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dm-Kundin schaut sich die Einkaufstüten genauer an und dreht durch: „Das geht gar nicht“

dm: Die Erfolgsgeschichte des Drogeriemarktes

Die Einkaufstüten des Drogerie-Markts dm waren in der fast 50-jährigen Geschichte des Unternehmens noch nie ein großes Diskussions-Thema. Das scheint sich nun zu ändern.

Auf der Facebook-Seite von dm regte eine Kundin sich mächtig über die Tüten auf. Was die Frau stört, ist der Werbe-Slogan des Drogerie-Markts, der auf jeder Tüte zu lesen ist: „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein.“

Mit diesem Slogan wirbt dm seit knapp 30 Jahren. Erst jetzt scheint die Kundin darüber gestolpert zu sein.

dm: Kundin regt sich über Tüten auf

„Was soll dieser Satz überhaupt aussagen“, schreibt sie auf der Facebook-Seite von dm und klagt mit dem Pathos griechischer Philosophen an: „Wenn ich nicht bei dm einkaufe, bin ich kein Mensch? Ich bin Mensch, weil ich einkaufe – bei dm? Es ist menschlich einzukaufen und zu konsumieren? Ja, wir sind überhaupt erst Menschen, weil wir konsumieren? Sorry, aber das geht gar nicht.“

dm reagiert

Kaum hat die Kundin ihr antikapitalistisches Pamphlet niedergeschrieben, da folgt auch schon die Antwort von dm: „Deinen Hinweis zu unserem Claim haben wir mit Bedauern zur Kenntnis genommen.“

Und weiter schreibt das Unternehmen: „Wie du sicher weißt, geht er auf den Osterspaziergang im Faust I von Johann Wolfgang von Goethe zurück (Ich höre schon des Dorfs Getümmel, / Hier ist des Volkes wahrer Himmel, / Zufrieden jauchzet groß und klein: / Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!).“

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Unternehmensgründer Götz Werner sei großer Goethe-Fan, lässt der Drogerie-Markt wissen. „In den letzten 28 Jahren hat uns dazu auch nahezu keine Kritik erreicht“, stellt dm klar: „Mit dem Claim wird auch nicht behauptet, dass man kein Mensch ist, wenn man in anderen Geschäften oder Drogerien einkauft. Wir hoffen sehr, dass wir dir damit unsere Perspektive darlegen konnten.“

Offensichtlich hat dm mit der Erklärung noch nicht des Pudels Kern getroffen. Denn die Kundin ist durch das Statement nicht vollständig überzeugt. „Ich finde es nach wie wie vor nicht gut, Menschlichkeit und einkaufen in diesem Slogan zu vereinen“, schreibt sie.

Und ist so klug als wie zuvor. (dhe)