A45: Horror-Nachricht für Pendler! Talbrücke nie wieder befahrbar

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

Wenn sich der Verkehr außerorts staut, muss in Deutschland eine Rettungsgasse gebildet werden. Das musst du dabei beachten.

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Eine wichtige Hauptverkehrsachse auf der A45 zwischen Nord- und Süddeutschland bleibt in den nächsten Jahren wegen einer maroden Brücke unterbrochen.

Die Talbrücke Rahmede der A45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden, wie die zuständige Autobahn GmbH des Bundes am Freitag mitteilte. Damit kann der Autoverkehr auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder freigegeben werden.

Talbrücke Rahmede auf A45 muss abgerissen werden

Nach Auskunft von Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH, wurden neben den bereits entdeckten Schäden noch Risse an den Längsträgern und erhebliche Korrosionsschäden gefunden. „Die 53 Jahre alte Brücken kann nicht saniert werden. Wir müssen möglichst schnell abreißen und neu bauen.“

Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Einsturzgefährdet sei die Brücke aber nicht, beruhigt Sauerwein-Braksiek die Anwohner in dem Tal bei Lüdenscheid.

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Ursprünglich hatte die Autobahn GmbH geplant, nach einer notdürftigen Verstärkung der Brücke den Verkehr nach rund drei Monaten zumindest für Autos wieder freigeben zu können. Mit Schrankenanlagen, wie an der Leverkusener Brücke oder auf der A43 bei Herne, sollte der Schwerlastverkehr daran gehindert werden, über das Teilstück zu fahren. Diese Überlegungen sind jetzt vom Tisch.

Innerhalb von fünf Jahren soll neue Brücke dort stehen

Offen ist nach Angaben der Autobahn GmbH, ob die Brücke gesprengt werden kann, was den Neubau beschleunigen würde. Oder ob die Talbrücke erst aufwendig von unten eingerüstet und dann Stück für Stück abgetragen werden muss. Hier müssten die Spezialisten noch ein Konzept vorlegen, sagte die Leiterin.

Sauerwein-Braksiek wiederholte das im Dezember geäußerte Ziel, die Brücke in fünf Jahren neu bauen zu wollen. „Wenn möglich noch schneller. Aber fünf Jahre wäre schon ein Rekord“, sagte die Leiterin. Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) wiederholte am Freitag ihre Forderung aus dem Dezember an den Bund, den Neubau der Brücke zu beschleunigen.

Schaden wurde Anfang Dezember 2021 entdeckt

„Das heißt vor allem: Keine erneute Planfeststellung und keine Umweltverträglichkeitsprüfung“, sagte Brandes. Mit dem unverzüglichen Abriss der alten Brücke habe die Autobahn GmbH die Chance, den Neubau an gleicher Stelle zu errichten und den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Bei einer Kontrolle im Zuge der Neubauplanung für die Brücke zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord war der Schaden Anfang Dezember 2021 entdeckt worden. Dabei stellten die Experten Verformungen in einem Stahlträger fest. Der Verkehr wurde sofort gestoppt. Bei weiteren Untersuchungen fanden die Ingenieure weitere Schäden, gingen aber noch davon aus, dass bis zu einem Neubau zumindest der Pkw-Verkehr wieder fließen kann.

„Die Talbrücke Rahmede hat 2017 noch die Note drei bekommen und ist jetzt ein Totalausfall“, sagte Roman Suthold vom ADAC Nordrhein laut Mitteilung. Brückenprüfungen sollten aufgrund der angespannten Situation zeitlich noch engmaschiger durchgeführt werden als es das Regelwerk vorsieht, fordert der Verkehrsexperte.

Mehrere Brücken auf A45 in Richtung Frankfurt sind baufällig

Die A45 ist eine wichtige Achse vom Ruhrgebiet in den Süden Deutschlands in Richtung Frankfurt. Seit Jahren werden auf der Strecke Brücken saniert oder neu gebaut. Der Abriss der Talbrücke Rahmede reiht sich in eine lange Reihe von Problemfällen in NRW ein. Mehrere Rheinbrücken sind baufällig. Hier wird der Verkehr reduziert und der Schwerlastverkehr zum Teil mit Sperren abgeleitet. Ähnliches gilt für eine Kanalbrücke im Ruhrgebiet. Auf der A43 bei Herne ist ebenfalls eine Schrankenanlage in Betrieb gegangen.

Die Vollsperrung bei Lüdenscheid hatte in den vergangenen Wochen auf den Umleitungsstrecken für zum Teil chaotische Zustände gesorgt. Anwohner klagten über die große Belastung.

Bundesweit wird der Verkehr seitdem bereits ab Frankfurt in Richtung Köln und Kassel umgeleitet. Auf der A1 (Köln-Bremen) greifen die Umleitungen ab dem Westhofener Kreuz bei Dortmund. Von Süden aus wird der Verkehr über die A4 in Richtung Köln geleitet. (fb/dpa)