Sahra Wagenknecht gab die große Putin-Versteherin – jetzt steht sie blamiert da

Das ist Annalena Baerbock

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Annalena Baerbock ist die erste Frau im Amt des Außenministers. Wir stellen die grünen Politikerin vor.

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Wladimir Putin besetzt das Territorium der Ukraine: Am Montag schickte der russische Präsident Panzer los, als sogenannte „Friedenstruppen“ sollen sie die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk schützen. Damit eskaliert Putin den Ukraine-Konflikt weiter. Zum zweiten Mal nach 2014, nach der Annexion der Krim, verändert er die Grenzen in der Ukraine – und sogar ein Vormarsch bis Kiew scheint nun realistisch.

All das wollte Spitzenpolitikerin Sahra Wagenknecht (Die Linke) nicht wahrhaben. Noch am Sonntagabend nahm sie Wladimir Putin in der ARD-Talkshow von Anne Will leidenschaftlich in Schutz. Ihre Sätze fallen ihr nun auf die Füße. Die Putin-Versteherin ist blamiert! Die Linke hat ihn völlig verharmlost dargestellt.

Sahra Wagenknecht verharmloste Gefahr, die von Putin im Ukraine-Konflikt ausgeht

So beklagte Sahra Wagenknecht im ARD-Talk die „amerikanische Aggressivität, mit der ein russischer Einmarsch herbeigeredet“ werde. Sie habe manchmal „das Gefühl, da ist der Wunsch Vater des Gedankens“. Die ganze Diskussion über eine Invasion der Ukraine laufe „auf einer virtuellen Realität“, denn „wenn Russland erpicht darauf wäre, in die Ukraine einzumarschieren, Vorwände hätten sie längst genug gehabt“.

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Ukraine und Russland im Vergleich:

  • Die Ukraine hat rund 41,8 Millionen Einwohner und eine Fläche von 576.800 Quadratkilometern (jeweils abzüglich der von Russland annektierten Krim)
  • Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 155 Milliarden US-Dollar lag die Ukraine im Jahr 2020 auf Platz 58 der Welt
  • Die Russische Föderation hat eine Bevölkerungszahl von rund 146,8 Millionen sowie eine Fläche von 17.102.344 Quadratkilometern (jeweils mit der annektierten Krim)
  • Das Bruttoinlandsprodukt lag 2019 bei 1.702 Milliarden US-Dollar und damit auf Platz 11 aller Länder weltweit

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Sarah Wagenknecht verteidigte Putin: Er ist kein „durchgeknallter Nationalist“, der Grenzen verschieben will

Nein, Russland habe faktisch kein Interesse an einem Einmarsch. Der Kreml wolle nur Sicherheitsgarantien von der Nato, zeigte sich Wagenknecht felsenfest überzeugt. „Was hier teilweise herbeifantasiert wird! Wir können heilfroh sein, dass der Putin nicht so ist, wie er dargestellt wird. Nämlich als ein durchgeknallter russischer Nationalist, der sich daran berauscht, Grenzen zu verschieben.“

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Genau so ist es nun aber gekommen – und in seiner Ansprache sprach Wladimir Putin auch ganz offen und unzweideutig davon, dass die unter Lenin gewährte Unabhängigkeit der Ukraine ein historischer Fehler war. So redet ein Nationalist.

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Jan Böhmermann spottet über die angebliche Putin-Versteherin Sahra Wagenknecht

Schon ihr Auftritt am Sonntagabend beanspruchte die Nerven der anderen Gäste von Anne Will, darunter CDU-Politiker Norbert Röttgen. Im Netz ist Sahra Wagenknecht nun die Häme sicher. „Hä? Warum macht Putin nicht, was Sahra Wagenknecht gesagt hat“, spottet TV-Satiriker Jan Böhmermann nach der Anerkennung der „Volksrepubliken“ durch Putin.

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Ihre Aussagen bei Anne Will seien „schlecht gealtert“, befindet Journalist Patrick Gensing. „Bin schon so auf die nächste Folge von Wagenknechts Wochenschau gespannt, in der sie erklärt, wieso die Nato Schuld daran ist, dass Putin zwei Gebiete der Ukraine zu souveränen Staaten erklärt & ankündigt dort einzumarschieren“, twittert ein weiterer.

Am Dienstag nahm Wagenknecht dann erstmal nach der Eskalation Stellung über ihre Twitter-Seite. Dort rief sie beide Seiten zu Deeskalation auf. Allerdings räumte sie immerhin ein: „Einseitige Anerkennung der Separatistengebiete widerspricht Völkerrecht & erschwert Verhandlungslösung.“