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Lost Places in NRW: DAS ist die gruseligste Autobahn des Landes

Mysteriös und verlassen kommt sie daher. Deutschlands gruseligste Autobahn liegt mitten in NRW. Aber wie konnte es dazu kommen?

Deutschlands gruseligste Autobahn liegt in NRW. Dieser Lost Place verkommt immer mehr.
© imago images/Eibner

Beelitz Heilstätten: So sieht der gruselige Lost Place von innen aus

Etwas außerhalb von Berlin gibt es einen schaurigen Lost Place zu entdecken. Genauer gesagt südwestlich von Potsdam im Bundesland Brandenburg. Hier, mitten im Wald, befand sich einst die größte und modernste Tuberkulose-Klinik der Welt – die Beelitzer Heilstätten. Im Jahr 1945 wurde das Krankenhaus von der Roten Armee als Militärhospital übernommen – kurz nach der Wende zogen sie ab und die Gebäude fielen mehr und mehr in sich zusammen.

Wer sich ein bisschen mit der eigenen Stadt und dem Ruhrgebiet beschäftigt, der wird merken, dass es so einige Lost Places in NRW gibt. Alle Lost Places haben eine Sache gemeinsam. Es handelt sich bei allen um scheinbar vergessene Orte, die dem Zerfall ausgesetzt sind.

Oft denkt man dabei an Gebäude, die verlassen eine spezielle und oft gruselige Wirkung entfalten. So zum Beispiel verlassene Krankenhäuser oder Nervenheilanstalten. Aber auch eine Autobahn kann zu einem Lost Place werden. Und in NRW gibt es die wahrscheinlich gruseligste Autobahn des Landes.

Lost Places in NRW: DAS die gruseligste Autobahn des Landes

Der Lost Place befindet sich auf der A4 zwischen Köln und Aachen. Denn kurz hinter Elsdorf bei Kerpen ist ein Autobahnstück zu finden, das sehr mysteriös und gruselig wirkt. Direkt hinter dieser Ausfahrt ist ein Stück Geisterautobahn zu finden und das mitten im dicht besiedelten NRW.

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Laut dem „express“ kam es zu dem Lost Place, weil die A4 von Kerpen nach Düren einen neuen Autobahnabschnitt bekommen hat. Hierfür wurde der 17,6 Kilometer lange Autobahnabschnitt bis kurz vor Düren um 1.700 Meter Richtung Süden verlegt. Ab 2014 wurde dann die neue A4 genutzt und der alte Streckenabschnitt ist somit nach und nach in Vergessenheit geraten.

Deswegen musste die A4 verlegt werden

Ursache für den gruseligen und verlassenen Lost Place auf der A4 ist der Braunkohletagebau Hambach. Für dessen Kohleabbau musste das Teilstück der A4 weichen, aber nicht komplett. Denn bisher wurden nur Teile der alten A4 von den Braunkohlebaggern abgetragen, aber eben nicht alle.

Und das ist auch der Grund, warum heute immer noch Reste von der nicht mehr genutzten Strecke zu sehen sind. Teilweise sind auf der alten A4 immer noch die Straßenmarkierungen zu erkennen und an einigen Stellen sieht man noch die alten Leitplanken, welche durch Wildwuchs sehr verwildert aussehen.


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Wer selber mal einen Blick auf die verlassene Autobahn werfen will, der kann das beispielsweise mit einer Fahrradtour verbinden. Denn von den umliegenden Straßenbrücken kann auf die alte A4-Trasse geschaut werden.