Sprockhövel

Familie aus dem Ruhrgebiet hatte keine Fahrkarte für Hund Momo – das kommt ihr jetzt teuer zu stehen

Familie Engstermann aus dem Ruhrgebiet muss 60 Euro Strafen zahlen - weil Hund Momo kein gültiges Ticket für die Straßenbahn hatte. (Symbolbild)
Familie Engstermann aus dem Ruhrgebiet muss 60 Euro Strafen zahlen - weil Hund Momo kein gültiges Ticket für die Straßenbahn hatte. (Symbolbild)
Foto: Imago

Sprockhövel. Momo ist der wohl jüngste Schwarzfahrer, den es im sächsischen Görlitz jemals gab. Er ist gerade einmal ein Jahr alt - und ein Hund. Trotzdem müssen die Halter des Cavalier King Charles Spaniel jetzt eine saftige Strafe zahlen, weil Momo ohne gültiges Ticket Straßenbahn fuhr.

Die Fellnase war mit Frauchen Elke und Herrchen Bernd Engstermann in einem Wohnmobil unterwegs. Die Reise ging vom Heimatort Sprockhövel im Ruhrgebiet bis nach Görlitz in Sachsen. Dort angekommen, wollten die Engstermanns mit der Straßenbahn in Richtung Zentrum fahren - davor kauften sie sich aber noch einen gültigen Fahrschein.

Hundehalter findet nicht die richtige Fahrkarte: „Von Hund habe ich nichts gelesen"

Nur für Momo haben sie keinen passenden gefunden, berichtet Familienoberhaupt Bernd der Sächsischen Zeitung. „Ich wusste einfach nicht, welchen Tarif ich wählen sollte. Da stand zwar ermäßigter Fahrschein, aber von ,Hund‘ habe ich nichts gelesen, nur von ,Fahrrad‘", sagt Bernd Engstermann.

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Hund Momo hat keine Fahrkarte: Das kostet seine Halter 60 Euro

Kaum ist die Familie in der Bahn, wird sie auch schon kontrolliert. Und von dem Kontrolleur darüber aufgeklärt, dass Hund Momo eine eigene Fahrkarte benötigt hätte. Die soll 1,10 Euro kosten.

„Natürlich wollte ich sofort eine Fahrkarte nachlösen“, sagt Bernd Engstermann. Doch dafür war es laut der Kontrolleure schon zu spät. Sie stellten den Engstermanns 60 Euro wegen Schwarzfahrens in Rechnung. Eine Stunde diskutieren die Hundehalter mit den Kontrolleuren, am Ende kommt sogar eine Polizeistreife hinzu.

Dennoch: Hund Momo ist einfach schwarzgefahren. Und die Kontrolleure vor Ort haben keinerlei Ermessungsspielraum, sagt Frank Müller, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Görlitz (VGG), der Sächsischen Zeitung. (bs)

 
 

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