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News-Blog Iran/Israel: Baerbock richtet strenge Ansage an Netanjahu-Regierung – Armeechef mit heftiger Drohung!

Der Iran schickte Dutzende Kampf-Drohnen nach Israel, jetzt droht eine neue Eskalation des Nahost-Konflikts. Alle Entwicklungen hier!

Iran und Israel:: Will Netanjahu Vergeltung?
© IMAGO/ZUMA Wire

Israel droht Iran im Falle eines Angriffs mit "Konsequenzen"

Angesichts der zunehmenden Spannungen mit dem Iran haben die israelischen Streitkräfte mit Vergeltung gedroht, sollte die iranische Revolutionsgarde Israel angreifen. Militärsprecher Daniel Hagari sagte, Israel sei bereit sich zu verteidigen, aber auch anzugreifen.

Der Konflikt zwischen Israel und Iran eskaliert! Erstmals in der Geschichte der Islamischen Republik hat der Iran seinen Feind direkt angegriffen. In der Nacht zum Sonntag (14. April) erreichten Hunderte Drohnen und Raketen aus dem Iran Israel. Sie wurden zwar abgefangen, es könnte jedoch der Auftakt zu einem neuen Nahost-Krieg sein!

+++ Mehr zum Thema: Konflikt zwischen Iran und Israel: Warum droht neuer Nahost-Krieg? +++

Der Angriff wurde nach Angaben des Irans am Sonntag für beendet erklärt, gleichzeitig warnt das Mullah-Regime. Die Lage ist angespannt, die ganze Welt ist in Aufruhr. Möglicherweise konnte US-Präsident Joe Biden nun zu einer Deeskalation beitragen. Alle Entwicklungen zum Thema findest du bei uns im News-Blog.

News-Blog zum Konflikt zwischen Iran und Israel

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22.09 Uhr: Armeechef droht mit Gegenangriff

Israel wird nach den Worten des israelischen Armeechefs Herzi Halevi auf den beispiellosen Großangriff des Iran in der Nacht zum Sonntag reagieren. „Der Abschuss so vieler (iranischer) Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf das Territorium des Staates Israel wird eine Antwort zur Folge haben“, sagte Halevi bei einem Besuch auf der Militärbasis Nevatim im Süden Israels am Montag vor Soldaten, wie es in einer Erklärung der Armee hieß.

Armeesprecher Daniel Hagari erklärte seinerseits: „Wir werden tun, was immer nötig ist, um den Staat Israel zu schützen, und wir werden es bei der Gelegenheit und zu dem Zeitpunkt tun, die wir selbst bestimmen.“

20.28 Uhr: Iran drohen neue EU-Sanktionen

In der EU werden nach dem Angriff auf Israel mögliche neue Sanktionen gegen den Iran erwogen. Wie mehrere Diplomaten am Montagabend nach Gesprächen von Vertretern der Mitgliedstaaten in Brüssel sagten, dürfte das Thema an diesem Dienstag bei einer Videoschalte der Außenminister auf den Tisch kommen. Neue Strafmaßnahmen könnten demnach über eine Sanktionsregelung verhängt werden, die nach dem Beginn der iranischen Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine durch Drohnenlieferungen eingerichtet wurde. Über sie wurde bislang unter anderem die Ausfuhr von Bauteilen in den Iran verboten, die für den Bau und die Produktion von unbemannten Luftfahrzeugen verwendet werden. Zudem sind auch Personen und Organisationen von Strafmaßnahmen betroffen.

Gegen neue scharfe Sanktionen könnte laut Diplomaten allerdings ein Eskalationsrisiko sprechen. So will der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell weiter versuchen, den Iran dazu bewegen, wieder ein Abkommen zur Einschränkung seines Nuklearprogramms einzuhalten. Es soll verhindern, dass der Iran eine Atombombe baut.

18.19 Uhr: Israel lässt hunderte Geiseln frei

Nach Angaben der Behörden im Gazastreifen hat Israel 150 festgenommene Palästinenser auf freien Fuß gesetzt. „Seit den frühen Morgenstunden sind 150 Gefangene aus verschiedenen Teilen des Gazastreifens, die von der israelischen Besatzung festgehalten wurden, freigelassen worden“, sagte ein Sprecher der Grenzübergangsbehörde am Montag der Nachrichtenagentur AFP. „Es ist sehr auffällig, dass einige dieser Gefangenen schwer misshandelt wurden“, da einige von ihnen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien, fuhr er fort.

16 Uhr: Iranische Aktivisten distanzieren sich von dem Angriff

Iranische Aktivisten in Deutschland machen deutlich: die Islamischen Republik und das iranische Volk sind völlig unterschiedliche Dinge. „Die Menschen in Iran haben die letzten Jahre und vor allem im Zuge der ‚Frau Leben Freiheit‘ Proteste bewiesen, dass sie nichts mit dem Regime gemein haben, dass sie gegen das Terrorsystem sind“, erklärte eine Iran-Aktivistin unserem Partnerportal BERLIN LIVE. Das ganze Interview findest Du hier: +++Irans Angriff auf Israel: Berliner Aktivistin sauer – „Jetzt tun alle überrascht“+++

15.03 Uhr: Nicht nur Menschen im Nahen Osten leiden unter dem Angriff

Auch Deutsche mit israelischem und iranischem Migrationshintergrund bangen um ihre Liebsten. Viele kritisieren den Angriff des Iran auf Israel. Mit einem von ihnen hat unsere Redaktion exklusiv gesprochen. Die bewegende Geschichte erfährst Du hier: +++Bochum: Raketen auf Israel! Iranischer Gastronom nach Anruf in die Heimat erschüttert – „Schande“+++

12.20 Uhr: Baerbock mit Ansage an Israel-Regierung

 Außenministerin Annalena Baerbock setzt nach dem beispiellosen Angriff des Irans darauf, dass Israel bei einer möglichen Reaktion das Völkerrecht einhält. „Das Recht auf Selbstverteidigung bedeutet die Abwehr eines Angriffes. Vergeltung ist keine Kategorie im Völkerrecht“, sagte die Grünen-Politikerin am Montag. 

„Israel hat in einer defensiven Art und Weise gesiegt, dank seiner starken Luftabwehr und dank des beherzten Eingreifens der USA, Großbritanniens und arabischer Staaten“, sagte Baerbock weiter. „Diesen Defensivsieg gilt es jetzt diplomatisch abzusichern. Unsere Priorität muss dabei sein, einen Flächenbrand in der Region zu verhindern.“ 

6.56 Uhr: Israels Kriebskabinett uneins über Reaktion gegen Iran

Israels Staatsführung hat Medienberichten zufolge noch nicht entschieden, wie sie auf den iranischen Angriff vom Wochenende reagieren soll. Das Kriegskabinett habe bei mehr als dreistündigen Beratungen am Sonntagnachmittag keinen Beschluss über das weitere Vorgehen gefasst, berichtete die Zeitung „Times of Israel“. In den kommenden Tagen sollten weitere Gespräche geführt werden.

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani sagte bei einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats, die Islamische Republik habe ihr Recht auf Selbstverteidigung ausgeübt: „Diese Aktionen waren notwendig und verhältnismäßig.“ Israels Vertreter Gilad Erdan hielt dagegen, der Iran habe „jede rote Linie überschritten“ und sein Land habe nun wiederum das Recht, Vergeltung zu üben.

Sonntag, 21.32 Uhr: Biden versucht jetzt das Schlimmste in Nahost zu verhindern

Die USA würden sich nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters nicht an einem möglichen Vergeltungsschlag Israels gegen den Iran beteiligen. „Wir würden uns selbst nicht an einer solchen Aktion teilnehmen sehen“, sagte ein US-Regierungsvertreter am Sonntag laut Agenturmeldungen. Dieser möchte anonym bleiben. Präsident Joe Biden habe Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem Telefonat dazu aufgefordert, bei den Überlegungen über eine Reaktion auf den iranischen Angriff „vorsichtig und strategisch“ zu agieren.

„Die Israelis haben uns klar zu verstehen gegeben, dass sie nicht auf eine erhebliche Eskalation mit dem Iran aus sind“, sagte der US-Regierungsvertreter weiter. Biden habe seinerseits gegenüber Netanjahu „in der vergangenen Nacht sehr klar gemacht, dass wir sehr vorsichtig und strategisch über die Risiken einer Eskalation nachdenken müssen“.

Es kann also sein, dass dem US-Präsident mit diesem Telefonat gelungen ist, einen verheerenden Nahost-Krieg durch eine weitere Gewaltspirale von immer massiveren Gegenschlägen zu verhindern. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, den Ukraine-Krieg und auch die US-Wahl wären unvorhersehbar im Falle einer weiter fortschreitenden Eskalation zwischen Iran und Israel.

20.55 Uhr: Exil-Iraner in Berlin träumen von einem anderen Land

Exil-Iraner protestierten am Sonntag in Berlin und solidarisierten sich mit Israel. Ein Demonstrant sagte unserem Partnerportal Berlin Live: „Das ganze iranische Volk, im Iran und außerhalb, wir haben eine demokratische Alternative für einen freien Iran. Und die heißt Reza Pahlavi.“ Das ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Er gilt vielen als Hoffnungsträger für eine andere Zukunft des Landes. Was sie sonst noch sagten, liest du hier.

18.28 Uhr: Iran hat mehr auf Lager – darm ist Teheran vorsichtig

Sicherheitsexperte Carlo Masala von der Bundeswehr-Universität in München hat Einschätzungen zur Lage in Nahost abgegeben. Masala wertet am Sonntag im ARD-Interview die Attacke zwar nicht als Scheinangriff Irans, jedoch ordnet erein:  „Der Iran hat nicht sein schweres Potenzial eingesetzt, um massive Schäden in Israel herbeizuführen.“ Der Angriff sei „relativ begrenzt“ gewesen.

Das Mullah-Regime habe sicherlich die Absicht gehabt, etwas in Israel zu treffen. Jedoch habe das Regime nicht „das wirklich schwere Arsenal eingesetzt“, um hohe zivile Verluste in Israel herbeizuführen.

Doch warum nicht? Masala geht davon aus, dass Teheran nicht zu weit gehen wollte, um kein Einschreiten der USA auszulösen. Das zeige, „dass sich der Iran bewusst ist, dass er einen massiven Gegenschlag seitens Israel und seitens der Amerikaner als Regime nicht überleben würde“. Das Mullah-Regime habe „durchaus Angst“ vor der Militärmacht der USA.

17.35: Spielt der Konflikt Putin in die Karten?

Profitiert Wladimir Putin von der Eskalation zwischen dem Iran und Israel? Experten geben Einschätzungen ab (mehr hier). Die USA könnte nun in einem Dilemma sein!

16.55 Uhr: Caren Miosga braucht auf die Schnelle neue Gäste

Angesichts der Lage in Israel hat Caren Miosga mit ihrer Redaktion die Planungen für den Talk am Sonntagabend über Bord geworfen. Ihre Sendung fängt auch erst später an – um 22 Uhr. Diese neuen Gäste kommen.

16.44 Uhr: Iranische Flaggen auf Pro-Israel-Demo in Berlin

Friedlich nebeneinander demonstrierten im Zentrum von Berlin Menschen mit iranischem Migrationshintergrund viele andere für Solidarität mit Israel. Dabei waren auch besondere iranische Flaggen zu sehen, wie Berlin Live berichtet.

15.40 Uhr: Lufthansa streicht Flüge bis weit in die kommende Woche

Die Lufthansa streicht alle regulären Flüge von und nach Tel Aviv (Israel) sowie nach Erbil und Amman in Jordanien bis einschließlich Montag, 15. April. Ab Dienstag sollen die Verbindungen wieder aufgenommen werden. In einer Mitteilung der Airline heißt es: „Die Flüge nach Beirut und Teheran bleiben bis mindestens 18. April ausgesetzt.“Die Sicherheit von Fluggästen und Crews habe oberste Priorität.

15.28 Uhr: Oxford-Experte hat schlimme Befürchtung – „Weiteres Tschernobyl“

Ziemlich unproblemlos konnte Israel mit seinen Verbündeten den Drohenangriff abwehren und die Gefahr ausschalten. Doch könnte es nur der Auftakt zu einer Gewaltspirale sein, die weitaus schlimmere Folgen haben kann.

Mark Almond, Direktor des Crisis Research Institute in Oxford, geht im Gespräch mit „The Sun“ auf das größte Risiko für Israel und die ganze Region ein. „Der schlimmste Fall ist, dass eine mächtige iranische Rakete wie die Kheibar das israelische Atomkraftwerk in Dimona beschädigt. Ein Strahlungsleck wäre ein weiteres Tschernobyl“, so Almond. In diesem Fall könnte Israel einen solchen Angriff als Atomschlag betrachten „und mit seinen tatsächlichen Atomsprengköpfen zurückschlagen“, warnt er. „Das ist das Worst-Case-Szenario“.

Die Experten vom US-Thinktank „Institute for the Study of War“ haben derweil eine ganz andere Befürchtung hinsichtlich der zukünftigen Verteidigungsfähigkeit Israels. War der Angriff mit den Drohnen nur ein Testlauf?

13.30 Uhr: Iran bestellt Botschafter aus Deutschland, England und Frankreich ein

Nach der Verurteilung des iranischen Angriffs auf Israel durch westliche Länder hat der Iran die Botschafter von Deutschland, Frankreich und Großbritannien einbestellt. Wie das Außenministerin in Teheran angibt, soll ihnen der Protest des Iran gegen die Äußerungen der Staatschefs der genannten Länder vorgetragen werden.

Demnach prangert Teheran die „unverantwortlichen Positionen mancher Verantwortlicher dieser Länder hinsichtlich der iranischen Antwort“ auf das israelische Vorgehen gegen iranische Interessen an, wie es in einer Erklärung des Ministeriums hieß, die von der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna veröffentlicht wurde. 

12.50 Uhr: Baerbock warnt vor „Eskalationsspirale“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat am Sonntag nach einem Treffen mit dem Auswärtigen Amt in Berlin vor einer „Eskalationsspirale“ gewarnt, die durchbrochen werden muss. „Wir müssen gemeinsam zu einem Ende der Gewalt finden.“ Sie erinnerte an die Millionen „Frauen, Männer und Kinder in Israel, in Iran und in der ganzen Region, die gestern Nacht vor Angst nicht schlafen konnten, sie alle wollen diese Eskalation nicht.“

Die Grünen-Politikerin bekräftigte, dass Israel die volle Solidarität Deutschlands gelte. „Das iranische Regime hat sehenden Auges den ganzen Nahen und Mittleren Osten an den Rand des Abgrunds geführt“, sagte sie. „Wir verurteilen den direkten iranischen Angriff auf das Staatsgebiet Israels auf das Schärfste.“

12.33 Uhr: SPD-Bundestagsvize empört mit Israel-Tweet

Nach dem massiven Raketenangriff des iranischen Mullah-Regimes auf Israel sorgt ein Post der SPD-Spitzenpolitikerin Aydan Özoğuz auf „X“ (vormals Twitter) für gewaltige Empörung. Der immer wieder geäußerte Vorwurf: Täter-Opfer-Umkehr!

In dem Post, den sie inzwischen wieder gelöscht hat, reagierte die stellvertretende Bundestagspräsidentin Aydan Özoğuz auf den Angriff des Irans auf Israel, ohne dabei klar Stellung gegen dieses Vorgehen des Regimes in Teheran zu beziehen. Stattdessen, so lässt sich der Beitrag interpretieren, gab sie Israel zumindest eine Teilschuld an der Eskalation. Mehr zu der berechtigten Kritik und einer heftigen Forderung gegen die SPD-Politikerin liest du hier.

12.08 Uhr: Iran-Attacke kein „Schein-Angriff“

Weltweit stellen sich nicht nur Regierungen, sondern auch viele Menschen nun jedoch eine drängende Frage, von der so viel abhängt für Israel, den Nahen Osten und Staaten weit darüber hinaus. War dieser Raketenhagel eine Art „Schein-Angriff“, mit dem der Iran in erster Linie sein Gesicht wahren wollte – wohl wissend, dass man Israel damit nur begrenzt treffen würde? Oder waren die Ereignisse in der Nacht lediglich die erste Welle einer kriegerischen Auseinandersetzung, auf die weitere, umfangreichere Attacken folgen werden?

Der israelische Militärsprecher Daniel Hagari die Spekulationen, der Angriff des Irans auf Israel könnte eine Art geplanter Show ohne echte Schadensabsicht gewesen sein, vehement zurück. „Ich glaube, der Iran wollte Ergebnisse erzielen und dies ist ihm nicht gelungen“, sagte Hagari am Sonntag, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Der Einsatz Hunderter Drohnen und Raketen durch den Iran sei eine klare Eskalation gewesen (hier mehr lesen).

11.36 Uhr: Iranische Bevölkerung in Panik

Lange Schlangen bilden sich seit Samstagabend (13. April) vor den Tankstellen in Teheran. Die Bevölkerung des Iran tankt voll, wappnet sich. Ein Krieg zwischen Israel und Iran wäre nicht nur eine Katastrophe für die israelischen, sondern auch für die iranischen Zivilisten. Mehr dazu liest du hier.

10.27 Uhr: Iran spricht von „erfolgreicher Operation“

Der iranische Armeechef Mohammed Bagheri erklärte am Sonntagmorgen im iranischen Fernsehen, dass alle Ziele des Raketenangriffs in Israel erreicht worden wären. „Die Operation “Ehrliches Versprechen‘ ist zwischen gestern Abend und heute Früh mit Erfolg ausgeführt worden und hat all ihre Ziele erreicht“, so der Armeechef.

Man habe keine zivilen Ziele oder Städte ins Visier genommen, stattdessen habe es zwei Hauptziele gegeben: Das Geheimdienstzentrum, das die Informationen für den Angriff auf das iranische Konsulatsgebäude im syrischen Damaskus geliefert habe, sowie der Militärstützpunkt Nevatim, von dem aus die F35-Kampfflugzeuge gestartet seien, die es bombardiert hätten. „Diese beiden Zentren sind beträchtlich beschädigt und außer Betrieb gesetzt worden.“ Israel gab an, dass die Nevatim-Basis zwar leicht getroffen worden sei, aber nach wie vor funktioniere.

Weiter erklärte Bagheri: „Wir habe keinerlei Absicht, den Einsatz fortzuführen, aber wenn das zionistische Regime eine Aktion gegen die islamische Republik Iran unternimmt – ob das auf unserem Boden ist oder gegen unsere Zentren in Syrien oder anderswo – dann wäre unser nächster Einsatz sicher gewichtiger als dieser hier.“ Die islamische Republik Iran nutzt den Begriff „zionistisches Regime“, um den Erzfeind Israel verächtlich zu machen.

10.05 Uhr: Israelische Kinder schwer verletzt

Der Raketen-Angriff von Iran auf Israel hat zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren verletzt. Sie wurden von Trümmerteilen der Abfangraketen getroffen, wie du in diesem Artikel lesen kannst.

9.00 Uhr: ARD wegen Berichterstattung in der Kritik

Nach dem Angriff des Irans auf Israel geht bei vielen die Angst vor einem dritten Weltkrieg um. Umso überraschender das Samstagabendprogramm der ARD. Während CNN oder BBC in Windeseile Sondersendungen ins Programm nahmen, zeigte Das Erste weiter die XXL-Version der Quizshow „Wer weiß den sowas?“. Mehr dazu hier.

8.30 Uhr: Das Mullah-Regime droht den USA

In der Nacht zum Sonntag wurde eine Erklärung der Revolutionswächter im Iranischen Fernsehen verlesen. Darin heißt es: „Jede Unterstützung und Beteiligung an der Beeinträchtigung der Interessen Irans“ werde eine „entschiedene Reaktion der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran nach sich ziehen“.

7.10 Uhr: Israels Heimatschutz gibt Entwarnung

Der israelische Heimatschutz gab auf seiner Webseite Entwarnung. Bürger im Norden und im Süden Israels müssten sich nun nicht mehr in der Nähe von Schutzräumen aufhalten. Dem israelischen Militär zufolge wurden 300 Geschosse auf Israel abgefeuert. Von den 170 abgeschossenen Drohnen ist keine in israelisches Staatsgebiet gelangt, da sie erfolgreich abgefangen wurden. Gleiches gilt für die 30 Marschflugkörper, da sie von Kampfflugzeugen abgeschossen werden konnten. Lediglich einige der etwa 120 ballistischen Raketen durchdrangen die israelische Verteidigung und verursachten geringe Schäden auf einem Luftwaffenstützpunkt in Nafatim.

6.45 Uhr: US-Streitkräfte können 7o Raketen abwehren

Wie die „Bild“ berichtet, konnten US-Streitkräfte rund 70 Drohnen und mindestens drei ballistische Raketen abwehren. Die US-Kräfte hätten die Raketen von Kriegsschiffen aus abfangen können, die sich derzeit im östlichen Mittelmeer befinden.

2.41 Uhr: Kanzler warnt vor einem möglichen „Flächebrand“

Bundeskanzler Olaf Scholz meldete sich in der Nacht zu Sonntag zu Wort: „Der Luftangriff auf israelisches Staatsgebiet, den Iran heute Nacht begonnen hat, ist unverantwortlich und durch nichts zu rechtfertigen. Iran riskiert einen Flächenbrand.“ Deutschland stehe eng an der Seite Israels.

1.51 Uhr: Drohenangriff konnte nahezu komplett abgewehrt werden

Nach Angaben israelischer Offizieller seien 99 Prozent der iranischen Drohen und Raketen vor dem Eintreffen am Ziel abgefangen worden. Damit wäre der Angriff Irans praktisch verpufft.

1.35 Uhr: Erstes Opfer des iranischen Angriffs soll eine Zehnjährige sein

Bei dem Großangriff des Irans auf Israel ist nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom ein zehnjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Es handele sich um eine Beduinin aus dem Umkreis der Stadt Arad in der Negev-Wüste, teilte der Rettungsdienst in der Nacht zum Sonntag mit.

Die US-Streitkräfte haben laut Berichten der TV-Sender CNN und ABC vom Iran abgefeuerte Drohnen abgeschossen. Die Sender beriefen sich auf nicht namentlich genannte US-Regierungsvertreter. Es wurden zunächst aber keine Angaben dazu gemacht, wie viele Drohnen abgeschossen wurden und wo sie abgeschossen wurden.

+++ Lesenswert: Iran spricht von „legitimer Verteidigung“ nach Israels Angriff auf Botschaft – was ist da dran? +++

0:40 Uhr: Baerbock warnt vor „Chaos“ in der Region

Nun gab auch Deutschlands Außenministerin Annelena Baerbock ein erstes Statement ab: „Wir verurteilen den laufenden Angriff, der eine ganze Region ins Chaos stürzen kann, aufs Allerschärfste.“ Iseael gelte in diesen Stunden „unsere ganze Solidarität“.

0:28 Uhr: Große Unterstützung für Israel beim Abfangen der Drohnen

Jordanien soll seinen Luftraum für israelische Kampfflugzeuge geöffnet haben, um die Kamikaze-Drohnen abzufangen. Zudem sollen US-amerikanische und britische Kampfjets Israel in diesen Minuten beim Abschuss der Drohnen unterstützen.

0:15 Uhr: Frankreich und Großbritannien warnen Iran vor „neuer Stufe der Destabilisierung“

„Mit der Entscheidung zu dieser beispiellosen Handlung hat der Iran eine neue Stufe der Destabilisierung überschritten“, erklärte die französsiche Außenminister Stéphane Séjourné am Samstag auf X. 

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat den iranischen Angriff auf Israel als gefährlich verurteilt und Israel die Unterstützung seines Landes zugesichert. „Gemeinsam mit unseren Verbündeten arbeiten wir unter Hochdruck daran, die Lage zu stabilisieren und eine weitere Eskalation zu verhindern“, fügte Sunak hinzu. „Niemand möchte weiteres Blutvergießen sehen.“

Samstag, 13. April, 23:52 Uhr: Dritte Angriffswelle – Iran feuert auch Marschflugkörper auf Israel

Nicht nur Drohnen, sondern auch ballistische Raketen: Nach iranischen Medienberichten hat das Mullah-Regime nun auch Marschflugkörper auf Israel abgefeuert. Es soll die dritte Angriffswelle sein. Mittlerweile ist die Rede von Hunderten Flugkörpern, die Richtung Israel unterwegs sind. Zudem sollen die Huthi-Rebellen im Jemen ebenfalls Drohnen auf den Weg geschickt haben.

23:44 Uhr: Bitcoin-Crash? Der Kurs stürzt wegen Israel-Iran-Eskalation massiv ab

Nach den ersten Berichten über den Drohnenangriff auf Israel stürzt der Bitcoin-Preis direkt massiv ab. Die Kryptowährung verlor schlagartig über 7 Prozent und stürzte von 67.200 US-Dollar auf aktuell knapp über 62.000 US-Dollar ab!

23:15 Uhr: Jordanien will Drohnen abschießen

Wird das Nachbarland Jordanien zu einem wichtigen „Schutzschirm“ Israels in dieser Nacht? Der Staat kündigte jetzt an, alle Drohnen abzuschießen, die in den Luftraum des Landes eindringen.

23.05 Uhr: Steffen Seibert wendet sich an „alle deutschen Landsleute“ in Israel

Deutschland Botschaft Steffen Seibert, früher Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel und ZDF-Moderator, meldete sich über X. Er spricht von einem „Direktangriff wie noch nie“. Er appelliert: „Alle deutschen Landsleute bitte ich dringend, zu Ihrer Sicherheit den Anweisungen des Home Front Command und der lokalen Behörden zu folgen.“

22.58 Uhr: Drohnen kommen auch aus dem Jemen! Iran schickt zweite Welle

Auch die  schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen, Verbündete des Mullah-Regimes in Teheran, beteiligen sich nach neuesten Meldungen am Angriff auf Israel! Aus dem Staat im Süden der Arabischen Halbsinsel sollen ebenfalls mehrere Drohnen auf den Weg nach Israel geschickt worden sein. Aus dem Iran soll derweil eine zweite Welle an Drohnen gestartet sein! Eine Videoaufnahme soll eine fliegende Drohne zeigen.

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Bei den eingesetzten iranischen Kamikaze-Drohnen soll es sich um welche des Typs Shahed 131 oder 136 handeln. Eine solche Drohne soll im Südosten des Irak beim Überflug gefilmt worden sein. Der Sicherheitsexperte Professor Carlo Masala ordnet auf X ein, dass solche Drohnen aus iranischer Produktion auch vom Putin-Regime im Krieg in der Ukraine eingesetzt worden sind und noch werden. Er geht davon aus, dass die Anzahl der Drohnen die israelische Luftverteidigung „übersättigen“ soll. Können gegebenfalls nicht alle Drohnen ausgeschaltet werden und kommt es zu Einschlägen?

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22.52 Uhr: Ziviler Luftverkehr in der ganzen Region praktisch eingestellt

Im ganzen Luftraum zwischen dem Iran und Israel gibt es aktuell praktisch keinen zivilen Luftverkehr mehr. Auch über dem Irak, Syrien und Jordanien fliegen Passierflugzeuge aktuell eine Schleife oder starten gar nicht erst. Ein entsprechendes Bild von Flightradar24 teilte der Deutschlandfunk-Redakteur Benjamin Hammer, der früher aus Tel Aviv berichtete.

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22.42 Uhr: Israelisches Militär in „höchster Alarmbereitschaft“ wegen Drohnenangriff

Neue Informationen zum Drohnenangriff auf Israel: Es sollen über 50 Kampfdrohnen vom iranischen Territorium aus in Richtung Israel geschickt worden sein. Das israelische Militär, mitsamt des Abwehrsystems Iron Dome, Kampfjets und Marineschiffe, sei in „höchster Alarmbereitschaft“ und überwache die Situation. Militärsprecher Daniel Hagari betonte, die Armee beobachte die Lage und alle Abwehrsysteme seien bereit. Zudem werde der GPS-Empfang in verschiedenen Landesteilen unterdrückt. 

22.08 Uhr: Drohnen-Angriff! Iran schickt offenbar Schwarm von Kampfdrohen nach Israel

Es scheint nun tatsächlich zu beginnen! Laut israelischen Medienberichten hat der Iran mit dem Angriff auf Israel begonnen. Dutzende Drohnen seien durch die iranischen Revolutionsgarde auf den Weg nach Israel geschickt worden, sie erreichen das Land demnach nach mehreren Flugstunden in der Nacht zum Sonntag. Die „Jerusalem Post“ berichtet, dass eine Drohe etwa neun Stunden braucht, um den Luftraum über Israel zu erreichen. Das bietet der israelischen Luftverteidigung die Möglichkeit, rechtzeitig auf den Drohnenangriff zu reagieren.

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Derweil wird das Kriegskabinett Israels ebenfalls in der Nacht in einem Bunker in Tel Aviv das weitere Vorgehen besprechen.

20:20: Israel bereitet Bevölkerung auf Iran-Angriff vor

Da die Sorge vor einem möglichen iranischen Vergeltungsangriff wächst, hat die israelische Armee neue Schutzanweisungen für die Zivilbevölkerung veröffentlicht. Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari sagte vor Journalisten, es solle von Sonntag an keinen Schulunterricht oder andere Bildungsaktivitäten, keine Ferienlager und keine organisierten Ausflüge geben. Am Sonntag (14. April) beginnen zweiwöchige Schulferien zum jüdischen Pessach-Fest.

Am Arbeitsplatz sollen die Bürger besonders in diesen Gebieten darauf achten, dass sie notfalls rasch einen Schutzraum erreichen können. 

17:57: Israel-Sprecher droht Iran nach Schiffskaperung

Der Sprecher des israelischen Militärs Daniel Hagari drohte nach der Beschlagnahmung des Containerschiffs „MSC Aries“: „Der Iran wird die Konsequenzen tragen, wenn er sich für eine weitere Eskalation dieser Situation entscheidet.“  Die israelische Armee sei auf alle Szenarien vorbereitet und habe seine Bereitschaft erhöht, „um Israel vor weiteren iranischen Aggressionen zu schützen. Wir sind auch bereit, darauf zu reagieren“.

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15:55: Mitarbeiter müssen deutsche Botschaft in Iran räumen

Durch die drohende militärische Eskalation zwischen dem Iran und Israel verlassen die Familienangehörigen der Entsandten an der deutschen Botschaft in Teheran den Iran. Dazu werden weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, teilt ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin mit. Schon am Freitag (12. April) hatte das Baerbock-Ministerium alle deutschen Staatsangehörigen im Iran aufgefordert, das Land schnellstmöglich zu verlassen. 

15:30: Iranische Revolutionsgarden entern Schiff mit Israel-Verbindung

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat ein Containerschiff beschlagnahmt. Das Schiff mit Verbindungen zu Israel befinde sich nach der Festsetzung auf dem Weg in iranische Gewässer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur „Irna“. Videos der Agentur zeigten den Einsatz von Kommandosoldaten, die sich von einem Militärhubschrauber auf das Deck des Schiffes abseilten.

Bei dem Schiff handelte es sich um das Containerschiff „MSC Aries“, das nach Informationen des israelischen Armee-Senders unter der Flagge Portugals fährt.

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