Corona in NRW: Ungeimpfte vom Amateursport ausgeschlossen – warum diese Maßnahme nicht ausreicht

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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  • In NRW tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft
  • Ab Mittwoch sind Ungeimpfte vom Amateursport ausgeschlossen
  • Das reicht nicht aus. Ein Kommentar

NRW will die vierte Corona-Welle brechen. Dafür schließt die Landesregierung Ungeimpfte ab Mittwoch von nahezu allem aus, was Spaß macht.

Ohne Impfung kein Kino, kein Weihnachtsmarkt, keine Kneipe. Selbst Amateursportler dürfen ohne 2G-Nachweis nicht mehr ihren Lieblingssport in NRW treiben.

Das ist angesichts der bundesweit dramatischen Corona-Lage absolut plausibel. Aber warum gilt die Regelung nicht auch für Profis?

Corona in NRW: Neue Schutzverordnung wirft Fragen auf

Die Diskussion um den Sonderstatus des Profisports - sie wird seit Beginn der Pandemie emotional geführt. In der ersten Welle stieß es zahlreichen Menschen übel auf, dass Profifußballer nach kurzer Zeit wieder spielen durften. Während viele Menschen in der Bevölkerung lange Zeit weder arbeiten durften, noch Ausgleich in der Freizeit hatten.

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung aus NRW muss diese Gerechtigkeitsdebatte nicht noch einmal neu aufgerollt werden. Der Sonderstatus für Profisportler ist aus einem ganz anderen Grund problematisch.

NRW bekämpft Corona in NRW mit zweierlei Maß

Klar ist: Profis üben mit dem Sport ihren Beruf aus. Und Arbeit und Freizeit werden in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen klar voneinander getrennt.

3G mit Testpflicht im Job und 2G im Freizeitbereich. So gesehen, ist die unterschiedliche Behandlung von Profis und Amateursportlern nachvollziehbar.

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Corona in NRW (Stand 23. November):

  • 7-Tage-Inzidenz: 249
  • Neue Covid-19-Fälle: 7.314
  • Todesfälle insgesamt: 18.724
  • 7-Tage-Hospitalisierungsrate: 4,22

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Warum keine ungeimpften Profis in NRW spielen dürften

Aber: Kein Abstand, keine Masken! Wo, wenn nicht beim Profisport sprechen wir von einer körpernahen Beschäftigung? Müsste nicht genau hier konsequenterweise eine so strenge Regel greifen wie etwa in Bars oder Clubs? Dort können Bedienungen immerhin noch eine Maske tragen.

Profisportler können hingegen weiterhin ungeschützt in den Zweikampf gehen, sich dabei anstecken und das Virus an ihre Kontaktpersonen weitergeben. Darunter womöglich Kinder oder andere Mitglieder der Gesellschaft, die sich nicht vor einem schweren Coronaverlauf schützen können.

An der Impfpflicht für Profis führt kein Weg vorbei

Eine allgemeine Impfpflicht hat Gesundheitsminister Jens Spahn vor einem Jahr kategorisch ausgeschlossen.

Doch was spricht gegen eine Impfpflicht für Profisportler? Im Gesundheitswesen wird eine Impfpflicht schließlich auch immer konkreter oder ist sogar schon Realität. Mehr dazu hier >>>

Impfverweigernde Profis hätten alternativ ja dann immerhin noch die Möglichkeit den Job zu wechseln. Es gibt ja schließlich genügend Berufe, die weit weniger Ansteckungspotenzial haben.

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