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Deutsche Post versinkt im Brief-Chaos – jetzt will sie die Kunden zur Kasse bitten

Die Deutsche Post steckt in der Klemme, Jetzt soll eine Lösung her. Die geht allerdings auf Kosten der Kunden.

Deutsche Post Zustellerin Briefe Fahrrad
© IMAGO / Michael Gstettenbauer

Deutsche Post: Päckchen nicht angekommen - was Du jetzt tun musst

Viele kennen das Ärgernis. Ihr habt etwas bestellt, doch das Päckchen ist nicht bei euch angekommen und ihr habt auch keine Benachrichtigung im Briefkasten? Euch sind die Hände dann nicht gebunden.

Das Chaos bei der Deutschen Post nimmt kein Ende. Und jetzt zur Weihnachtszeit wird es noch mal besonders eng. Denn jetzt verschicken mehr Menschen als sonst Pakete oder Briefe mit Grußkarten oder Geschenken.

Um dem Stapel an Sendungen Herr zu werden, hat die Deutsche Post eine Idee von der Schweiz und Österreich abgeguckt. Die birgt für die Kunden allerdings zusätzliche Kosten.

Deutsche Post verlangt zusätzliche Service-Kosten

Zurzeit hat die Post mit personellen Engpässen zu kämpfen. Viele Mitarbeiter sind krank und neue zu finden gestaltet sich auf dem zurzeit angespannten Arbeitsmarkt schwierig. Deshalb kommt es momentan immer wieder zu Problemen bei der Zustellung. Kunden müssen teils lange warten, bis sie ihre Post bekommen. Das wird nun mit dem nahenden Fest besonders ärgerlich, wenn Geschenke zu spät ankommen.

Daher will die Post ihren Kunden nun eine Wahl ermöglichen. Für eine schnellere Zulieferung der Briefe könnten sie demnächst zur Kasse gebeten werden. „Wir sollten überlegen, ob wir den Kunden die Wahl der Laufzeiten überlassen“, so Nikola Hagleitner gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Mittwoch, den 7. Dezember.

„Sie könnten dann entscheiden, ob ihnen eine besonders schnelle Zustellung einen Aufpreis wert ist oder ob die Briefe auch etwas länger unterwegs sein dürfen“, erklärt die Unternehmensbeauftragte für Briefe und Pakete. Ähnliche Bezahlmodelle gibt es bereits in der Schweiz und Österreich.

Aktuelles Modell „nicht mehr zeitgemäß“

Bis jetzt steht den Plänen allerdings eine Vorgabe im Weg. In Deutschland unterliegt das Unternehmen der Pflicht, mindestens 80 Prozent der Briefe am Folgetag zuzustellen. Darum will die Post mehr Flexibilität, wie Hagleitner gegenüber der „FAZ“ angibt. „Die starren Laufzeitvorgaben halten wir in der Ära der elektronischen Kommunikation für nicht mehr zeitgemäß.“


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Zusätzlich zu der Belastung für den Betrieb käme zudem noch die Belastung für die Umwelt. Um die Zustellung am nächsten Tag gewährleisten zu können, sind Nachtflüge notwendig, die die Luft mit CO2 und anderen Emissionen verpesten. (mit dpa)