Duisburg

Duisburg: Wilde Kreisliga-Schlägerei – 19-Jähriger halbtot getreten! Überraschung vor Gericht

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

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Duisburg. Es ist der 17. September 2017. Kreisliga C in Duisburg. VfB Obermarxloh gegen MTV Union Hamborn II.

Diesen Tag werden alle Beteiligten wohl nicht mehr vergessen - vor allem nicht ein damals 19-jähriger Spieler der Heimmannschaft aus dem Norden von Duisburg. Er sollte nach einer wilden Schlägerei auf der Intensivstation landen.

Obwohl der junge Fußballer fast totgetreten wurde, kamen die Verantwortlichen fast unbestraft davon, berichtet jetzt die „Rheinische Post“.

Duisburg: Kreisliga-Spieler brutal zugerichtet – Lebensgefahr

Demnach wurde der 19-Jährige laut Staatsanwaltschaft zu Boden geschlagen. Spieler und Zuschauer der Gäste aus Hamborn traten und schlugen auf ihn ein. Die Tortur ging weiter, selbst als er schon bewusstlos war.

Auch die Retter, die ihn letztlich hochzogen kassierten Prügel. Der 19-Jährige kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft erhob damals Anklage gegen acht Personen. Fünf Verfahren wurden bereits eingestellt - jetzt der Schock.

Verfahren in Duisburg nach Kreisliga-Prügelei eingestellt

Nachdem das Verfahren bereits mehrfach in die Länge gezogen worden war, sollte nun endlich ein Urteil gegen die drei übrigen Angeklagten (25, 29 und 33) gesprochen werden.

Sie alle sollen an dem brutalen Übergriff auf den jungen Fußballer beteiligt gewesen sein. Doch bevor Zeugen zu Wort kommen konnte, wurde auch das Verfahren gegen die letzten drei Tatverdächtigen eingestellt - gegen Geldsummen von 200 bis 500 Euro, berichtet die „Rheinische Post“.

Darum wurden die Kreisliga-Schläger aus Duisburg nicht verurteilt

Das Problem für die Justiz: Das damalige Opfer ist nicht mehr auffindbar. Durch die übrigen Zeugenaussagen schien es wohl unrealistisch aufzuklären, wer bei der Massenschlägerei wie viel Schuld getragen hatte.

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So bleibt der beinahe Tod eines 19-jährigen Menschen fast unbestraft. Welche Konsequenzen die Stadt Duisburg aus dem Vorfall gezogen hatte und was der damalige Schiedsrichter über diesen Tag denkt, liest du bei der „Rheinischen Post“. (ak)