Facebook im Streit mit Apple – könnte er bestimmte Nutzer plötzlich Geld kosten?

Facebook und Apple führen seit längerem einen Datenschutz-Streit. (Symbolfoto)
Facebook und Apple führen seit längerem einen Datenschutz-Streit. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people gmbh

Das Online-Netzwerk Facebook ist mittlerweile weitaus mehr, als nur eine Plattform zum Freundschaften pflegen. Unzählige Daten werden jeden Tag auf Facebook ausgetauscht – wertvolle Daten, die vor allem für Werbetreibende nützlich sind.

Genau diese Daten haben jetzt zu einem erbitterten Streit zwischen Facebook und dem Technikriesen Apple geführt – und könnte am Ende iPhone-Nutzer teuer zu stehen kommen.

Facebook: Streit mit Apple wegen Datenspeicherung

Die nutzerbasierte Werbung auf Facebook basiert auf dem sogenannten App-Tracking. Facebook selbst erklärt auf seiner Website dazu: „Bei Facebook verwenden wir Daten, um personalisierte Anzeigen bereitzustellen. Das hat vor allem für kleine Unternehmen Vorteile und trägt dazu bei, dass unsere Apps und Dienste kostenlos bleiben.“

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Das ist Facebook:

  • das soziale Netzwerk ist seit dem 4. Februar 2004 online
  • wurde 2003 von Mark Zuckerberg entwickelt, der Vorgänger hieß „Facemash“
  • im Februar 2014 kaufte Facebook den Messenger-Dienst Whatsapp für vier Milliarden US-Dollar und 15 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien
  • rund 2,5 Milliarden Menschen greifen pro Monat aktiv auf Facebook zu
  • Facebook steht immer wieder wegen diverser Datenschutzpraktiken in der Kritik

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Doch Apple ist mit diesem Vorgehen nicht einverstanden – und hat mit der Einführung des Betriebssystems iOS 14.5. (erschien am 27. April) eine Eingabeaufforderung eingeführt, durch die Apps die Nutzer erst um Erlaubnis fragen müssen, um App-Tracking zu betreiben.

Laut Facebook wird die Maßnahme von Apple viele Kleinunternehmen „hart treffen, die ohnehin um die eigene Existenz ringen und für ihr weiteres Fortbestehen mehr denn je auf ein freies Internet angewiesen sind.“

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Facebook: Nutzer sollen Daten freigeben, damit Plattform kostenlos bleibt

In der Folge könnten Apps und Websites, „die bislang kostenlos waren, Gebühren für ihre Dienste erheben oder ganz von der Bildfläche verschwinden“, heißt es weiter seitens Facebook. Mit einem Hinweis, der IOS14.5-Nutzern erscheint, wenn sie die Plattform jetzt öffnen, kann der User durch Freigabe seiner Daten zum einen „relevantere Werbung“ erhalten – und „dazu beitragen, dass Facebook kostenlos bleibt“.

Bedeutet das also im Umkehrschluss, dass Facebook künftig Gebühren erheben wird, wenn Nutzer dem Unternehmen keinen Zugriff auf ihre Daten gewähren?

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Facebook-Finanzchef Dave Wehner gab kürzlich Entwarnung. Er gab an, dass man die Folgen von Apples neuen Datenschutz-Regeln auf das eigene Geschäft managen könne. Zudem baue Facebook seine Anzeigen-Systeme um, damit weniger Daten gezogen werden müssten, erklärte Facebook-Managerin Sheryl Sandberg laut „Bild“.

Es bleibt also jedem Facebook-Nutzer künftig selbst überlassen, ob er dem App-Tracking zustimmt. (kv)