Polizistenmorde in Kusel: Schreckliche neue Details zum Tathergang – Polizistin überlebte ersten Schuss

Ungelöste Kriminalfälle - Annette L.

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Seit 2010 wird die Polizistin Annette L. aus Gelsenkirchen vermisst. Hat ihr Mann etwas mit Verschwinden zu tun?

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Ende Januar wurde Deutschland von einem schrecklichen Verbrechen erschüttert, bei dem zwei Polizisten bei Ulmet im Kreis Kusel erschossen wurden. Nun gibt es neue Details zu den Polizistenmorde in Kusel.

Andreas S., der mutmaßliche Todesschütze, muss sich nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern legt ihm den Mord an den beiden Polizeibeamten zur Last. Wie nun bekanntgegeben wurde, soll der Mann bei der Tat in Kusel noch kaltblütiger gehandelt haben, als zunächst angenommen.

Polizistenmorde in Kusel: Staatsanwaltschaft enthüllt neue Details – Polizeianwärterin überlebte ersten Schuss

Nach dem Mord an zwei Polizisten in der Nähe von Kusel am 31. Januar 2022 ist Anklage gegen den 38-jährigen Hauptverdächtigen erhoben worden. Die Ermittlungen hätten bestätigt, dass der mutmaßliche Wilderer allein die tödlichen Schüsse auf die Beamten abgegeben habe, teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Dienstag mit. Das Verfahren gegen den 33-jährigen Begleiter sei hinsichtlich des Mordvorwurfs eingestellt worden. Das Landgericht Kaiserslautern muss über die Eröffnung der Hauptverhandlung entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft legt den Angaben zufolge dem 38-Jährigen neben den bisher bekannten Schüssen einen weiteren, dritten Schuss mit der Schrotflinte zur Last. Zuerst habe er mit seiner Schrotflinte einen Schuss auf die 24-jährige Polizistin abgefeuert, mit der er sie schwer verletzte. Dann habe er ihren Kollegen (29) mit einem Schuss aus der Schrotflinte und drei Schüssen aus dem Jagdgewehr getötet. Als er bemerkt habe, dass die junge Polizeianwärterin den ersten Schuss überlebt hatte, soll Andreas S. der auf der Straße liegenden Frau mit der Schrotflinte in den Kopf geschossen haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Polizistenmorde in Kusel: Wilderei als Motiv

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann seine Jagdwilderei vertuschen wollte, nachdem die Polizisten bei einer Kontrolle auf der Landstraße das Wild im Wagen entdeckt hatten. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass er zum Zeitpunkt der Tat seinen Lebensunterhalt im Wesentlichen durch Wilderei verdient habe. Daher lautet die Anklage auf Mord aus Habgier.

Beiden Angeschuldigten wirft die Staatsanwaltschaft gewerbsmäßige Jagdwilderei vor. Wegen weiterer Wildereivorwürfe ermittele die Staatsanwaltschaft Saarbrücken. Dem 33-jährigen Komplizen wirft die Staatsanwaltschaft außerdem versuchte Strafvereitelung vor, da er nach der Tat geholfen haben soll, Spuren der Morde zu beseitigen. Die psychiatrischen Gutachten sähen nach ihrer vorläufigen Bewertung bei keinem der beiden Angeschuldigten eine Einschränkung der Schuldfähigkeit.

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Weitere Informationen zu den schrecklichen Polizistenmorden in Kusel:

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Auch Ehefrau des mutmaßlichen Polizistenmörders aus Kusel unter Verdacht

Auch gegen die Ehefrau des 38-Jährigen ermittelt die Staatsanwaltschaft den Angaben zufogle. Sie habe die Schrotflinte und das Jagdgewehr im Saarland erworben. Ihr wird fahrlässige Tötung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. (alp mit epd)

>>> Mehr zum Verlauf der Ermittlungen, erfährst du in unserem Blog zu den Polizeimorden in Kusel <<<