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Ukraine-Krieg: „Bild“-Reporter befragt Russen in Moskau – dann rückt die Polizei an

Ukraine-Krieg: „Bild“-Reporter befragt Russen in Moskau – dann rückt die Polizei an

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

Es sind Bilder, die man sich so in Deutschland nicht vorstellen kann. In Russland braucht es viel Mut dazu. Ein Mann, seinerseits von Beruf Reporter für die „Bild“, spricht mit Passanten auf den Straßen Moskaus. Es geht um den Krieg in der Ukraine.

Peter Tiede, so der Name des „Bild“-Journalisten, zeigt den Menschen Bilder aus Kiew. Es sind Bilder, die das ganze Ausmaß dessen zeigen, was Wladimir Putin mit seinem Krieg in der Ukraine angerichtet hat. Flüchtende Menschen, zerbombte Häuser. Leid und Gewalt.

Ukraine-Krieg: „Bild“-Reporter wird von russischer Polizei angegangen

Bilder, die für uns in Deutschland seit vergangener Woche bittere Realität sind. Bilder, die uns Tag für Tag auf unterschiedlichsten Kanälen begleiten. Für die Menschen auf den Straßen Moskaus scheinen sie völlig neu.

„Das brauchen Sie mir gar nicht zu zeigen, das sind nur Fakes“, wird Tiede von einer älteren Russin beschimpft. „Nein“, bekräftigt der „Bild“-Mann, die Bilder seien echt. Doch die Frau will das nicht glauben. Im Gegenteil, sie beschimpft die USA, die Ukrainer, bezeichnet sie als Ultra-Nationalisten. „Wir befreien die Ukraine von diesen Ultra-Nationalisten! Habt ihr das verstanden“, schimpft sie in dem „Bild“-Video weiter.

Ukraine-Krieg: „Bild“-Reporter in russischem Gewahrsam

Doch es gibt auch die andere Seite. Russinnen und Russen, die Tiede deutlich sagen, dass sie mit dem Krieg nicht einverstanden sind.

Ebenfalls nicht einverstanden ist die Moskauer Polizei mit der Arbeit des „Bild“-Mannes. Noch während die Kamera läuft, kommen zwei dunkel gekleidete Männer auf den „Bild“-Reporter zu. Einer stellt sich vor den Kameramann, um das Filmen zu unterbinden. Dann bricht das Video ab.

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Was mit Tiede danach geschah? Unklar. Erst vor drei Tagen war Peter Tiede schon einmal in Russland festgenommen worden. Er sprach danach von „stundenlangen Polizeiverhören“ ohne Anwalt, ohne Dolmetscher, ohne Wasser, an deren Ende eine Verwarnung stand. (göt)

Alle Informationen zum Krieg in der Ukraine findest du in unserem Live-Blog.