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Strack-Zimmermann geht auf Olaf Scholz los: „Hat autistische Züge“

Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist für ihre spitze Zunge bekannt, jetzt geht sie auf Bundeskanzler Olaf Scholz los. Der SPD wird das zu bunt.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann geht verbal auf Bundeskanzler Olaf Scholz los.
u00a9 IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Vom Stadtrat zur EU-Spitzenkandidatin

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, angefangen bei ihren Wurzeln in Düsseldorf bis hin zu ihrer Nominierung als Spitzenkandidatin für die europäische FDP und ALDE zur Europawahl 2024.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann wird dem Bundestag den Rücken kehren und in das Europaparlament wechseln. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die FDP bei der Europawahl am 9. Juni genug Stimmen einheimsen kann. Auf ihrer Berliner-Abschiedstournee stellt die 66-Jährige noch einmal ihre Spitzzüngigkeit unter Beweis. Leidtragender ist Bundeskanzler Olaf Scholz.

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Er kassiert nämlich einen kräftigen verbalen Hieb. Dass es in der Ampel-Regierung in den letzten Monaten ordentlich Krach gab, dürfte niemandem entgangen sein. Doch diesmal geht es der SPD zu weit.

Strack-Zimmermann: Olaf Scholz und sein „Unvermögen“

In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ rechnet die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses mit Olaf Scholz ab. „Nach drei Jahren stelle ich fest, dass er geradezu autistische Züge hat, sowohl was seine sozialen Kontakte in die Politik betrifft als auch sein Unvermögen, den Bürgern sein Handeln zu erklären“, heißt es.


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Doch damit noch nicht genug. „Man erreicht ihn nicht, weil er ein krasser Rechthaber ist“. Die scharfe Kritik beziehe sich allerdings nicht nur auf die Ukraine-Politik des Bundeskanzlers, welche in Augen der Verteidigungsexpertin zu zögerlich ist. „Das betrifft alle Belange und wird mir auch von seinen Parteifreunden bestätigt“.

Volle Breitseite gegen Olaf Scholz, der Rückendeckung von seiner eigenen Partei erhält. Ebenfalls gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ springt ihm Katharina Barley, ihres Zeichens SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl und somit unmittelbare Konkurrenz von Strack-Zimmermann, zur Seite. Die Kritik würde eine Grenze überschreiten und sei untragbar.

„In Talkshows wird geschrien und beleidigt. Und nun erleben wir auch noch die Pathologisierung des Konkurrenten. Das überschreitet eine rote Linie im demokratischen Wettbewerb.“

Anhand der jüngsten Äußerungen von Strack-Zimmermann würde sie merken, „wie Maß und Mitte in der Debatte verloren gehen“. Im gleichen Atemzug lobt sie die Politik von Olaf Scholz und stärkt seine Position als Bundeskanzler. „Ich bin froh, dass der Kanzler überlegt, bevor er entscheidet, und dann besonnen handelt. Seine ruhige Art ist eine Tugend, mit der er dieses Land sicher durch die vielen Krisen steuert. Olaf Scholz macht sich kundig, berät sich umfangreich und beschließt. Er steht dann für seine Entscheidungen ein“, so Barley.