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Deutsche Bahn: Unerwartete Hürden beim 9-Euro-Ticket – kommt es jetzt doch nicht?

Deutsche Bahn: Die Geschichte des deutschen Eisenbahnkonzerns

Kann der Bund sein Versprechen vom 9-Euro-Ticket halten?

Drei Monate lang soll das Reisen – unter anderem mit dem Regionalverkehr der Deutschen Bahn – ab dem 1. Juni günstiger werden. Jetzt gibt es scheinbar Unstimmigkeiten darüber, wer für die Kosten aufkommen soll.

Die Deutsche Bahn befürchtete bereits, dass die bundesweite Vergünstigung zu Chaos im ÖPNV führen könnte. Doch schon vor Einführung des 9-Euro-Tickets treten Probleme auf.

Deutsche Bahn: Bund will doch nicht zahlen – 9-Euro-Ticket vor Hürde

Es schien, als stünde dem 9-Euro-Ticket nichts mehr im Weg. Deutschlandweit Busse, Bahnen und Regionalzüge für nur neun Euro im Monat nutzen – so die Idee. Die Kosten dafür wollte der Bund komplett übernehmen. Jetzt versucht das Bundesverkehrsministerium, die Kosten zum Teil auf die Bundesländer aufzuteilen.

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Das ist die Deutsche Bahn:

  • Die Deutsche Bahn AG wurde am 1. Januar 1994 gegründet
  • Entstand aus der Fusion der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn der DDR
  • Beschäftigt rund 338.00 Mitarbeiter (Stand: Dezember 2020)
  • Umsatz 2020: 39,9 Milliarden Euro
  • Vorstandsvorsitzender ist Richard Lutz

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Zudem wird versucht, die Kosten mit dem ÖPNV-Rettungsschirm zu verrechnen. Hat der Bund sich bezüglich des 9-Euro-Tickets verschätzt?

Deutsche Bahn: Neue Hürde für das 9-Euro-Ticket. (Symbolbild)
Deutsche Bahn: Neue Hürde für das 9-Euro-Ticket. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Sven Simon

Deutsche Bahn: Kritik aus der Politik – „Wer bestellt, muss auch zahlen“

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) fordert den Bund zur vollständigen Kostenübernahme des 9-Euro-Tickets auf. „Wer bestellt, muss auch zahlen“, so Dulig gegenüber „Focus“. Ohne die versprochene Finanzierung könne das 9-Euro-Ticket nicht realisiert werden. 1,6 Milliarden Euro wurden dem ÖPNV zugesagt. Verrechnet der Bund das 9-Euro-Ticket wie geplant mit dem Rettungsschirm des Nahverkehrs, sind es 400 Millionen Euro weniger.

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Der Ausgleich für kriegsbedingte Mehrkosten, Inflationseffekt und Leistungsanpassungen soll darüber hinaus vollständig wegfallen. Das würde 1,5 Milliarden Euro Mehrkosten für die Bundesländer bedeuten. Kosten, mit denen die Länder nicht gerechnet haben. (jdo)