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NRW: Säugling stirbt an schweren Kopfverletzungen – Vater steht unter schlimmen Verdacht

In NRW hat die Polizei einen 19-jährigen Vater festgenommen. Er steht unter dem schlimmen Verdacht, sein eigenes Kind misshandelt zu haben.

NRW Krankenwagen
© IMAGO / Maximilian Koch

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In Köln (NRW) musste ein Baby im Alter von nur sechs Wochen schon um sein Leben kämpfen. Das kleine Mädchen ist mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gekommen. Am Donnerstagnachmittag kam dann die traurige Nachricht: Das Kind ist tot.

Schon vor der Todesmeldung stand ein schlimmer Verdacht im Raum. Ausgerechnet der Vater soll seinem Säugling die lebensbedrohlichen Verletzungen zugefügt haben. Dabei stellte der 19-Jährige den Fall ganz anders dar.

NRW: Baby stirbt – Vater im Verdacht

Am Dienstagabend ging in Nippes ein Notruf beim Rettungsdienst ein. Der Vater gab an, dass sein Kind gestürzt sei, wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Köln in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärte. Als die Ärzte den sechs Wochen alten Säugling im Krankenhaus genau untersuchten, richtete sich der Verdacht jedoch schnell gegen den Vater.


Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag:

  • Totschlag ist laut deutschem Strafrecht die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die NICHT die Merkmale für Mord erfüllen
  • Mordmerkmale: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels, Ermöglichungsabsicht (um Straftaten begehen zu können), Verdeckungsabsicht (um Straftaten zu verdecken)
  • Freiheitsstrafe bei Totschlag: 5-15 Jahre
  • Freiheitsstrafe bei Mord: bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lebenslänglich, bei verminderter Schuldfähigkeit oder Kronzeugenregelung weniger

Die von dem jungen Mann geschilderten Geschehensabläufe würden mit den diagnostizierten Verletzungen am Kopf des kleinen Mädchens nicht zusammenpassen. Die Beamten befürchten nun, dass der Vater seinem Kind die Verletzungen selbst zugefügt hat. Nach ersten Ermittlungen war er zum Tatzeitpunkt mit dem Baby allein in der Wohnung.


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Die Polizei hat den Kölner am Mittwochabend in Nippes festgenommen. Die Polizei Köln hat eine Mordkommission eingerichtet. Der 19-Jährige soll nun einem Haftrichter wegen des dringenden Verdachtes des versuchten Totschlages vorgeführt werden. Die Hirnverletzungen der Tochter waren schon bei der Einlieferung so schwer, dass die Ärzte ihr kaum eine Überlebenschance einräumten. Nun herrscht schreckliche Gewissheit.