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Netflix in Russland unter Druck – Streaminganbieter soll DAS ausstrahlen

Putins Drohung mit Atomwaffen - nur ein gefährlicher Bluff?

Russlands Präsident Wladimir Putin droht dem Westen unverhohlen mit dem Einsatz von Atomwaffen. Experten sehen in dem Manöver einen wohl kalkulierten Bluff - allerdings einen sehr gefährlichen.

Ausgerechnet der US-Streamingdienst Netflix wird nun von Russland unter Druck gesetzt.

Denn per russischem Gesetz muss Netflix theoretisch seit dem 1.März mehrere russische Live-Sender im Programm haben.

Netflix muss in Russland eigentlich auch Live-Nachrichten zeigen

Doch genau das will der Streamingdienst nicht. Denn auf russischen Fernsehsendern wird zurzeit meistens Propaganda ausgestrahlt, die den Ukraine-Krieg verzerrt und nicht die Wahrheit darstellt. Oder zumindest nur die Wahrheit, die Russlands Präsident Putin für voll nimmt.

Bereits im Dezember sei Netflix von Russland informiert worden, dass ab dem 1. März 20 russische Sender live ausgestrahlt werden müssen. Bei den 20 Sendern handelt sich sich um eine bunte Mischung aus Sport-, Unterhaltungs-, aber auch Nachrichtensendern. Gerade die Nachrichtensender sind unter der Kontrolle Putins und lassen keine kritischen Töne an der russischen Regierung zu.

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Netflix weigert sich, Propaganda zu zeigen

Die US-Streamingplattform erklärte deswegen nun, dass „wir angesichts der aktuellen Situation keine Pläne haben, diese Kanäle zu unserem Dienst hinzuzufügen.“

Ob Netflix sich ganz aus Russland zurückzieht, ist bisher nicht bekannt. Allerdings könnten dem Streamingdienst Sanktionen drohen. Gegebenenfalls könnte er sogar abgeschaltet werden.

Abseits vom Ukraine-Krieg wäre es für Netflix ohnehin eine Herausforderung gewesen, Live-Formate auszustrahlen. Denn das hätte der Streamingdienst nur für Russland extra einführen müssen. In keinem anderen Land gibt es live ausgestrahlte Inhalte via Netflix. (fb)