Es sind furchtbare Szenen, die sich auf einer Kirmes in NRW abgespielt haben. Am Samstag (27. Juni) begann in Paderborn eines der größten Volksfeste Deutschlands, das „Libori“. Dieses Kirchen- und Volksfest wird einmal im Jahr gefeiert und geht ganze neun Tage lang. Doch ein schrecklicher Zwischenfall überschattete die Freude über die Eröffnung.
Nach einer eskalierten Auseinandersetzung auf der NRW-Kirmes starb ein Mann (71) im Krankenhaus. Die Paderborner Polizei ermittelt nun mit einer Mordkommission.
Kirmes-Streit in NRW endet tödlich
Wie es genau zu der Auseinandersetzung kam, ermittelt die Mordkommission „Podest“. So viel ist bislang bekannt: An einem Stand in der Le-Mans-Straße auf dem Volksfest „Libori“ soll es am Samstag gegen 23.05 Uhr zu einem Streit zwischen einem 59-Jährigen aus Ludwigslust und einem 71-Jährigen aus Borchen gekommen sein. Aus einem zunächst verbalen Streit entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei soll der 71-Jährige von einem etwa 10 Zentimeter hohen Podest gestürzt sein und sich schwerste Kopfverletzungen zugezogen haben.
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Der Senior wurde daraufhin in ein Paderborner Krankenhaus gebracht. Einen Tag nach der Auseinandersetzung erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. Der 59-jährige Beschuldigte wurde zunächst vorläufig festgenommen, dann aber auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Paderborn wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Bei einer Verurteilung droht eine Haftstrafe nicht unter drei Jahren.
Hinweise auf einen Anschlag
Dies waren nicht die ersten Nachrichten, die im Zusammenhang mit dem Fest in NRW kursierte. Bereits Tage vor der Eröffnung erhielt die Polizei einen Hinweis, dass in Gruppen eines Messengerdienstes über einen geplanten Sprengstoffanschlag auf das Fest gesprochen wurde. Bei der in der Chatgruppe genannten Person handelt es sich um einen Paderborner, der für die Ermittler des Staatsschutzes nach eigenen Angaben kein Unbekannter ist. Nachdem der Mann von den Ermittlern aufgesucht worden war, konnte eine Gefährdung für das Paderborner Stadtfest jedoch ausgeschlossen werden.
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Im Falle des Verstorbenen nehmen die Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld unter 0521/545-0, die Kreispolizeibehörde Paderborn oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Ermittlungen in der Stadt in NRW dauern an.