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Energie: Habecks Gas- und Ölverbot wird dich einiges kosten – „Selbst ins Knie schießen“

Damit Deutschland treibhausgasneutral wird, will Robert Habeck nun Gas- und Ölheizungen verbieten. Das kommt Verbrauchern aber teuer zu stehen.

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Bis 2045 soll sich in Deutschland beim Energie-Sektor einiges tun. Denn dann soll die Bundesrepublik treibhausgasneutral werden. Dafür will Wirtschaftsminister Robert Habeck nun Gas- und Ölheizungen verbieten.

Doch wer sich nicht an die neuen Vorschriften hält, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Auch Experten stellen sich bei der Idee quer. War Habecks Energie-Plan nicht ganz durchdacht?

Energie: Gas- und Ölverbot kommt Verbrauchern teuer zu stehen

Um nachhaltige Energie voranzutreiben, soll der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen ab 2024 verboten werden. Laut „Bild“-Bericht sollen bereits eingebaute Öl- und Gasheizungen nur noch maximal 30 Jahre laufen dürfen. Ab 2045 gibt es für die Nutzung von fossilen Heizungen dann ein komplettes Verbot. Geht eine Heizung kaputt, habe man für eine klimafreundlichere Umstellung drei Jahre Zeit.

Schornsteinfeger überprüfen dann, ob sich Verbraucher auch an diese neuen Vorschriften halten. Wer sich an das Verbot von Öl- oder Gasheizungen nicht hält, muss ordentlich in die Tasche greifen. Denn dann gibt es eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 50.000 Euro! Wer auf klimafreundlichere Alternativen umrüsten will, muss bisher aber ebenso mit hohen Kosten für die Anschaffung rechnen. Habeck machte deswegen in der „Tagesschau“ bereits deutlich, dass er einen starken staatlichen Förderbedarf beim Umstieg auf klimafreundliche Heizungen sehe.

Energie: Habeck-Plan ein Schuss ins eigene Knie?

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat den Plan der Bundesregierung zum Verbot neuer Gas- und Ölheizungen ab 2024 kritisiert. „Gasheizungen generell zu verbieten, ist falsch“, sagte Grimm der „Süddeutschen Zeitung“. „Die Regierung könnte sich durch solche Verbote ins Knie schießen.“ Womöglich ließen sich „gar nicht schnell genug die Häuser sanieren, Wärmepumpen herstellen und einbauen, um die Gasheizungen zu ersetzen“, sagte die Energieexpertin, die Mitglied des Sachverständigenrates ist. 


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Auch in der „Ampel“-Koalition spitzt sich der Streit über das weitgehende Verbot von Öl- und Gasheizungen zu. So kündigte die FDP bereits Widerstand gegen die Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) an. Sie wirft den Koalitionspartnern seit Bekanntwerden der Pläne vor, damit weit über die getroffenen Vereinbarungen hinauszugehen und will sie stoppen.