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Mexiko: Todes-Drama! Deutscher Auswanderer geht raus zum Rauchen – plötzlich trifft ihn ein Schuss

Ein dramatischer Überfall in Mexiko kostete einem deutschen Auswanderer sein Leben. Dabei wollte er nur eine Zigarette rauchen.

Sie hatten den Traum vom Auswandern – doch dann kam alles anders. Ein Paar aus Hamburg wurde Anfang Juni aus seinem neuen Leben in Mexiko gerissen. Ein brutaler Überfall sollte alles verändern.

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Ein Schuss – und auf einen Schlag war die Welt nicht mehr dieselbe wie vorher. Der Freund war tot und seine Freundin verletzt. Das ist die tragische Geschichte einer Frau, die nach Mexiko auswanderte und sich nun nach dem schrecklichen Verlust ihres Partners zurück ins Leben kämpft.

Mexiko: Deutsches Paar überfallen 

Nach etwa einem Jahr Beziehung entschloss sich das Paar aus Hamburg, mit Hund im Gepäck nach Mexiko zu gehen. „Freiheit, Spontanität und Unabhängigkeit waren uns wichtig“, schildert die 32-Jährige gegenüber RTL. Ein halbes Jahr passte das Paar dort auf ein Haus mit drei Hunden in Quintana Roo auf – mitten im Dschungel.


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Es war eine wunderschöne Zeit, sagt die 32-Jährige. Doch am 8. Juni war diese auf einen Schlag vorbei. Kurz nach 23 Uhr wollte ihr zwei Jahre älterer Freund auf die Terrasse und noch eine Zigarette rauchen. „Dann hörte ich ihn schreien.“ Er kam zurückgerannt, hinter ihm ein maskierter Mann. „Der kam mit ausgestrecktem Arm und hat die Waffe auf uns gerichtet.“

Eine tödliche Entscheidung

Da das Paar kaum Spanisch sprechen konnte, war die Verständigung schwierig. Dass dies nicht ihr Haus sei und sich der Einbrecher und seine Komplizen alles nehmen könne, schien dieser nicht zu verstehen. Er drängte das Paar in die Ecke, da bekam die Frau Panik und rannte schreiend die Treppe herunter. Doch niemand hörte sie – schließlich lag das Haus sehr abgelegen.

Sie stolperte und gleich waren die Männer hinter ihr. „Sie haben mir mit der Waffe gegen den Kopf gehauen und mich getreten.“ Da wollte ihr Freund einschreiten. „Er hat gesagt, lasst sie in Ruhe“, erzählt die 32-Jährige weiter. Das sollten seine letzten Worte gewesen sein.

Deutscher Auswanderer hingerichtet

„Dann haben sie ihm in den Rücken geschossen und er ist flach auf den Boden gefallen“, erinnert sich die Deutsche. Sie versuchte erneut, das Weite zu suchen, als sie eine Kugel in den Rücken traf. Es folgten Prügel, sie wurde gefesselt und davongeschleppt. Dann sagten die Männer, sie würden am nächsten Tag zurückkommen und dann sollte sie besser Geld dabeihaben.

Die 32-Jährige versuchte, zu ihrem Freund zu kommen, hatte jedoch bereits so viel Blut verloren, dass sie zusammenklappte. Ein Nachbar eilte zur Hilfe und rief einen Krankenwagen. Doch sollte es ganze sieben Stunden dauern, bis der Rettungshubschrauber ihr Haus erreichte – für sie noch rechtzeitig, für ihren Freund viel zu spät. Er war bereits tot.

Mexiko: Kein Geld fürs Krankenhaus

„Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe“, sagt die Deutsche rückblickend. „Ich sage die ganze Zeit, dass der Schmerz mich wirklich am Leben gehalten hat.“ Im Krankenhaus musste sie mehrfach operiert werden, denn die Kugel hatte ihre Wirbelsäule und ihren Darm verletzt. Mittlerweile ist sie wieder auf dem Weg der Besserung, aber zurück nach Deutschland kann sie noch nicht.


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Das liegt unter anderem auch an der fehlenden Auslandskrankenversicherung und damit auch am Geld. Deshalb haben ihre Freunde in Hamburg eine gofundme-Spendenaktion ausgerufen. „Wir wollen sie wieder zurück nach Deutschland holen und wollten ihren Vater nach Mexiko bringen, damit sie da nicht allein ist“, erzählt eine Freundin. Von den 50.000 Euro sind bislang allerdings erst gut 16.000 Euro zusammengekommen.

Neue Hoffnung für deutsche Auswanderin

Aber wie steht es neben ihrem körperlichen Leiden um ihren seelischen Schmerz? „Wenn Angst und Emotionen hochkommen, muss man sie fühlen, verarbeiten, atmen, vergeben und loslassen“, weiß die 32-Jährige aus Erfahrung. Nach Verlust ihrer Mutter, ihres Stiefvaters und nun auch ihres Freundes will sie nach ihrer Rückkehr nach Hamburg anderen Menschen bei der Verarbeitung ihrer Sorgen helfen. „Ich will mich weiterbilden und Retreats anbieten, für Menschen mit Traumata.“ Mit diesem Gedanken im Kopf schöpft die Auswanderin neue Hoffnung.