Krefelderin werden 26 Hunde entzogen – was zwei Jahre später passiert, ist völlig absurd

Ein Hund im Zwinger eines Tierheims. Als "Spontangeschenk" sind Tiere völlig ungeeignet. 
Ein Hund im Zwinger eines Tierheims. Als "Spontangeschenk" sind Tiere völlig ungeeignet. 
Foto: Henning Kaiser

Krefeld. Lärm, Gestank und Hundekot. All das störte die Idylle der Straße „Am Hirschsprung“ in Krefeld jahrelang. Der Grund: Eine Anwohnerin hielt rund 26 Hunde in ihrem Einfamilienhaus. Nach über 50 Anzeigen der Nachbarn handelte die Stadt endlich.

Die Hunde wurden der Halterin in einem großen Einsatz entzogen und auf die Tierheime Moers und Krefeld aufgeteilt.

Die Hundehalterin kam kurze Zeit in Haft. Später wurde ihr zugestanden, wieder Hunde zu halten - allerdings nicht mehr als zwei.

Jetzt, zwei Jahre später, hat sie drei Hunde. Denn Rüde „Danilo", der ihr damals entzogen wurde, ist wieder bei ihr eingezogen. Das berichtete eine Nachbarin dem Tierheim Moers, in dem der Hund untergebracht war. Die Anwohner der Straße fürchten jetzt, dass auf dem Grundstück bald noch mehr Hunde sind - und sie wieder dem Lärm und Gestank ausgesetzt werden.

Automatisch stellt sich die Frage, wie der Hund wieder bei seiner ehemaligen Halterin landen konnte.

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Mitarbeiter des Tierschutzvereins „Das ist wirklich einmalig"

Wie die RP berichtet, hat sich die Dame den Hund nicht selbst aus dem Tierheim zurückgeholt. Sie soll einen Mittelsmann geschickt haben, der den Hund für sie adoptiert hat.

„Dass bewusst eine Mittelsperson vorgeschickt wurde, die sich dann auch noch unheimlich viel Mühe gegeben hat, um den Hund adoptieren zu können, um ihn dann unerlaubterweise an eine Tier-Hoarderin weiterzugeben, das ist wirklich einmalig", sagt Timo Franzen, der Schriftführer des Tierschutzvereins Moers und Umgebung, der RP.

Der Tierschutzverein schaltete das zuständige Veterinäramt in Krefeld. „Dort sah man jedoch keinen Handlungsbedarf", sagt Franzen. Der Kommunale Ordnungsdienst wolle sich dem Thema jetzt aber kurzfristig annehmen. Die Moerser Tierschützer haben nun die Rechtsabteilung des Dachverbands „Deutscher Tierschützer" alarmiert. Sie soll prüfen, welche Schritte im Fall „Danilo" möglich sind.

 
 

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