Lidl: Kunde überzieht Parkdauer um 68 Sekunden – wie der Discounter reagiert, überrascht ihn

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

Lidl: Die Erfolgsgeschichte des Discounters

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Parkzeit auf dem Lidl-Parkplatz überzogen? Das kann sehr schnell sehr teuer werden, wie ein Kunde letztens feststellen musste.

Dabei war er gerade mal 68 Sekunden über der Zeit. Doch das machte zu seinem Bedauern keinen Unterschied. Für die Überziehung musste der Lidl-Kunde direkt eine Strafe zahlen.

Das sah er jedoch nicht ein und beschwerte sich bei dem Discounter. Wie der darauf reagierte, überraschte den Kunden – im positiven Sinne.

Lidl: nur eine Minute über der Parkdauer – Kunde beschwert sich beim Discounter: „Nötigung“

Man sollte meinen, dass eine Überziehung der Parkdauer um eine Minute nicht gleich geahndet wird. Doch bei diesem Kunden gab es da keine Ausnahme. Als er zu seinem Auto auf dem Lidl-Parkplatz einer Düsseldorfer Filiale zurückkehrte, klebte da ein Strafzettel an der Scheibe. Er hatte zwar lediglich eine gute Minute überzogen, trotzdem sollte er direkt 24,95 Euro dafür zahlen.

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Das ist Lidl:

  • Die ersten Lidl-Filialen wurden in den 70ern in Ludwigshafen eröffnet
  • 1999 führt Lidl als erster Discounter Scannerkassen ein
  • Lidl hat in fast allen Ländern Europas Filialen
  • sogar in den USA gibt es rund 100 Filialen
  • weltweit über 190.000 Mitarbeiter, in Deutschland über 70.000 (Stand 2020)

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„Nach exakt 68 Sekunden wurde mir das Ticket ausgestellt“, beschwerte sich der Wolfgang E. „Das ist schon eine Sauerei und Abzocke für mich.“ Ebenso stand auf dem Strafzettel eine Warnung. Wenn er das Geld nicht innerhalb von 14 Tage bezahlen sollte, käme direkt noch eine Gebühr oben drauf. Das empfand der Kunde als „Nötigung“ – zurecht, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen findet.

Um diese zusätzlichen Strafgebühren nicht zahlen zu müssen, lenkte Wolfgang E. ein und beglich die Rechnung. Allerdings legte er dann noch Beschwerde ein – mit Erfolg.

Lidl: Kunde muss Strafe zahlen für zu langes Parken – jetzt hat er DIESES Anliegen

Lidl selbst hatte jedoch mit der Ausstellung des Strafzettels wenig zu tun. Dafür war die Firma Safe Place zuständig, die eine Vielzahl von Parkplätzen in Deutschland betreut. Dass diese innerhalb kürzester Zeit das Knöllchen ausstellte, lag an der dort installierten Technologie. Statt durch Servicemitarbeiter, wurde dort mittels Sensoren kontrolliert.

„Damit stellen wir sicher, dass der vielerorts sehr begrenzte Parkraum den Kunden der jeweiligen Eigentümer zur Verfügung steht und nicht durch Fremdparker dauerhaft blockiert wird“, so der Geschäftsführer André Westhoff. Die Beschwerde des Kunden bei Safe Place sorgte nicht direkt für einen Erfolg, doch bei Lidl nahm man sich dem Geschädigten dann letztendlich an.

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Zu seiner Überraschung erhielt der Kunde einen Einkaufgutschein über den Wert der Strafgebühr: 25 Euro! Eine Rückerstattung war nicht möglich, so „Yahoo“. Noch fast davongekommen, wendete sich der Kunde mit dem Anliegen an andere Lidl-Kunden, stets innerhalb der Höchstparkdauer zu bleiben. Falls diese doch einmal knapp überschritten werden sollte, könne man ja dann doch noch auf die Kulanz des Discounters hoffen. (mbo)