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Regierung über Gaza: „Wir sehen dieses Leid!“ – Baerbock macht Ankündigung

Die Bundesregierung will der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen helfen. Die Lage dort spitzt sich immer weiter zu.

Millionenhilfe für den Gaza-Streifen.
© IMAGO / Pacific Press Agency, IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Krawalle bei pro-palästinensischen Protesten in Berlin

Im Berliner Stadtteil Neukölln ist es in der Nacht erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen bei pro-palästinensischen Protesten gekommen. Mehrere Polizisten wurden verletzt.

Außenministerin Annalena Baerbock hat sich höchst besorgt zur Situation im Gaza geäußert. Unter dem durch den Hamas-Terroranschlag ausgelösten neuen Krieg in Israel leidet vor allem auch die palästinensische Zivilbevölkerung.

Die Regierung will den notleidenden Menschen nun helfen, wie Baerbock am Donnerstag ankündigte.

„Es fehlt an allem!“ – Bundesregierung über Lage in Gaza

„Die Lage in Gaza ist katastrophal“, schrieb das Auswärtige Amt über X (früher Twitter). „Wir sehen dieses Leid. Es fehlt an allem.“ Daher habe sich die deutsche Regierung dazu entschieden, die humanitären Hilfen für die Zivilbevölkerung um 50 Millionen Euro zu erhöhen.

Das erklärte Baerbock bei ihrem Staatsbesuch in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Damit diese Soforthilfe auch ankommt, arbeite man intensiv daran, dringend notwendige humanitäre Zugänge nach Gaza zu schaffen.

Nahrungsmittel und Medikamente sollen geliefert werden

Deutschland konzentriere sich darauf, die notleidende Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen sowie die Gesundheitsversorgung zu verbessern (mehr dazu hier), sagte Baerbock. „Wir bereiten uns darauf vor, medizinische Teams auch nach Gaza entsenden zu können“, kündigte die Ministerin an. Insbesondere schwer verletzte Kinder sollen behandelt werden.

Nach Angaben der Terror-Organisation Hamas soll es über 3.785 Tote im Gazastreifen geben. Diese Zahl lässt sich nicht unabhängig überprüfen und kommt aus keiner verlässlichen Quelle. Sicher ist jedoch, dass die Lage für die 2,4 Millionen Menschen prekär ist. Zeitgleich mit der Bombardierung und der Abriegelung des Palästinensergebiets stoppte Israel auch die Lieferung von Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser.

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Am Freitag sollen über Ägypten erste Hilfsgüter den abgeriegelten Gazastreifen erreichen. Der ägyptische TV-Sender Al Kahera meldete am Donnerstag die beabsichtigte Öffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Palästinensergebiet. Seit Tagen warten dort laut Augenzeugen „150 Lastwagen“, die Hilfsgüter bringen sollen.


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Baerbock: Kein Frieden mit Hamas möglich

Baerbock machte in ihrem Statement auch klar, dass Deutschland fest und solidarisch an der Seite Israels stehe. Das Land habe das Recht, sich gegen Angriffe auf sein Volk zu verteidigen. Der Terror der Hamas müsse bekämpft werden, sonst könne es keinen Frieden geben. Weder für Israelis noch für Palästinenser und auch nicht für die ganze Region.