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Sahra Wagenknecht: Chaos bei der Linkspartei – bricht jetzt alles auseinander? „Es reicht!“

Sahra Wagenknecht (Die Linke) wiederholt immer wieder, dass Sanktionen gegen Russland vielmehr Deutschland als Putin schaden würden. Der russische Präsident werde so immer reicher, alles in Deutschland hingegen teurer, so die Politikerin. Jetzt sorgte die letzte Bundestagsrede von Sahra Wagenknecht (08.09.) für viel Wirbel in der Fraktion. Berühmte Mitglieder sind kürzlich aus der Partei ausgetreten […]

© IMAGO / Christian Spicker

Sahra Wagenknecht (Die Linke) wiederholt immer wieder, dass Sanktionen gegen Russland vielmehr Deutschland als Putin schaden würden. Der russische Präsident werde so immer reicher, alles in Deutschland hingegen teurer, so die Politikerin.

Jetzt sorgte die letzte Bundestagsrede von Sahra Wagenknecht (08.09.) für viel Wirbel in der Fraktion. Berühmte Mitglieder sind kürzlich aus der Partei ausgetreten und ein Offener Brief mit über 2.500 Unterschriften fordert den Rücktritt von Sahra Wagenknecht.

Sahra Wagenknecht: Fraktions-Spitze gerät unter Druck

Sahra Wagenknechts Rede über Russland sorgte innerhalb ihrer Partei für einen Eklat. So beschuldigt sie die Bundesregierung „einen beispiellosen Wirtschaftskrieg“ gegen Russland zu führen.

Wie der „Pioneer“ mitteilt, fordern daraufhin unter anderem linke Landtagsabgeordnete in einem offenen Brief Wagenknechts Ausschluss aus der Fraktion. Nach Informationen von „Pioneer“ hat Martina Renner (Die Linke) als erstes Fraktionsmitglied unterschrieben – weitere Bundestagsabgeordnete würden sich noch anschließen.

In dem Brief sprechen die Unterzeichnenden von einem „politisch fatalen Wording, welches eine Täter-Opfer-Umkehr beinhaltet“. Daneben verlangen sie den Rücktritt von den Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch und Amira Mohamed Ali.

Sie widersprechen den Äußerungen Wagenknechts und betonen: „Die Grenze des Erträglichen ist mit Blick auf das Gebaren von Sahra Wagenknecht und ihrer Getreuen schon lange erreicht.“

Sahra Wagenknecht: „Wie bescheuert ist das denn?!“

Unter Buh-Rufen führte Wagenknecht weiter aus: „Die Vorstellung, dass wir Putin dadurch bestrafen, dass wir Millionen Familien in Deutschland in die Armut stürzen und dass wir unsere Industrie zerstören während Gazprom Rekordgewinne macht – wie bescheuert ist das denn?!“

Sahra Wagenknecht Bundestag
Die Bundestagsrede von Sahra Wagenknecht sorgt für heftigen Wirbel innerhalb der Linken-Partei. Foto: IMAGO / Christian Spicker

Die Linke: Austritte aus der Partei häufen sich

Ulrich Schneider zieht nach Wagenknechts Rede als erstes prominentes Parteimitglied Konsequenzen. Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands teilt auf Twitter seine Gründe für den Austritt mit: „Dass die Linksfraktion am letzten Donnerstag im Bundestag Sahra Wagenknecht ans Podium ließ, und was diese dann – man hätte es wissen müssen – vom Stapel ließ, war zu viel.“

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Und auch ein weiteres prominentes Linke-Mitglied tritt aus der Partei aus. Fabio De Masi gab am Dienstagnachmittag (13.09.) seine Entscheidung auf Twitter bekannt.


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Sahra Wagenknecht: „Es reicht!“

Zudem wird in dem Brief ein Video von Wagenknecht angesprochen, in dem sie die von rechtsextremen Parteien aufgerufene Demonstration in Prag glorifiziert. Wenn diese auch in Berlin stattfinden würde, würden sich Politiker nach Wagenknecht nochmal überlegen, ob sie die Menschen mit „vagen Versprechungen abspeisen oder mit Hygienetipps verhöhnen wollen.“

Aktuell hat der Brief über 2.500 Unterschriften. Die Forderung am Ende des Briefs lautet: „Es reicht!“ (mars)