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„Hart aber fair“ (ARD): FDP-Frau stellt Sahra Wagenknecht an die Wand – „Warum Sie sich derart radikalisiert haben“

In der aktuellen „Hart aber fair“-Sendung (ARD) richtet FDP-Politikerin Strack-Zimmermann deutliche Worte an Sahra Wagenknecht.

Wagenknecht
© IMAGO / Müller-Stauffenberg

Sahra Wagenknecht: So sieht ihre politische Laufbahn aus

Die Linken-Politikerin hatte bereits diverse Ämter innerhalb ihrer Partei inne. Jetzt fällt sie mit Äußerungen zur Corona-Impfung und zu einer allgemeinen Impfpflicht gehäuft auf.

Dass es bei der aktuellen Folge „Hart aber Fair“ am Montagabend (27.02.) hochhergehen wird, war an der Gästeliste abzusehen. Krawall war vorprogrammiert und – ach Wunder – es gab ihn auch. Das Thema der ARD-Sendung, die Gäste, wer sich mit wem verkeilt hat – alles Wichtige im Überblick.

Das Thema der Sendung: „Frieden mit Putins Russland: Eine Illusion?“

Die Gäste: Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckhardt (B’90/Grüne), Abgeordnete Sahra Wagenknecht (Die Linke), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Politikwissenschaftler Herfried Münkler und, zugeschaltet, der Oberstleutnant der ukrainischen Armee Sergij Osatschuk.

„Hart aber fair“ (ARD): Klamroth nimmt Wagenknecht in die Zange

Pikanter Moment: Der Moderator der Sendung Louis Klamroth zeigte gleich zu Beginn einen Ausschnitt aus der Anne-Will-Sendung vom 20.02.2022 (zwei Tage vor Kriegsbeginn am 24.02), in dem Sahra Wagenknecht zu sehen war, wie sie sagte: „Russland, das ist ja relativ deutlich, haben faktisch kein Interesse daran, in die Ukraine einzumarschieren, natürlich nicht!“ Und weiter erklärte sie, dass Putin nicht so wäre , wie er dargestellt würde, nämlich wie „ein durchgeknallter, russischer Nationalist, der sich daran berauscht Grenzen zu verschieben“.

Die gehörige Fehlanalyse schmälerte Wagenknechts Selbstgewissheit in keiner Weise. Während Russland milde davon kam, schob sie gewohnt selbstbewusst allen anderen Beteiligten und Unbeteiligten an dem Krieg die Schuld in die Schuhe. Moderator Klamroth fiel ihr mehrfach ins Wort, verlangte Antworten auf seine Fragen statt ausweichender Erklärungen.

Strack-Zimmermann geht Wagenknecht an

Woraufhin einer der persönlichsten Moment der Sendung folgte: Es kam der Vorwurf auf, Wagenknecht habe auf der Demonstration am Samstag (25.02) FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann als „Kriegstreiberin“ bezeichnet haben.

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, auch in der Sendung zu Gast, wandte sich daraufhin ganz direkt an Wagenknecht: „Das ist eine ganz widerwärtige Unterstellung und ich möchte das auch vor laufender Kamera hier sagen. Wenn Sie eine sachliche Diskussion einfordern – die führe ich gerne mit Ihnen. Wenn Sie aber härter angegangen werden, sich einrollen, gleichzeitig aber so austeilen, hat das mit Sachlichkeit nichts mehr zu tun.“



Um dann persönlicher hinterherzuschieben: „Es gab 2020 einen wirklich guten Film, der Sie einige Monate begleitet hat. Fand das sehr spannend. Ich hab mir den mit großem Interesse angeschaut, weil Sie in diesem Moment auch gezeigt haben, dass Politikerinnen wie wir auch eine Verletzlichkeit haben. Mir ist es völlig schleierhaft, warum Sie sich emotional derart radikalisiert haben“. Darauf blieb Wagenknecht nur ein Schweigen.