Armin Laschet: Attacke gegen Olaf Scholz (SPD) – „Scholz soll sich entschuldigen!“

Der kommende Kanzler? Die Karriere des Armin Laschet

Der kommende Kanzler? Die Karriere des Armin Laschet

Mit seiner Wahl zum CDU-Parteichef ist NRW-Ministerpräsident Armin Laschet einer der aussichtsreichsten Kandidaten aufs Kanzleramt geworden.

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Der Bundeswahlkampf ist in vollem Gange und die Kanzlerkandidaten haben die Ellenbogen mächtig ausgefahren. Auch Armin Laschet lässt wenig unversucht, gegen seine Konkurrenz zu schießen.

Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ teilt Armin Laschet heftig gegen Olaf Scholz aus und kritisiert sein Verhalten rund um die Durchsuchungen im Bundesfinanzministerium und die fehlende Abgrenzung seiner Partei nach links.

Armin Laschet mit harschen Worten

Rund zwei Wochen vor der Bundestagswahl gerät der Kanzlerkandidat der SPD und Bundesfinanzminister noch einmal mächtig unter Druck. Eine Razzia im Zuge von Ermittlungen gegen die Zoll-Spezialeinheit FIU in seinem Ministerium könnte ihm auf der Zielgeraden teuer zu stehen kommen. (>>>Hier mehr Hintergrundinfos.)

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Das ist Armin Laschet

  • geboren 18. Februar 1961 in Aachen
  • Mutter Marcella Laschet, Vater Heinrich Laschet
  • studierte Rechts- und Staatswissenschaften in München und Bonn
  • war als freier Journalist unter anderem für das Bayerische Fernsehen tätig
  • von 1999 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag and er Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen)
  • seit 2017 ist der Ministerpräsident von NRW
  • 2021 wurde er CDU-Vorsitzender.

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Besonders aus Kreisen der Union kritisiert man Olaf Scholz scharf dafür, wie er auf die Durchsuchung in seinem Ministerium reagierte. Auch von Armin Laschet hagelt es nun harsche Worte.

Im Interview stellt Laschet die Kompetenz seines Kontrahenten infrage. Darauf angesprochen, ob Olaf Scholz für Kontinuität in Deutschland stehe, witterte er seine Chance zum Seitenhieb wegen möglicher Koalitionsbündnisse und Scholz' Kritik an der Razzia in seinem Ministerium.

Armin Laschet: „Scholz soll sich entschuldigen!“

„Eine Raute macht noch keinen Kanzler. Wir als Union sind das Original. Seine Partei strebt eine linke Republik an. Es geht in meinen Kopf nicht rein, warum die SPD nicht einfach klipp und klar sagt: Mit uns wird es kein Bündnis mit der Linkspartei geben,“ erklärt Laschet.

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Und weiter holt er im Interview mit „Bild am Sonntag“ aus: „Und es war bisher auch nicht üblich, bei Durchsuchungen im eigenen Ministerium die Unabhängigkeit der Richter und Staatsanwälte in Zweifel zu ziehen. Das ist Wasser auf die Mühlen von Populisten. Olaf Scholz sollte sich schnell für seine gefährliche Verdächtigung der Justiz entschuldigen.“

Harsche Kritik vom Kanzlerkandidaten der Union. Die Oppositionsparteien Grüne, FDP und Linke beantragen derweil eine Sondersitzung des Finanzausschusses. Scholz solle dort noch vor der Wahl zur „umfassenden Aufklärung der Vorgänge“ beitragen. (cm)