McFit in NRW knöpft Kunden plötzlich mehr Geld ab – jetzt schaltet sich die Verbraucherzentrale ein

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Riesen-Ärger bei den Kunden von McFit in NRW!

Der Sommer kommt langsam, aber sicher näher – kein Wunder, dass viele jetzt den Weg zu McFit in NRW einschlagen, um noch rechtzeitig in Form zu kommen und die Urlaubszeit mit gestählten Körpern zu begehen. Doch ob die Kunden jeden Preis dafür zahlen, ist unklar.

Besonders dann, wenn eine Preiserhöhung so abläuft, wie es aktuell McFit in NRW vollzogen hat – und damit sogar die Verbraucherzentrale auf den Plan ruft!

McFit in NRW verärgert viele Kunden

Wie die Verbraucherzentrale mitteilt, hätten sich viele McFit-Kunden bereits beschwert. Der Grund: Die Fitnessstudio-Kette habe den Mitgliedern mitgeteilt, dass die Monatsbeiträge auch für bestehende Verträge erhöht werden sollen.

Ein vermeintlich kleiner Hinweis habe dabei für besonders viel Unmut gesorgt. Eine Zustimmung zur Preiserhöhung von 19,90 Euro auf 24,90 Euro sei nämlich schon dann erteilt, wenn ein Kunde beim nächsten Besuch des Fitnessstudios das Drehkreuz am Eingang passiere!

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Das ist McFit:

  • McFit wurde 1996 von Rainer Schaller gegründet, ist bis heute der Markenkern der RSG Group
  • das erste McFit-Studio überhaupt wurde in Würzburg eröffnet
  • 2007 kaufte McFit den Konkurrenten „Fit24“
  • 2015 wurde die Billig-Studiokette „High5 Gym“ eröffnet, seit 2017 zudem „John Reed“ als Premium-Fitnessstudio und Musikklub
  • 2018 folgte die Einführung in Italien als „Happy Fit“
  • 2020 folgte die Übernahme der US-Kette „Gold's Gym“ mit weltweit 660 Studios
  • der Umsatz betrug zuletzt rund 314 Millionen Euro

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Dreist, wie die Verbraucherzentrale und viele Kunden befinden. Carolin Semmler, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW, sagt zu diesem intransparenten Vorgehen: „Wer durch das Drehkreuz spaziert, ohne zu wissen, was das für ihn bedeutet, hat aus unserer Sicht keine wirksame Zustimmung erteilt und kann einer Erhöhung des Beitrages immer noch widersprechen.“ Ein Widerspruch zur Preiserhöhung sei beispielsweise über die angegebene Telefonnummer oder dem Online-Formular auf der McFit-Homepage möglich.

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McFit in NRW nutzt „Drehkreuzregelung“ für nachträgliche Preiserhöhung

Die Expertin erklärt zudem, welche Rechte Kunden bei Vertragsänderungen und Preisanpassungen haben. So sei eine nachträgliche Vertragsänderung nicht ohne weiteres möglich. Verträge seien grundsätzlich so einzuhalten, wie sie auch vereinbart worden sind. Das betrifft auch den vereinbarten Preis. Viele Fitnessstudio-Verträge enthalten in den AGB allerdings sogenannte Preisanpassungsklauseln, womit sie sich eine nachträgliche Preiserhöhung vorbehalten.

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Viele dieser Klauseln sind aber unwirksam, weil sie wichtige Voraussetzungen nicht erfüllen. Eine nachträgliche Preisänderung ist nur dann möglich, wenn beide Vertragsparteien, also Kunde und Fitnessstudio, damit einverstanden sind. Diese nötige Zustimmung will sich McFit via „Drehkreuzregelung“ einholen.

McFit in NRW: Kunden können Preiserhöhung widersprechen

Eines steht fest: McFit-Mitglieder müssen ihrer Zahlungsverpflichtung bis zum Ende der Vertragslaufzeit nachkommen. Die kann bis zu 24 Monate betragen. Wenn der Vertrag nicht rechtzeitig innerhalb einer Kündigungsfrist gekündigt wird, verlängert sich der Kontrakt meist um ein weiteres Jahr zu identischen Bedingungen. Sollten Kunden aber Preiserhöhungen widersprechen, läuft der Vertrag zum vereinbarten Preis bis zum Vertragsende einfach weiter.

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Ein außerordentliches Kündigungsrecht haben Kunden trotz angekündigter Preiserhöhung aber nicht. Man muss sich also so oder so entscheiden: Nimmt man die Preiserhöhung in Kauf – oder widerspricht man dem neuen Betrag nochmal. (mg)