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Hund in NRW kann nicht laufen – der Grund ist für ein ganzes Tierheim „kaum zu ertragen“

Drei gängige Erziehungsfehler bei Hunden

Du solltest sie besser nicht machen

Was hat dieser Hund aus NRW alles durchmachen müssen? Mitarbeiter aus dem Tierheim Moers können den Anblick des kleinen Vierbeiners kaum ertragen.

Als der verwahrloste Hund in Krefeld aufgelesen wurde, konnte er nicht laufen. Als der Grund dafür herauskam, herrscht blankes Entsetzen.

Hund aus NRW landet im Tierheim – plötzlich tauchen Maden auf

Zunächst dachten die Mitarbeiter beim Anblick der unbeweglichen „Adelheid“ an die Folgen eines Unfalls. Doch der Tierarzt konnte keine Verletzung feststellen. Stattdessen stellte sich heraus, das extrem verfilzte Fell der Hündin jede Bewegung verhinderte.

„Als Erste-Hilfe-Maßnahme wurde sie geschoren und direkt von den Maden (!) befreit, die sich bereits in und unter den Filzplatten befanden“, berichtet das Tierheim Moers. Die viel zu langen Krallen gestutzt und die Narkose für einen kleineren Eingriff (Scheidenpolyp) genutzt.

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Adelheids Zustand vor ihrer Aufnahme im Tierheim Moers war erbärmlich. Foto: Tierheim Moers

Hunde-Leid nimmt kein Ende: „Kaum zu ertragen“

Im Tierheim Moers suchte die Hündin dann viel Nähe zu den Pflegern: „Auch wir können uns da nicht des Gefühls erwehren, dass das auch ein Stück Dankbarkeit ist.“ Doch ihre Leidensgeschichte sollte noch lange nicht beendet sein.

Denn es folgten weitere Schock-Diagnosen: Nabelbruch, Blasensteine und ein Lebertumor. „Das Krankheitsbild, das sich jetzt abzeichnet, ist kaum zu ertragen und es bricht uns das Herz, dass diese nette und liebenswerte Hündin derart viel erleiden muss“, so das erschütterte Tierheim Moers.

Hund
Adelheid hofft auf ihre alten Tage auf ein besseres Leben. Foto: Tierheim Moers

Angesichts der drohenden Tierarztkosten bittet das Tierheim Moers um Spenden:

  • Sparkasse am Niederrhein, IBAN: DE93 3545 0000 1120 0059 86
  • Paypal: Empfänger-Email: info@tierheim-moers.de

Tierheim Moers äußert schrecklichen Verdacht

Alle Mitarbeiter stellen sich angesichts des fatalen gesundheitlichen Zustands die Frage, wie es soweit kommen konnte. Ihr Verdacht: „Wir denken – aufgrund des sehr strapazierten Gewebes im Bereich der Gesäugeleisten und des Genitalbereiches – dass mit Adelheid vermehrt wurde und sie nun ausgedient hat.“

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Das sei zwar nur eine Mutmaßung, aber Adelheid wäre kein Einzelfall im Bereich des (illegalen) Welpen-Handels (mehr hier). Das Tierheim appelliert deshalb an alle Hundeliebhaber: „Jeder, der Tiere von Vermehrern in Kleinanzeigenportalen, auf Märkten oder aus dem Kofferraum heraus kauft, unterstützt solches Leid.“

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Es sind ähnliche Worte, die auch Hunde-Profi Martin Rütter im Interview mit DER WESTEN wählte.


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Adelheid wird ein Umdenken nicht mehr helfen. Aber das Tierheim Moers verspricht: „Wir machen gerade alles, um Adelheid die Möglichkeit auf ein besseres Leben zu geben und hoffen, dass ihr geschundener Körper diese Chance noch nutzen kann.“