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Anschlag in Ratingen: Brand-Experte enthüllt schockierende Details – so perfide war die Todesfalle

Der Prozess um den Anschlag in Ratingen ging in die nächste Runde. Dabei kam auch heraus, wie perfide die Feuerfalle des Angeklagten war.

© AFP/dpa

Mord oder Totschlag? Das ist der juristische Unterschied

Versuchter Mord in neun Fällen, gefährliche Körperverletzung und besonders schwere Brandstiftung – so lautet die Anklage der Staatsanwaltschaft Düsseldorf im Fall des Anschlags in Ratingen. Frank P. (57) soll im 11. Mai in einem Hochhaus in Ratingen-West neun Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und DRK angegriffen und zum Teil lebensgefährlich verletzt haben.

Seit Freitag (24. November) wird ihm am Landgericht Düsseldorf der Prozess gemacht. Am Mittwoch (29. November) wurde der zuständige Brandsachverständige vorgeladen, um den Tathergang und die Entwicklung des Feuers zu beschreiben. Seine Aussagen zum Anschlag in Ratingen waren schockierend!

Anschlag in Ratingen: Tatverdächtiger verteilte literweise Benzin

Mit seinem Anschlag verletzte Frank P. mehrere Einsatzkräfte teilweise schwer. Einige Opfer wurden in ein künstliches Koma versetzt, schwebten wochenlang in Lebensgefahr. Wie jetzt bekannt wurde, soll der Tatverdächtige diese Folgen nicht nur in Kauf genommen, sondern auch detailliert geplant haben.

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Wie der Brand-Experte verriet, habe Frank P. Benzin in großer Menge in seiner Wohnung verteilt. Vor allem im Eingangsbereich wurde übermäßig viel Brandbeschleuniger gefunden. Die Spurensicherung fand u.a. am Tatort einen 10-Liter-Eimer, mit dem der Angeklagte das Benzin verteilt haben soll. Demnach hätten Tests ergeben, dass zwischen vier bis sechs Litern Benzin angezündet wurden.

Auch im Wohnbereich wurden große Mengen an Benzin und Grillanzünder gefunden. Wie Bilder belegen, befanden sich sogar im Schlafzimmer des Angeklagten mehrere 5-Liter-Kanister mit Benzin – der Angeklagte soll also sogar in Kauf genommen haben, dass die ganze Wohnung in Flammen steht.

++ Anschlag in Ratingen: Tatverdächtiger hüllt sich in Schweigen – DIESE Frage wird wohl für immer ungeklärt bleiben ++

Frank P. soll ein Textilstück in flüssigen Grillanzünder getränkt haben – um sich dann selbst nicht zu verletzen, habe er das Textilstück an einen Bügel gehängt. Seine Tat soll er also genau geplant und vorbereitet haben. Sein Motiv – unklar. Bis heute schweigt der Ratinger zum Vorwurf.

Flammeninferno ließ Einsatzkräfte keine Chance

Der Brand-Experte zum Anschlag in Ratingen kommt am Ende seiner Aussage zu einem klaren Urteil: Die Einsatzkräfte, die direkt in der Wohnung standen, hatten keine Chance. Die Wucht habe das brennende Benzin bis in den Laubengang vor der Wohnungstür geschleudert. Dort sei es bis zu 150 Grad heiß gewesen. In der Wohnung selbst hätten sogar bis zu 1.000 Grad geherrscht, so der Gutachter.


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Das SEK überwältigte später Frank P., seitdem sitzt er in U-Haft. In seiner Wohnung wurde letztlich die Leiche seiner Mutter gefunden. Sie soll schon länger tot gewesen sein. Der Prozess wird fortgesetzt, bei einer Verurteilung drohen P. 15 Jahre Haft.