Bundeswehr: Braut sich da was in der Truppe zusammen? Geheimdienst ermittelt mit Hochdruck

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht setzt auf den Militärischen Abschirmdienst.
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht setzt auf den Militärischen Abschirmdienst.
Foto: picture alliance / dpa | Federico Gambarini, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Im Verteidigungsministerium ist man alarmiert: Der Geheimdienst der Bundeswehr, der Militärische Abschirmdienst, hat jetzt einen besonderen Auftrag erhalten.

Es geht um mögliche gewaltbereite Corona-Querdenker und Impfgegner in den Reihen der Bundeswehr.

Bundeswehr: Braut sich etwas in der Truppe zusammen? Geheimdienst ermittelt

Oberfeldwebel Andreas Anton O. rief zum Jahreswechsel zum Kampf gegen die Regierung auf und fantasierte von Leichen, die er „auf den Feldern verstreuen“ wollte.

Am 30. Dezember wurde er schließlich festgenommen, nachdem er in einem Drohvideo dem Staat ein Ultimatum setzte, um die Corona-Maßnahmen zurükzunehmen. Die Festnahme erfolgte auf dem Münchner Odeonsplatz.

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Mehr zur Bundeswehr:

  • Die Bundeswehr wurde 1955 gegründet
  • Die Streitkräfte bestehen aus Heer, Luftwaffe und Marie.
  • Rund 182.000 aktive Soldaten dienen in der Bundeswehr, davon etwa 23.000 Frauen.
  • Verteidigungsministerin ist Christine Lambrecht (SPD).
  • Der Generalinspekteur ist Eberhard Zorn.

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Nun will die neue Verteidigungsministerin Christina Lambrecht wissen, ob der Vorfall nur ein Sturm im Wasserglas war oder ob der Gebirgsjäger aus der Kaserne Bad Reichenhall Teil eines Netzwerks aus Querdenkern ist – in Uniform und ausgebildet an Waffen.

Nach Informationen des „Spiegel“ hat das Verteidigungsministerium daher den Militärische Abschirmdienst damit beauftragt, nach weiteren radikalen Querdenkern in der Truppe zu suchen.

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Fest steht, dass Oberfeldwebel O. in einer Telegram-Gruppe namens „Soldaten für das Grundgesetz“ ist. Aktuell soll die Gruppe rund 6100 Mitglieder haben. Wie viele davon aktive Bundeswehrsoldaten sind, ist unbekannt.

Vor Silvester kam der Name eines weiteren Offiziers an die Öffentlichkeit: Oberstleutnant Daniel F., der in Euskirchen stationiert ist. Dieser wurde in der Szene durch Briefe bekannt, in denen er bei Vorgesetzen gegen die Impfpflicht bei der Truppe protestierte. Die Schreiben postete er selbst im Netz.

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Auch wenn er – anders als sein bayerischer Kamerad – nicht offen mit Gewalt drohte, bekam er nach „Spiegel“-Informationen vor Silvester Besuch von Polizeibeamten, die bei ihm eine Gefährderansprache durchführten.

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In einem Facebook-Beitrag kündigte Daniel F. zuvor an, dass er einen Kampf führen werde und vorangehen werde für all jene, „die nicht die Kraft, den Mut oder Möglichkeiten haben, sich zu wehren“.

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