NRW: Fotos von Kindesmissbrauch aufgetaucht – Polizei ermittelt gegen 70 Verdächtige

Gewahrsam? Festnahme? Was diese Polizei-Begriffe wirklich bedeuten

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Mehrere Fälle von Kindesmissbrauch in NRW sind ans Licht gekommen. Die Polizei ermittelt gegen sage und schreibe 70 Verdächtige in 14 Bundesländern.

Wie weit die Fälle noch ineinander verstrickt sind, ist unklar. Aufgeflogen sind die Kindesmissbrauche, weil bei einem Mann aus NRW Listen mit mutmaßlichen Pädophilen gefunden wurden.

NRW: Riesiges Netzwerk an Missbrauchsfällen entdeckt

70 Verdächtige aus 14 Bundesländern sollen zahlreiche Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern besessen und getauscht haben. Auch sollen einige der Männer selbst Kinder vergewaltigt haben. Die Kölner Polizei ermittelt.

Ausgangspunkt sei ein Verfahren in Berlin, sagte ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Bei den dortigen Ermittlungen wurde ein Mann aus Wermelskirchen (NRW) entdeckt, der Listen mit mutmaßlichen Pädophilen geführt hat. Er soll auch selbst Kinder schwer sexuell missbraucht haben und sitzt in Untersuchungshaft.

Weitere Details, Zahlen und Hintergründe zu den Ermittlungen wollen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Montag (11.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz nennen.

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NRW: Etliche Missbrauchsfälle und -netzwerke aufgetaucht

In NRW hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Kriminalitätskomplexe mit schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern gegeben. Auf den Missbrauchsfall Campingplatz Lügde im Kreis Lippe folgten die Ermittlungen zu den Komplexen Bergisch Gladbach und Münster.

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Im Fall Bergisch Gladbach befreiten die Ermittler 65 Kinder aus den Händen von Pädophilen. Die Polizei hatte seit Herbst 2019, ausgehend von einem Familienvater in Bergisch Gladbach, ein weit verzweigtes Geflecht rund um schweren Kindesmissbrauch aufgedeckt. Es gab, Stand Anfang 2022, 439 Tatverdächtige und bundesweit 27 Festnahmen.

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In dem 2020 aufgedeckten Missbrauchskomplex Münster waren Kinder in einer Gartenlaube und an anderen Orten vergewaltigt worden. Bislang hat die Polizei mehr als 30 Opfer identifiziert und über 50 Verdächtige ausfindig gemacht, die zum Teil schon verurteilt wurden. (ts mit dpa)