Düsseldorf

Antonov: Trotz ständiger Verspätungen – deshalb landete das Mega-Flugzeug für viele Planespotter zu früh

Die Antonov ist in Düsseldorf gelandet.
Die Antonov ist in Düsseldorf gelandet.
Foto: KDf-TV&Picture

Düsseldorf. Viele Planespotter mussten am Mittwochmorgen ganz stark sein. Nachdem sich die Ankunft der Antonov 124 am Flughafen Düsseldorf seit Freitag immer wieder verzögert hatte, verschob sich die Landung des extrem seltenen Flugzeugs am Mittwoch erneut – dieses Mal jedoch nicht nach hinten.

Statt wie geplant am Montagmittag auf dem Rollfeld zu landen, verkündete der Flughafen Düsseldorf kurzfristig gegen 6:45 Uhr: Die Antonov kommt bereits um 9 Uhr. Für viele Interessierte, die ein Blick auf das Megaflugzeug werfen wollten, ein Ärgernis.

Antonov am Düsseldorfer Flughafen: Planespotter verpassen Landung

Viele Planespotter, die sich auf die eigentliche Ankunftszeit (14 Uhr) eingestellte hatten, konnten so schnell nicht reagieren. Neben ein paar extra eingeladenen Journalisten fanden sich deshalb auf der Besucherterrasse des Flughafens nur mickrige zehn Schaulustige ein, berichtet die RP.

Mancher hatte die Landung nur um wenige Momente verpasst. Ein Trost: An der Fensterfront der Sky-Train-Haltestelle konnten viele Spotter die unglaublichen Ausmaße der Antonov wenig später noch bewundern. Dort wurde die Maschine entladen und für den Weiterflug betankt.

Nur wenige Stunden später war das Schauspiel vorbei. Gegen 12.30 Uhr hob die riesige Maschine am Düsseldorfer Flughafen wieder ab und macht sich auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt Kiew.

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Für sowjetische Streitkräfte entwickelt

Das in der Ukraine gebaute Flugzeug ist ein gigantisches Frachtflugzeug, das ursprünglich für die sowjetischen Streitkräfte entwickelt wurde. Von der in den 80er-Jahren in den Dienst gestellten Maschine sind weltweit nicht einmal 30 Exemplare in Betrieb.

Das macht die Ankunft der Antonov auch für Deutschlands drittgrößten Flughafen in Düsseldorf so besonders.

Die gigantische Antonov kann mit einem Gewicht von über 400 Tonnen starten. Sie hat eine Spannweite von 73,3 Metern (und übertrifft dabei alle Versionen der Boeing 747). Die Antonov 124 wird auch weiterhin selten bleiben. Bestrebungen die Produktion wieder aufzunehmen, verliefen bisher im Sand. Weitere beachtliche Leistungen der Antonov 124:

  • 1987 flug sie eine Rekorddistanz von 20.151 Kilometern am Stück
  • 2005 transportierte ein Flugzeug einen antiken Obelisken von Rom nach Äthiopien
  • 2011 transportierte eine Antonov 124 eine tonnenschwere Betonpumpe von Deutschland nach Fukushima. Sie wurde benötigt, um einen der beschädigten Atomreaktoren zu reparieren

Antonov 124 hat einen noch größeren Bruder

Noch seltener als die Antonov 124 ist eigentlich nur ihr großer Bruder und Nachfolger, die Antonov 225. Sie gilt als das größte Frachtflugzeug der Welt und wurde in den letzten Jahren der Sowjetunion geplant. Das Mega-Flugzeug sollte die sowjetische Raumfähre Buran, ein Äquivalent zum Space Shuttle, transportieren. Aktuell ist nur ein einziges Flugzeug dieses Typs in Betrieb.

Die Antonov 225 hält den Rekord für das schwerste jemals transportierte Stück Fracht (190 Tonnen) und die schwerste Gesamtfracht (254 Tonnen). (mit fel /ak)

 
 

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