Deutsche Post: Paket-Empfänger sollen zahlen – dahinter verbirgt sich eine fiese Betrugsmasche

Sparkasse, DHL und Amazon: Vorsicht vor Phishing! So schützt du dich!

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Jeden Tag werden weltweit etliche Milliarden Spam-Mails verschickt. Ein Großteil davon sind sogenannte Phishing-Mails.

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Nachträglich noch mal Versandkosten zahlen? Das klingt an sich schon sehr suspekt. Doch die Deutsche Post hat Tag für Tage alle Hände voll zu tun – das zieht Kriminelle an. Und die nutzen die seltsamsten Mittel, um Leute hereinzulegen.

In diesem Fall ist das Perfide: Sie geben sich als Deutsche Post aus!

Deutsche Post: Betrüger unterwegs – daran kannst du sie erkennen

Mit einer E-Mail geben die Betrüger vor, von der Deutschen Post zu sein. Sie schreiben:

  • „Sehr geehrter Kunde:
    Dein Paket ist versandfertig.
    Bestätigen Sie die Versandkostenpauschale von 2,99€, indem Sie auf die Schaltfläche unten klicken“

Darunter ist ein Link gesetzt. Wenn unbedachte Nutzer auf die Schaltfläche klicken, gelangen sie auf eine Seite, die auf den allerersten Blick aussieht, als sei sie von der Post. Dort werden die Kredikartendaten abgefischt.

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Mehr News von der Deutschen Post:

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Doch wer ein bisschen mehr Aufmerksamkeit walten lässt, dem fällt der Fishing-Betrug schnell ins Auge:
So steht zwar in der Adresszeile der Mail „Deutsche Post“, dahinter folgt aber keine offizielle E-Mail-Adresse des Unternehmens. In dem Fall, der unserer Redaktion vorliegt, ist es stattdessen die Adresse contact(at)sendinblue.com. Die Post würde sich wohl kaum hinter so einer Adresse verstecken.

+++ Deutsche Post: Frau erhält Geburtstagspost – als der Bote DAS von ihr verlangt, fällt sie aus allen Wolken +++

Und auch die URL, also das, was in der Adresszeile im Browser steht, ist sehr verdächtig: Blockislanddaydreams. Das sieht nicht aus wie die Deutsche Post!

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Das ist die Deutsche Post DHL Group:

  • Post- und Paketdienstleister sowie Anbieter internationaler Express-, Speditions-, E-Commerce- und Supply-Chain-Management-Leistungen
  • Von 1998 bis 2002 schrittweiser Erwerb von DHL durch Deutsche Post AG
  • Konzern mit rund 550.000 Mitarbeiter in 220 Ländern
  • 66,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2020

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Deutsche Post: Hinweise schon in der Mail

Und es gibt noch einen weniger subtilen Hinweis: Der Text in der Mail selbst.
Es fehlt eine persönliche Ansprache des Kunden. Dann heißt es im ersten Satz „Du“, im zweiten Satz wird der vermeintliche Kunde gesiezt. Unlogisch auch, dass ein Kunde ein Paket versendet oder an sich senden lässt, für das er erst im Nachhinein die Versandgebühren bezahlen soll. Normalerweise bezahlen Kunden die Versandgebühr ja schon bei der Bestellung.

+++ Telekom, Vodafone und Co.: Warnung an Kunden! Fiese Betrugsmasche in Umlauf +++

Und wenn man nach diesen vielen Hinweisen dann doch auf den Link klickt, gilt: Nie die Kreditkartendaten angeben, wenn du nicht sicher bist, dass der Link echt ist! Besser den Browser schließen. Zur Sicherheit kann man dann noch einen Anti-Viren-Check machen!

Die Deutsche Post steht vor einer großen Herausforderung. DAS gab es noch nie!

Ein Kunde hatte jetzt gewaltigen Ärger mit seiner DHL-Boten. Die wollte ihm einfach nicht sein Paket herausgeben, selbst als er seine Connect App vorzeigte! Den Hintergrund für die ganze Geschichte erfährst du hier>>>