV-Pendlern in NRW das Schlimmste.

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ÖPNV, Deutsche Bahn, Flughäfen und Co. Die Streiks in NRW scheinen kein Ende zu nehmen. Kaum eine Woche vergeht, in dem Verdi oder die GDL nicht zu einer Arbeitsniederlegung der Beschäftigten aufrufen. Am Sonntagabend (10. März) verkündete die GDL den nächsten Warnstreik der Lokführer für Dienstag (mehr dazu hier >>>).

Pendler zittern bereits davor, was danach passieren könnte. Denn auch die Fronten zwischen Verdi und den kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW sind extrem verhärtet. Kommt es jetzt zum ÖPNV-Super-Gau?

ÖPNV-Streik in NRW unausweichlich?

Die Augen der Pendler aus NRW sind am Montag (11. März) nach Dortmund gerichtet. Denn nach mehreren Warnstreiks in den vergangenen Wochen setzt sich Verdi erneut mit Vertretern der Nahverkehrsbetriebe an einen Tisch. Vor der dritten Verhandlungsrunde liegen die Positionen weit auseinander.


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So fordert die Gewerkschaft unter anderem weiter zusätzliche freie Tage, um das Personal zu entlasten. Denn tagtäglich fielen zahlreiche Verbindungen wegen Personalmangels aus. Hinzu komme noch ein hoher Krankenstand. Genau wie die GDL erhofft man sich, durch mehr Freizeit den Beruf attraktiver für den Nachwuchs zu machen.

Der Arbeitgeberverband KAV NRW hingegen argumentiert, dass zusätzliche freie Tage bei der knappen Personaldecke zu noch mehr Belastung bei den vorhandenen Fahrern führe. Die Arbeitgeber verwiesen auf eine deutliche Gehaltserhöhung, die seit langem zum 1. März 2024 vereinbart worden sei. Viel mehr Finanzspielraum, etwa für neues Personal, sei da nicht mehr.

NRW-Pendler fürchten das Schlimmste

Kein Wunder, dass für die dritte Verhandlungsrunde nun also gleich zwei volle Tage angesetzt sind. Beide Parteien betonten im Vorfeld, dass man an einem Tarifabschluss in Dortmund interessiert sei. Verdi pocht auf ein konkretes Angebot der Nahverkehrsunternehmen, das noch nicht vorliege.


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Sollte es keine Einigung geben, müssen Pendler sich auf ein Worst-Case-Szenario einstellen. Denn in der „WAZ“ brachte Nahverkehrskoordinator Peter Büddicker bei einer fehlenden Einigung eine mögliche Eskalation des Tarif-Streits ins Spiel: „Dann werden wir eine Urabstimmung beantragen und eine ganz andere Form der Auseinandersetzung bekommen.“

Darin könnte Verdi auch unbefristete Streiks ins Spiel bringen. Sollten sich 75 Prozent der Verdi-Mitglieder dafür entscheiden, könnte das den ÖPNV in NRW über Wochen stilllegen. (mit dpa)