Familiendrama am Möhnesee: Deswegen stürzte sich der Vater (43) mit seiner Tochter (11) von der Sperrmauer

Von der Talsperre stürzte sich der 43-Jährige aus Hamm mit seiner Tochter (11).
Von der Talsperre stürzte sich der 43-Jährige aus Hamm mit seiner Tochter (11).
Foto: Hans Blossey
  • Vater stürzte sich mit seiner Tochter von einer Sperrmauer am Möhnesee
  • Der Mann starb, die Elfjährige überlebte knapp
  • Jetzt sind Details zu den Hintergründen bekannt geworden

Möhnesee. Der tragische Vorfall von Samstag, bei dem ein Vater sich und seine Tochter durch den Sturz an der Sperrmauer am Möhnesee töten wollte, machte viele Leser sprachlos. Der Vater handelte wohl aus Rache.

Bei dem Sprung etwa 40 Meter in die Tiefe starb der 43-jährige Vater aus Hamm. Seine elfjährige Tochter überlebte knapp. Sie wurde schwerstverletzt mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Dortmund geflogen.

Familiendrama an Möhnetalsperre: Vater handelte wohl aus Rache nach Trennung seiner Frau

Doch warum musste es so weit kommen? Warum stürzte sich der Mann von der Talsperre am Möhnesee und wollte auch seiner Tochter das Leben nehmen?

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Erschütternde Hintergründe

Hintergrund der Tat ist wohl ein Ehestreit zwischen dem Mann und seiner Frau. Das bestätigt der zuständige Staatsanwalt Thomas Schmelzer.

Die Frau hatte sich erst eine Woche zuvor von ihrem Mann getrennt, er war daraufhin ausgezogen. Am vergangenen Samstag seien dann Vater und Tochter zu einem gemeinsamen Ausflug unterwegs gewesen.

Nachricht macht Ehefrau stutzig

Der Vater habe an besagtem Tag die Tochter nicht zur abgesprochenen Zeit zurückgebracht und kurz darauf seiner Frau eine Nachricht geschrieben, woraufhin diese stutzig wurde und zur Polizei gegangen ist.

Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Mann (43) mit seiner Tochter (11) bereits von der Sperrmauer der Möhnetalsperre gestürzt.

„Es war wahrscheinlich eine Reaktion auf die Trennung der Frau“, so Thomas Schmelzer von der Staatsanwaltschaft Arnsberg auf DER WESTEN-Nachfrage.

Mädchen (11) in Lebensgefahr

Zum Zustand des Mädchens sagte der Staatsanwalt: „Mein letzter Stand ist, dass bei der Tochter noch akute Lebensgefahr besteht.“ Sie erlitt bei dem Sprung aus 40 Metern in die Tiefe ein schweres Schädelhirntrauma. (ms/jk/jg)

+++Familiendrama am Möhnesee: Vater sprang mit Tochter von Sperrmauer – so geht es der Elfjährigen jetzt+++

+++Familiendrama am Möhnesee: Vater springt mit seiner Tochter (11) von der Sperrmauer+++

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird inzwischen öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
 

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