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„Letzte Generation“: Klimakleber provozieren mit neuer dreister Drohung

Nachdem die Aktivisten der „Letzten Generation“ viel Kritik einstecken mussten, kündigen sie weitere Protestaktionen an.

© IMAGO / aal.photo

Klimawandel: Die Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft

Der menschengemachte Klimawandel verändert unsere Welt mit vielfältigen Folgen. Welche Bereiche sind akut betroffen?

Keine Aktivistengruppe lädt derzeit so viel Hass auf sich, wie die sogenannte „Letzte Generation“. Sie gibt sich diesen Namen, weil sie in ihren Augen die letzte Generation ist, die noch etwas gegen den Klimawandel tun kann. Und weil ihrer Meinung nach zu wenig getan wird, ist ihr nahezu jedes Mittel recht, diesen Zustand zu ändern.

Vor zwei Wochen im Potsdamer Museum Barberini bewarfen die Aktivisten ein Gemälde des großen französischen Impressionisten Claude Monet mit Kartoffelbrei. Das Gemälde hat nur deshalb keinen Schaden genommen, weil es sich hinter einer Scheibe befand. Anschließend klebten sich die Aktivisten neben dem Bild an die Wand.

Dobrindt nennt die „Letzte Generation“ „Klima-Chaoten“

In der letzten Woche verursachten sie, durch ihren Klebeprotest, einen Stau. Ein spezielles Rettungsfahrzeug war dadurch gehindert, zu einem Unfall zu gelangen, bei dem eine Radfahrerin von einem Betonmischer überfahren wurde. Das Unfallopfer starb später an den Folgen des Unfalls.

Auch wenn die zuständige Notärztin in ihrem Rettungsbericht schreibt, dass das spezielle Rettungsfahrzeug nicht gebraucht wurde, fallen die Urteile über das Handeln der Aktivisten hart aus.



„Diese Leute sind extremistisch, egoistisch und nehmen keinerlei Rücksicht auf die Menschenleben“, beschreibt sie der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Der FDP-Politiker Gerhard Papke nennt sie auf Twitter eine „durchgeknallte Bande“. Für den CSU-Politiker Alexander Dobrindt „Klima-Chaoten“. Letzterer forderte unlängst schärfere Gesetze für Straßenblockierer.

„Letzte Generation“ will nicht einknicken

Nun könnte man meinen, dass die Aktivisten angesichts dieser Reaktionen einknicken. Tun sie aber nicht. Ganz im Gegenteil. Bei „stern TV am Sonntag“ sagt die 20-jährige Aktivistin Carla Rochel: „Wir werden unseren Protest in alle Bereiche tragen, die von der Klimakatastrophe betroffen sein werden“.


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Sie und ihre Gleichgesinnten würden sich nicht in einem „Beliebtheitswettbewerb“ befinden. Es gehe ihnen „nicht darum, gemocht zu werden – sondern darum, dass der Gesellschaft bewusst wird, dass wir in eine Klimakatastrophe rasen“. Rochel schloss auf Nachfrage auch Blockadeaktionen an deutschen Flughäfen nicht aus. In Amsterdam hatten Klimaaktivisten am Samstag den Flughafen Schiphol teilweise lahmgelegt.