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Ikea geht an die Preise – Kunden fallen vom Glauben ab

Preis-Hammer bei Ikea! Wenn du dem schwedischen Möbelunternehmen demnächst einen Besuch abstattest, fällst du aus allen Wolken.

© IMAGO/Ulrich Roth

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

Ikea-Kunden sollten jetzt besser weiterlesen, denn das schwedische Möbelhaus-Unternehmen dreht gewaltig an der Preisschraube! Da werden Kunden ihren Augen wohl kaum trauen können…

Preis-Hammer bei Ikea! Der Möbel-Gigant senkt bei einzelnen Produkten weiterhin die Preise – sogar so stark, dass diese auf oder unter dem Preisniveau vor der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg liegen.

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20 Prozent des Ikea-Sortiments ist betroffen

Das ist für Verbraucher mal ein echter Hammer! Immerhin haben sich diese in den Krisen-Zeiten an horrende Preise mittlerweile fast schon gewöhnt. Doch dieses Mal ist es anders: Insgesamt 2000 Produkte sollen in diesem Jahr dauerhaft reduziert werden. Das sind etwa 20 Prozent des gesamten Sortiments, 80 Prozent sind nicht betroffen.

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„Nach den Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren erleben wir eine massive Deflation. Die Rohstoff-, Energie- und Transportpreise sinken. Wir wollen das an unsere Kunden weitergeben“, sagte Ikea-Chef Jesper Brodin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Preisreduzierungen sollen auch dazu dienen, „die Menschen in die Geschäfte zu locken“. Die Pläne für Reduzierungen kosten nach eigenen Angaben einen mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Branche hatte zuletzt große Probleme

Erst 2022 hatte Ikea die Preise weltweit deutlich angehoben – im Schnitt um neun Prozent. Pandemie, Wirtschaftskrise und Ukraine-Krieg hatten das Möbelgeschäft erschwert. „Wir konnten in allen Märkten sehen, dass die Leute weniger Geld im Portemonnaie hatten. Weltweit haben wir noch nie einen solchen Rückgang der Nachfrage erlebt“, sagte Brodin. Nun hat sich die Situation wieder normalisiert. Preisgünstigere Artikel seien jedoch nach wie vor besonders gefragt.


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Der Möbelhandel war von der schlechten Konsumstimmung zuletzt besonders betroffen. Die Branche klagt über einen erheblichen Umsatzeinbruch. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie rechnet für 2023 mit einem Umsatzminus von fünf bis sieben Prozent. Bei Ikea Deutschland liefen die Geschäfte zuletzt wieder deutlich besser. (mit dpa)