Veröffentlicht inPolitik

Sahra Wagenknecht gründet Partei: „Irrsinn der Ampel stoppen“

Sahra Wagenknecht, Deutschlands neue Politik-Queen? Ihre Pläne für eine eigene Partei und politische Ziele nehmen Gestalt an.

Sahra Wagenknecht, Deutschlands neue Politik-Queen? Ihre Pläne für eine eigene Partei und politische Ziele nehmen Gestalt an.
u00a9 IMAGO/Political-Moments

Sahra Wagenknecht: So sieht ihre politische Laufbahn aus

Die Linken-Politikerin hatte bereits diverse Ämter innerhalb ihrer Partei inne. Jetzt fällt sie mit Äußerungen zur Corona-Impfung und zu einer allgemeinen Impfpflicht gehäuft auf.

Sahra Wagenknecht ist eine umstrittene Person im politischen Geschehen, vor allem in letzter Zeit sorgte sie immer wieder für Ärger innerhalb der eigenen Linkspartei. Massiv in der Kritik stand die von Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierte „Friedensdemo“ Ende Februar.

So demonstrierten auf der Kundgebung die Teilnehmer gegen Waffenlieferungen und forderten stattdessen Verhandlungen mit Wladimir Putin. Dabei mischten sich auch Rechtsradikale und Putin-Sympathisanten unter die Friedens-Befürworter. Danach wurde immer wieder spekuliert, ob Wagenknecht eine eigene Partei gründen würde. Diese Spekulation hat sich nun bestätigt.

Sahra Wagenknecht will Partei gründen

Umfragen von INSA für die „Bild“ Zeitung haben ergeben, dass eine eigene Wagenknecht-Partei auf Anhieb 15 Prozent der Wählerstimmen gewinnen könnte. Das könnte eine echte Bedrohung für die AfD darstellen, denn die Umfragen sehen ein Potenzial von 25 Prozent bundesweit und sogar 42 Prozent in Ostdeutschland, dort wo die AfD erfolgreich ist.

Die Frage, die sich Deutschland schon seit Monaten stellt: Wird Wagenknecht ihre Chance nutzen? Könnte sie damit ihrer eigenen Partei, den Linken, einen schweren Schlag versetzen?

Die Antwort ist nun da: Die Wagenknecht-Partei ist in Planung! Wann genau sie starten wird, lässt sie jedoch noch offen: „Bis Ende des Jahres fällt die Entscheidung“, erklärt sie gegenüber „Bild“. Doch die Gerüchteküche brodelt, und es sieht so aus, als würde es vor dem 8. Oktober, dem Wahltag in Hessen und Bayern, keine Bewegung geben.

Wagenknecht: Neue Partei mit 4 Zielen

Doch danach wird es definitiv eine neue Partei geben, so bestätigen es Vertraute der Linken-Ikone. Was also wird sich die neue Partei auf den Plan schreiben?

Gegenüber der Zeitung äußert Wagenknecht ihre Hauptziele, vier an der Zahl: „Wirtschaftliche Vernunft“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Frieden“ und „Freiheit“. So wolle Wagenknecht „die irre Politik der Ampel beenden“, die Arbeitsplätze aus Deutschland vertreibe und dem Markt zu viel Macht überlasse. Mit staatlichen „Kontrollorganen“ will sie die Wende angehen.

Darüber hinaus strebt sie nach sozialer Gerechtigkeit mit höheren Löhnen und einer gerechteren Verteilung des Wohlstands. Dies soll durch staatlich regulierte Höchstpreise, höhere Besteuerung von Großunternehmen und die Besteuerung von Gewinnen erreicht werden.

In der Außenpolitik setzt sie auf Diplomatie statt auf Waffenlieferungen und fordert eine Reduzierung des Rüstungshaushalts. Ein Frieden mit Russland sei ihr ein besonderes Anliegen. Schließlich plädiert sie für mehr Meinungsfreiheit und einen offeneren Umgang mit abweichenden Meinungen, ohne dass Menschen moralisch geächtet werden. Sie fordert ein Ende der sogenannten „Cancel Culture“.

Wagenknecht: An der Spitze der eigenen neuen Partei?

Aber kann Wagenknecht wirklich die Spitze dieser neuen Partei sein? Trotz ihres Burn-outs vor nur vier Jahren, als sie ihren Posten als Fraktionschefin aufgab, ist sie zuversichtlich: „Ich bin ziemlich belastbar“, sagt sie zu „Bild“. Strukturen aufzubauen und Organisationen zu leiten, werde sie jedoch nicht schaffen. Aber in der Politik und als Sprecherin nach außen könne sie sich durchaus behaupten.


Mehr News:


Wagenknecht hat jahrelang an ihrem Image als „schönstes Gesicht des Sozialismus“ gearbeitet, und nun will sie, dass ihre Partei zur Stimme derer wird, die die AfD „als Akt der Notwehr“ wählen. Sie betont, dass dies keine Rechten oder Extremisten seien, sondern Menschen, die ein ernsthaftes politisches Angebot verdienen.

Markiert: