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NRW: Galeria-Krise überwunden – oder doch nicht? Nachfolger vor dem Aus

Galeria Kaufhof gilt schon länger als angezählt. Jetzt wurde aber bekannt, dass auch der Nachfolger in ernsthaften Schwierigkeiten steckt.

© IMAGO/Schöning

Ein Imbiss verspricht Bochum eine Neuheit - statt Döner gibt es jetzt Söner!

Die Dönerkette „Söner“ aus Berlin eröffnet demnächst in Bochum ihren ersten Standort im Ruhrgebiet. Klassischen Döner gibt es dort nicht.

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es in vielen Innenstädten in NRW noch große Kaufhäuser, die äußerst gut besucht waren – so auch Galeria Kaufhof.

Diese Zeit hat sich mit dem Online-Handel aber ganz schön verändert. Kunden vor Ort wurden immer weniger und führten zu einer Krise bei Galeria Kaufhof. Bereits Anfang des Jahres berichtete DERWESTEN über die kriselnde Zukunft von Galeria Kaufhof und die Übernahme durch einen Unternehmer aus Dortmund (hier nachzulesen). Aber auch dieser steht jetzt vor dem Aus.

NRW: Galeria-Krise nimmt kein Ende

Galeria Kaufhof schrumpfte nach und nach. Daher hatte man in der Vergangenheit für die aufgegebenen Filialen, mit allen Mitteln, nach Nachfolgefirmen gesucht. Die Dortmunder Modekette Aachener hatte zugeschlagen und mietete sechs Galeria-Standorte an. Wie der „Express“ berichtet, ist das aber deutlich schiefgegangen.

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Die Firma TEH Textilhandel, welche die Markenrechte am „Modehaus Aachener“ hält, musste am Freitag (24. November 2023) in Dortmund bekanntgeben: „Wir haben Insolvenzantrag gestellt.“ Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde vom zuständigen Amtsgericht der Rechtsanwalt Christoph Schulte-Kaubrügger bestellt.

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NRW: Das ist der Grund für den Insolvenzantrag

Nach Informationen vom „Handelsblatt“ wendete sich die Geschäftsführung mit einem Schreiben an die Belegschaft: „Nach aktuellem Stand der Dinge ist nicht mehr sichergestellt, dass wir fällige Verbindlichkeiten noch termingerecht und vollständig begleichen können.“ Laut Geschäftsführung war der Gang zum Amtsgericht unvermeidlich, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

Das Modehaus Aachener beschäftigt nach eigenen Angaben 355 Leute an sieben Standorten. Vorgesehen war, dass dazu noch sechs ehemalige Galeria-Häuser in neuer Optik hinzukommen sollten.

NRW: Hier sollten neue Standorte eröffnen

In Frankfurt, Saarbrücken, Cottbus, Coburg, Nürnberg und Leverkusen sollten eigentlich neue Standorte eröffnen. Nach dem Auszug von Galeria Kaufhof wurden diese bereits angemietet, bislang aber noch nicht eröffnet. Mit einer Ausnahme – an der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil wurde ein Sport-Outlet als Übergangslösung eröffnet.

Durch den Insolvenzantrag ist fraglich, ob die einstigen Galeria-Häuser jemals wieder aufmachen werden. Zumindest im Leverkusener Kaufhaus-Gebäude war am Freitag noch ein Plakat im Schaufenster, was auf eine Neueröffnung im Herbst 2023 hindeutet – der Plan könnte jetzt allerdings überholt sein.

NRW: Galeria Kaufhof Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden

Firmenangaben zufolge soll der Geschäftsbetrieb in den Bestandsfilialen so reibungslos wie möglich fortgeführt werden. Dafür wird eine gegebenenfalls zeitnahe Eröffnung der ehemaligen Galeria-Filialen geprüft.


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Die Geschäftsführung versuche aktuell, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der TEH Textilhandel wiederherstellen zu können.

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist jedenfalls zuversichtlich und erklärte, dass er die Möglichkeiten der Sanierung sehe: „Die Fortführung des operativen Geschäfts ist bis auf Weiteres gesichert.“