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„Hart aber fair“ (ARD): Gas-Hammer droht! Bestraft uns Putin jetzt? Experte: „Eine echte Katastrophe“

Maischberger, Lanz und Co.: Das sind die deutschen Talkmaster

Rund 55 Prozent der deutschen Gasimporte kommen aus Russland. Der russische Staatskonzern Gazprom hat ein Viertel der Gasspeicher in Deutschland unter Kontrolle. Was passiert nun, wenn der Ukraine-Konflikt weiter eskaliert und im schlimmsten Fall sogar die Gaslieferung aus Russland ganz ausbleiben?

Bei „Hart aber fair“ ging es am Montagabend auch um die Frage, welche Folgen ein Ukraine-Kriege für die deutschen Gas-Verbraucher haben könnte. Explodieren die Energiepreise dann weiter? Müsse wir gar frieren im nächsten Winter?

„Hart aber fair“ (ARD): Gas-Alarm! Lässt uns Putin im nächsten Winter frieren?

Das Erste schmiss am Montag eilig das Thema der Sendung um. Statt um die Inflation, wie zunächst angekündigt, diskutierte Frank Plasberg mit teilweise anderen Gästen spontan über die neue Eskalation im Ukraine-Konflikt. Ein Gast aber blieb an Bord: Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbraucherratgebers Finanztip.

Deutschland ist abhängig von russischem Gas. Ohne Lieferungen aus dem Land von Wladimir Putin droht eine extrem angespannte Situation. Hermann-Josef Tenhagen schenkte den Zuschauern bei „Hart aber fair“ reinen Wein ein: Eine Eskalation des Konflikts würde unsere „Gasversorgung weiter gefährden“.

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Mehr über „Hart aber fair“ (ARD):

  • Die Talksendung läuft seit 2001.
  • Zuerst wurde sie im WDR ausgestrahlt, seit 2007 im ARD-Hauptprogramm.
  • Moderator ist Frank Plasberg.
  • Brigitte Büscher fungiert als „Zuschaueranwältin“. Sie präsentiert Kommentare aus dem Netz.
  • Im Januar und Februar 2020 vertrat Susan Link den erkrankten Plasberg.

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Experte bei „Hart aber fair“ (ARD): „Der warme Winter hat uns ein bisschen gerettet“

Schon seit Monaten hat Russland die Gaslieferungen gedrosselt, obwohl die Nachfrage da ist. Die Gasreserven sind auf einem niedrigen Stand. „Der warme Winter hat uns ein bisschen gerettet“, stellt Tenhagen fest. Sollte kein unerwarteter großer Kälteeinbruch mehr kommen, wird Deutschland mit den Gasreserven durchkommen.

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Kanzler Olaf Scholz und Energieminister Robert Habeck hätten dann einige Monate gewonnen. „Wir haben jetzt Zeit bis in den Herbst, um Lösungen zu finden, um zum Beispiel eine Flüssiggas-Reserve zu schaffen“, wagt Tenhagen eine Prognose. Flüssiggas, das über umweltschädliche Fracking-Methoden in den USA gewonnen wird. Eine Auswahl zwischen Pest und Cholera, möchte man meinen.

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Mehr Artikel über „Hart aber fair“ (ARD):

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Gaspreis: Experte beklagt Preisanstieg in ARD-Talkshow „Hart aber fair“

Doch solange die Energiewende nicht geschafft ist, ist Deutschland auf die Gaslieferungen dringend angewiesen. Volle Gasspeicher könnten dann zumindest kommenden Preisschwankungen ausgleichen.

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„Man muss sich das mal klarmachen: Vor eineinhalb Jahren haben die Leute für 5 Cent pro Kilowattstunde das Gas gekauft. Heute sind es 11 oder 12 Cent, also das Doppelte oder das Zweieinhalbfache. Es gibt auch Stadtwerke, die den Leuten versuchen 20, 25 oder 30 Cent abzunehmen“, berichtet Tenhagen über den aktuellen Gaspreis.

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Für Menschen mit wenig Geld sei das „eine echte Katastrophe“, stellt der Experte im Gespräch mit ARD-Moderator Plasberg fest. Die Zukunft für deutsche Gas-Verbraucher bleibt angesichts der Eskalation in der Ukraine ungewiss.

Am Dienstag meldete die Nachrichtenagentur Tass, dass Putin zugesagt habe, die Gaslieferungen an die Weltmärkte ohne Unterbrechung fortzusetzen. Dies habe der russische Präsident in einem Schreiben an eine Energiekonferenz in Doha (Katar) versichert.

Dagegen sprach seine rechte Hand Dmitri Medwedew nun davon, dass Europäer künftig 2000 US-Dollar pro Kubikmeter Gas zahlen werden. Das wäre rund doppelt so viel wie beim Gaspreis-Hoch im vergangenen Jahr!