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Steuer: Steuersystem erlebt Riesen-Wende – besonders Ehepaare können aufatmen

Das Steuersystem in Deutschland erlebt eine ordentliche Reformierung. Besonders für Ehepaare ändert sich hier einiges.

Steuer-Plus von 126 Milliarden Euro bis 2026 erwartet

Die Steuereinnahmen des Staates fallen in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich höher aus als zuletzt erwartet. Bis 2026 können Bund, Länder und Gemeinden laut der neuen Steuerschätzung mit gut 126 Milliarden Euro mehr rechnen als im Mai vorausgesagt.

Für das Steuersystem in Deutschland soll sich einiges tun. Unter anderem will die Ampel-Regierung das Ganze geschlechtergerechter gestalten.

Dafür sollen die zwei Steuerklassen 3 und 5 angepasst werden. Heißt besonders für Ehepaare, dass einiges anders wird. Welche Änderungen genau auf dich zukommen, erfährst du hier!

Steuer: Das ändert sich bei den Steuerklassen

Damit das Steuersystem in Deutschland mehr Geschlechtergerechtigkeit bekommt, sollen die Steuerklassen 3 und 5 laut Bundesfinanzministerium wegfallen. Übrig wäre hierdurch nur noch Steuerklasse 4. So will man die für Ehepartner steuermindernde Wirkung des Splittingverfahrens bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigen. Dann könne eine höhere Besteuerung in Klasse 5 umgangen werden. Gleichzeitig entsteht eine gerechtere Verteilung bei der Steuerbelastung anhand der in der Ehe gemeinsam bezogenen Arbeitslöhne.

Nach den Ampel-Plänen soll das bewirken, dass mehr Frauen erwerbstätig werden oder ihre Arbeitszeit erhöhen. Aktuell sind es nämlich meist Ehefrauen, die sich in Steuerklasse 5 einreihen, da sie weniger verdienen. In der Steuerklasse 5 werden sie von den Steuern stärker belastet als beim Einkommen unabhängig vom besserverdienenden Partner.

Steuer: Was bringt die Änderung?

Doch was bringt die Abschaffung der Steuerklassen 3 und 5 den Ehepaaren? Zum einen würde jeder Partner nur den Lohnsteueranteil zahlen, den er oder sie auch am gemeinsamen Einkommen trägt. Bedeutet also, dass für Besserverdienende die monatliche Lohnsteuerbelastung steigt und für Geringerverdienende sinkt.


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Ehepaare und Lebenspartner müssten zwar weiterhin gleich viel Steuern zahlen, haben aber eine fairere Aufteilung zwischen den Partnern. Die Abschaffung der Steuerklasse 5 schafft für den Geringerverdienenden aber noch einen Vorteil. Da mehr Netto vom Brutto bleibt, bleibt mehr von Lohnersatzleistungen wie das Kurzarbeitergeld.