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Deutsche Bahn in NRW: Verbot irritiert Kunden – welchen Sinn hat dieses Schild?

Na nu? Was hat es denn mit diesem Schild am Hauptbahnhof Krefeld zu tun? Die Deutsche Bahn wies die Schuld von sich.

u00a9 IMAGO/Michael Gstettenbauer & Alexanader Keu00dfel / DER WESTEN

Deutsche Bahn 2023 noch unpünklticher als im Vorjahr

Die Züge der Deutschen Bahn sind im vergangenen Jahr noch unpünktlicher als im Vorjahr gewesen. Mehr als jeder dritte Zug im Fernverkehr war 2023 nach Angaben des Konzerns verspätet. Die Pünktlichkeitsquote lag bei nur noch 64 Prozent.

„Bitte verhalten Sie sich auf dem gesamten Bahnhofsgelände so, dass Sie niemanden gefährden, behindern oder stören“, heißt es in der Hausordnung der Deutschen Bahn. Die Liste der 22 Verbote ist an jedem Bahnhof in NRW angebracht.

Auf zahlreichen Schildern werden Fahrgäste der Deutschen Bahn auf weitere Risiken hingewiesen. Das alles hat natürlich bei der großen Zahl an täglichen Fahrgästen und der immensen Gefahr, die von den tonnenschweren Zügen ausgeht, auch seine Daseinsberechtigung. Doch nicht jedes Verbot scheint auf den ersten Blick Sinn zu ergeben – manches auch nicht auf den zweiten, wie dieser Fall aus Krefeld (NRW) beweist.

Deutsche Bahn in NRW: Schild irritiert

Der Krefelder Hauptbahnhof, oder zumindest der Vorplatz, gleicht dieser Tage einer riesigen Baustelle. Seit Herbst 2023 wird das Areal für 13 Millionen Euro umgebaut, um einen barrierefreien Zugang für alle Fahrgäste zu den Haltestellen der Straßenbahnen zu ermöglichen. Vorher mussten sie hier beispielsweise mehrere Stufen erklimmen, um in die alten Waggons der Rheinbahn-Linie U76 nach Düsseldorf zu gelangen.


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Große Teile des Hauptbahnhofs waren wegen der umfangreichen Bauarbeiten über Wochen gesperrt. Auf dem Vorplatz standen diverse Baucontainer. Als diese abgebaut wurden, wunderten sich Kunden der Deutschen Bahn über ein Schild im Eingangsbereich. Darauf hieß es: „Fahrrad abstellen verboten. Bitte benutzen Sie die Radstation.“ Das Kuriose: Das Schild mit dem Logo der Deutschen Bahn wurde direkt an einer Abstellfläche installiert, die eindeutig für Fahrräder gedacht ist. Anders sind die Stahlständer links neben dem Bereich der Eingang zum Krefelder Bahnhof nicht zu interpretieren.

Dieses Verbot irritierte Radfahrer am Hauptbahnhof Krefeld. Foto: Alexander Keßel / DER WESTEN

So reagiert die Deutsche Bahn

Will die Deutsche Bahn in Krefeld also tatsächlich verhindern, dass Drahtesel im Freien abgestellt werden? Auf Nachfrage von DER WESTEN teilte das Unternehmen jedoch mit: „Die Fläche liegt in der Zuständigkeit der Stadt Krefeld“.


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Die Verwaltung sollte schließlich umgehend reagieren. Seitdem ist klar: Das Schild erfüllt an dieser Stelle keinen Zweck und wurde abgehangen. Fahrradfahrer können also beruhigt sein – sie können die Fahrradständer nutzen, ohne Gefahr zu laufen, womöglich „abgeschleppt“ zu werden. Ende gut, alles gut.