Grüne in NRW: Wegen Baerbock-Debakel – Partei schaltet DIESE extraordinäre Stellenanzeige

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

Landtag NRW: Hier werden die Entscheidungen getroffen

In Düsseldorf liegt das politische Machtzentrum von Nordrhein-Westfalen. Doch seit wann ist das so und wie viele Politiker sitzen eigentlich im Landtag.

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Die Grünen basteln vor der NRW-Landtagswahl 2022 an ihrer Abwehrkette!

Mit großen Hoffnungen startete Annalena Baerbock als erste Kanzlerkandidatin der Grünen in die Bundestagswahl. Doch rasch folgte der Absturz der Kandidatin und damit auch der Partei.

Zwar holten sie mit 14,8 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl und werden in einer Ampel-Koalition das Land mitregieren, doch der Traum vom grünen Kanzleramt platzte. Die Partei räumte eigene Fehler in ihrer Kampagne und Patzer von Annalena Baerbock ein, doch immer wieder wurde auch der Vorwurf von einer feindseligen Kampagne gegen die Kandidatin im Netz sowie in konservativen Kreisen laut.

Grüne in NRW: Wegen Baerbock-Debakel – Partei schaltet außergewöhnliche Stellenanzeige

Tatsächlich waren einige Fake-News im Umlauf, wie beispielsweise die Behauptung, dass Annalena Baerbock die private Tierhaltung von Hunden und Katzen aus Gründen des Klimaschutzes verbieten wolle. Ein frei erfundenes Zitat, das jedoch von Zehntausenden im Netz geteilt, über WhatsApp-Gruppen verbreitet und empört kommentiert wurde.

Auch im Straßenwahlkampf wurden die Grünen zur Zielscheibe: In vielen Städten, wie beispielsweise in Essen, tauchten Plakate auf, die auf den ersten Blick vom Layout von den Grünen zu stammen schienen, tatsächlich aber vor „Masseneinwanderung“, „Bevormundung“ oder gar „Klimasozialismus“ warnten, sollten die Grünen an die Macht kommen. Hinter dieser Schmäh-Kampagne mit dem Slogan „Grüner Mist" steckte der Chefredakteur des rechten „Deutschland Kurier“, der Duisburger David Bendels.

Job bei den Grünen in NRW gegen Hass-Kampagnen

Die Grünen in NRW wollen sich nun vor solchen Fake- und Hass-Kampagnen im NRW-Landtagswahlkampf 2022 besser schützen. Dafür schaltete die Partei eine außergewöhnliche Stellenanzeige: „Referent*in für Defensivkommunikation“.

Im Jobprofil wird zu den Aufgabengebieten ausgeführt: „Strategieentwicklung in Krisensituationen“, „Analyse der politischen Lage und Antizipation von kritischen Situationen im Landtagswahlkampf“ sowie „Beobachtung von Desinformationskampagnen und Koordination von Gegenmaßnahmen“.

Klingt so, als würden sich die Grünen an Rhein und Ruhr auf einen äußerst ruppigen Wahlkampf einstellen.

Auf Anfrage von DERWESTEN.de erklärt Jan Miebach, der Pressesprecher der NRW-Grünen, den Hintergrund der Stellenanzeige: „Wir nehmen nicht erst seit dem vergangenen Bundestagswahlkampf wahr, dass wir Grüne verstärkt üblen Verleumdungen und Fake-News-Kampagnen aus unterschiedlichen Richtungen ausgesetzt sind – on- wie offline.“

Die Partei habe solche Erfahrungen bereits im Landtagswahlkampf 2017 machen müssen. Die Stelle für Defensivkommunikation wird deshalb ganz neu geschaffen, um bei dieser Wahl besser gewappnet zu sein und schneller reagieren zu können.

Grüne in NRW gehen von „anonymen Angriffen“ im Landtagswahlkampf aus

„Wir müssen leider davon ausgehen, dass diese anonymen Angriffe auf dem Weg Richtung Wahltag zunehmen werden. Darauf bereiten wir uns personell wie strukturell vor“, so Grünen-Sprecher Miebach.

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Laut der aktuellsten Umfrage von Infratest dimap aus dem Oktober 2021 können die Grünen auf 17 Prozent der Wählerstimmen hoffen. Das wäre fast eine Verdreifachung des Wahlergebnisses von 2017. Zusammen mit der wiederbelebten SPD (31 Prozent) könnte es laut dieser Umfrage sogar für eine rot-grüne Mehrheit reichen.