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Edeka trifft gewagte Entscheidung: Kunden diskutieren hitzig über umstrittenes Produkt

Edeka trifft gewagte Entscheidung: Kunden diskutieren hitzig über umstrittenes Produkt

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u00a9 IMAGO/Bihlmayerfotografie

Edeka: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Edeka-Gruppe ist die größte Supermarktkette Deutschlands. Gegründet wurde die Edeka AG & Co. KG 1907 in Leipzig. Heute hat sie ihren Hauptsitzt in Hamburg.

Eigentlich meinte es der Warenhaus-Riese nur gut. Doch mit dieser Entscheidung brachte Edeka einige Kunden gehörig auf die Palme. Was war passiert?

Im Zentrum der Aufregung stehen ein beliebtes Produkt, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und einige irritierte Kunden von Edeka. Aber der Reihe nach.

Edeka mit umstrittener Entscheidung

Nachdem Russland im Februar seinen Angriffskrieg in der Ukraine begonnen hatte, gab es auf der ganzen Welt und in quasi allen Bereichen der Gesellschaft große Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine und seiner Bevölkerung. So entschieden viele Supermärkte sich zum Beispiel aus Solidarität dazu, alle russischen Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Edeka ging nun noch einen Schritt weiter.

Die Supermarkt-Kette änderte zuletzt den Namen einer beliebten Eis-Sorte. Das Eis-Sandwich „Moskauer Art“ der Edeka-Eigenmarke „Gut & Günstig“ erhielt den Namen „Kiewer Art“. Während manche Kunden diese kleine Geste als nette Solidaritäts-Bekundung empfanden, gab es von einigen anderen Kunden große Kritik an dieser Entscheidung.

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So schreibt ein Kunde auf der Facebook-Seite von Edeka: „Was hat diese Bösartigkeit mit Solidarität zu tun? Bei Rewe und Edeka sind alle russischen Produkte aus dem Regal geflogen. Was kann die russische Bevölkerung dafür? Ich bin fassungslos. Beide Seiten leiden an den Folgen des Krieges.“

Und ein anderer meinte ebenfalls: „Bei so einer Kampagne wird mir extrem übel. Was soll der Aufruf, keine russischen Produkte mehr zu kaufen? Was ist denn mit denen, die in Deutschland russische Lebensmittelgeschäfte betreiben? Schämt euch!“

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So reagiert Edeka

Edeka reagierte auf die Kritik und teilte mit: „Die Geschehnisse in der Ukraine machen uns nach wie vor sehr betroffen. Uns liegt es am Herzen, unsere Solidarität weiterhin zum Ausdruck zu bringen und wir sind der Überzeugung, dass man das auch mit kleinen Gesten zeigen kann.“

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Und weiter: „Wir möchten in dem Zusammenhang jedoch betonen, dass es keinesfalls in unserer Absicht liegt, russische oder russischstämmige Menschen zu diskriminieren. Die Benennung „Kiewer Art“ ist nur temporär, langfristig wird das Eis nur noch „Ice Snack Sandwich“ heißen.“