Maybrit Illner (ZDF): Merz ärgert sich, dass Merkel nicht längst zurücktrat – „Schwerer Fehler“

Maischberger, Lanz und Co.: Das sind die deutschen Talkmaster

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Wie konnte die Union bei der Bundestagswahl mit Kanzlerkandidat Armin Laschet so tief fallen? Friedrich Merz hat dazu bei Maybrit Illner eine klare These.

In der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner behauptet Merz, dass die CDU-Krise ziemlich genau am 29. Oktober 2018 begann.

Maybrit Illner (ZDF): Merz ärgert sich, dass Merkel nicht längst zurücktrat – „Schwerer Fehler“

„Die Fehler liegen weit zurück“, so Merz. Er nennt als Datum den 29. Oktober 2018. „Das war der Tag, an dem die Partei akzeptiert hat, dass Kanzleramt und Parteivorsitz nicht mehr in einer Hand liegen.“

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Mehr über Friedrich Merz:

  • Der 65-Jährige stammt aus dem Sauerland.
  • Er ist 1,98 Meter groß.
  • Merz ist nun wieder Mitglied des Deutschen Bundestages.
  • Sein politischer Karrierehöhepunkt war von 2000 bis 2002. Da war der Fraktionschef der CDU/CSU und somit Oppositionsführer im Bundestag.
  • Zweimal scheiterte er 2018 und 2021 mit seinen Kandidaturen für den CDU-Vorsitz.

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Dass Angela Merkel damals ankündigte, den CDU-Parteivorsitz abzugeben, aber gleichzeitig im Amt als Bundeskanzlerin zu bleiben, sei „ein schwerer strategischer Fehler“ gewesen. Der CDU sei das nicht gut bekommen, sonst hätte sie die Wahl gewonnen. Dieses Datum sei der Auslöser für die Führungskrise gewesen, die es bis heute in der Partei gibt.

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Maybritt Illner zu Merz: Das könne man doch nicht „Frau Merkel in die Schuhe schieben“

Hier greift Maybrit Illner ein: Die Union hätte doch drei Jahre Zeit gehabt, eine neue stabile Parteiführung zu wählen. Das könne man doch nicht „Frau Merkel in die Schuhe schieben“, so die ZDF-Moderatorin.

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Wolle er auch nicht tun, entgegnet Merz. Er spreche darüber, dass der Parteivorstand das nicht hätte akzeptieren sollen. Stattdessen hätte man Merkel klarmachen müssen, dass dann „auch das Kanzleramt zur Disposition gestellt wird“, wenn sie nicht mehr CDU-Vorsitzende sein will. Das hätte sie akzeptieren und dann auch vom Staatsamt zurücktreten müssen. Alternativ hätte sie beide Ämter bis zum Schluss behalten müssen, meint Merz in der ZDF-Sendung.

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Was Friedrich Merz bei dieser These außen vor lässt: Es erscheint kaum realistisch, dass die SPD-Fraktion im Bundestag einen Merkel-Nachfolger ins Amt gewählt hätte, weil dieser dann mit Amtsbonus in die nächste Bundestagswahl 2021 gegangen wäre.

Hier kannst du die ganze Folge von Maybrit Illner in der ZDF-Mediathek sehen.