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Brüssel: Zwei Schweden sterben durch mutmaßlichen Terroristen ++ IS beansprucht Anschlag für sich

In Brüssel hat am Montagabend ein Mann um sich geschossen und zwei Menschen getötet. Nach seiner Festnahme ist er ebenfalls verstorben.

Brüssel
© Lou Lampaert/Belga/dpa

Mutmaßlicher Attentäter von Brüssel ist tot

Der mutmaßliche Attentäter von Brüssel ist tot. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Brüssel mit. Der Mann steht im Verdacht, am Montagabend aus islamistischer Motivation zwei schwedische Fußballfans erschossen zu haben.

Schüsse in Brüssel!

Im belgischen Brüssel hat ein Mann am Montagabend (16. Oktober) nahe des Sainctelette-Platzes um sich geschossen und dabei zwei Menschen getötet. Eine weitere Person wurde schwer verletzt, ist mittlerweile jedoch außer Lebensgefahr. Der Täter soll anschließend auf einem Roller geflohen sein. Er konnte mittlerweile gefasst werden und ist verstorben.

Die Stadt hatte noch am Abend die höchste Terror-Warnstufe 4 ausgerufen.

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Brüssel: IS bestätigt Verbindung zum Anschlag

18. Oktober, 3.55 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat am Dienstagabend in einer Botschaft über die Dschihadisten-Miliz ihre Verwicklung in den Anschlag bekanntgegeben. Ein Kämpfer der IS habe damit zwei „Christen“ getötet, hieß es über das Sprachrohr „Amak“.

Brüssel: Regierung geht von Einzeltäter aus

20.14 Uhr: Brüssel setzt Terrorstufe wieder herab

Fast 24 Stunden nach der schrecklichen Attacke in Brüssel hat die Regierung die Terrorstufe in der Stadt wieder von 4 auf 2 gesenkt. Damit gilt für Hauptstadt die gleiche Stufe wie für das restliche Land.

Man gehe derzeit nicht von einem Netzwerk, sondern einem Einzeltäter aus, teilte Premierminister Alexander De Croo am Dienstag mit. Die Motive für die Tat sind noch unklar. In Betracht kommen laut Ermittlern etwa ein radikal islamistischer Hintergrund und die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer. In diesem Jahr hatten Aktivisten in Schweden und später auch in Dänemark mehrmals Koran-Exemplare verbrannt und damit wütende Reaktionen unter Muslimen ausgelöst. Mindestens eines der Opfer soll ein schwedisches Fußballtrikot getragen haben.

14.34 Uhr: Nun ist auch mehr zu den zwei Toten bekannt. Sie sollen jeweils circa 60 und 70 Jahre alt gewesen sein, wie der schwedische Außenministerium gegenüber dem Fernsehsender TV4 erklärte. Der Ältere von beiden lebte im Großraum Stockholm, der andere offenbar in der Schweiz. Auch der Verletzte war Schwede und ebenfalls in einem Alter um die 70 Jahre.

Brüssel: Schwedens Ministerpräsident fordert stärkere EU-Kontrollen

12.12 Uhr: Ulf Kristersson verurteilt kaltblütigen Terroranschlag

„Wir in Schweden und in der EU müssen unsere Grenzen besser kontrollieren“, sagte Ministerpräsident Kristersson bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Denn der mutmaßliche Attentäter soll zuvor sogar zeitweise in Schweden gewesen sein. „Alles deutet darauf hin, dass das ein Terroranschlag ist, der sich gegen Schweden und schwedische Mitbürger richtet, nur weil sie Schweden sind“, verurteilte Kristersson den Angriff.

11.21 Uhr: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst steht Belgien bei

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10.20 Uhr: Mutmaßlicher Terrorist ist tot

Laut Staatsanwaltschaft ist der Tatverdächtige tot.

9.48 Uhr: Tatverdächtiger bei Polizeifestnahme niedergeschossen

Noch herrscht Unklarheit über den Gesundheitszustand des mutmaßlichen Attentäters. Medienberichten zufolge soll er in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Brüssels Bürgermeister Philippe Close sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga: „Der Täter ist neutralisiert“. Unter Berufung auf Polizeikreise hieß es auch, dass es zuvor einen Schusswechsel zwischen der Polizei und dem mutmaßlichen Islamisten gegeben haben soll.

8.41 Uhr: Die belgische Polizei soll bei der Festnahmen auf einen bewaffneten Verdächtigen geschossen und ihn niedergestreckt haben. Laut Aussage der Bundesstaatsanwaltschaft sei dabei aber zunächst noch unklar gewesen, ob es sich dabei auch um den Täter handelte. Zudem sei nicht bekannt, ob der Mann den Schuss oder die Schüsse überlebte, so die Innenministerin Annelies Verlinden. Womöglich hatte er die Tatwaffe bei sich.

Brüssel: Täter festgenommen

8.20 Uhr: Nach Informationen der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (afp), die sich auf die Staatsanwaltschaft beruft, sollen die Ermittler den verdächtigen Terroristen bei einem Polizeieinsatz am Dienstagmorgen in Schaerbeck gefasst haben.

Polizeifahrzeuge stehen am Einsatzort. Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Schweden in Brüssel hat die belgische Polizei einen bewaffneten Verdächtigen niedergeschossen. Foto: Nicolas Baras/Belga/dpa

7.57 Uhr: Zum möglichen Motiv

Die Tat am Montag steht nicht für sich allein. In Brüssel gab es in den letzten Jahren mehrere terroristische Anschläge. Und auch die Verbindung nach Schweden kommt nicht von ungefähr. >>Hier haben wir die Hintergründe zusammengefasst. Was darüberhinaus zum Motiv des mutmaßlichen Attentäters bekannt ist, erfährst du >>hier.

Fußball-Nationalmannschaft Schweden verlässt Brüssel

7.53 Uhr: Schwedens Fußballteam hat Brüssel verlassen

Schwedens Fußball-Nationalmannschaft wurde in der Nacht von der Polizei zum Hotel eskortiert und später per Charterflieger ausgeflogen. Die Beamten legten ihnen nahe, nicht öffentlich ihre Landesflagge zu zeigen und wollten sie auch zum Flughafen begleiten. Der Nationaltrainer Janne Andersson hat sich nun zur Wort gemeldet (wir berichten).

Währenddessen mussten Tausende Fußballfans am Abend noch in dem Brüsseler Fußballstadion warten, bis sie evakuiert werden konnten. Ob das Spiel nun wiederholt wird, kannst du in >>unserem Artikel dazu nachlesen.

Verdächtiger identifiziert

7.35 Uhr: SEK durchsucht Wohnung

Der Staatssekretärin für Asyl und Migration, Nicole de Moor, zufolge, habe der Verdächtige im November 2019 Asyl beantragt. „Er erhielt im Oktober 2020 einen negativen Bescheid und verschwand kurz darauf vom Radar.“ Im Februar 2021 habe man ihn dann offiziell aus dem Nationalregister gestrichen. Daher hätte auch kein Aufenthaltsort ermittelt werden können, um seine Rückkehr nach Tunesien zu organisieren.

Offenbar konnten die Ermittler nun jedoch seine Hausanschrift ermitteln. Spezialeinheiten durchsuchten am Dienstag im Stadtteil Schaerbeek ein Haus mit 20 Wohnungen, allerdings ohne Erfolg. „An der angegebenen Adresse wurde niemand angetroffen“, so Bundesanwalts Frédèric Van Leeuw.

6.15 Uhr: Name und Herkunft bekannt

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den 45-jährigen Abdesalem L. tunesischer Herkunft handeln, der zurzeit flüchtig und kein registrierter Bürger Belgiens, jedoch wohnhaft in Brüssel ist. Medienberichten zufolge soll er gezielt mit einer Automatikwaffe auf die schwedische Fußballtrikots tragenden Opfer geschossen haben. Zum Hintergrund: Im Sommer hatten Koranschändungen in Schweden für Aufruhr gesorgt. Damit haben die Ermittler der für Terrorismus zuständigen Bundesstaatsanwaltschaft nun auch ein Motiv.

Die Polizei zeigt aufgrund der ausgerufenen höchsten Terrorstufe nun erhöhte Präsenz. Am Dienstagnachmittag (17. Oktober) will sich der nationale Sicherheitsrat treffen und womöglich weitere Maßnahmen beschließen.

6.08 Uhr: Videos sollen Verdächtigen zeigen

Auf „X“ (vormals Twitter) kursieren nun weitere Videos, die den mutmaßlichen Täter zeigen sollen. In einem outet er sich als IS-Anhänger.

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Ein anders zeigt ihn, wie er vor der Tat seine Waffe mitten auf dem Gehweg zusammensetzt. Beide Videos wurden noch nicht von offizieller Seite her bestätigt.

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Brüssel: Politiker melden sich zu Wort

16. Oktober, 22.15 Uhr: EM-Qualifikationsspiel abgebrochen

Belgien spielte am Montagabend gegen die schwedische Nationalmannschaft. Die Sicherheitsmaßnahmen im König-Baudouin-Stadion wurden zunächst verstärkt, jedoch nach der zweiten Halbzeit abgebrochen. Die Spieler der schwedischen Fußballnationalmannschaft hatten in der Pause signalisiert, dass sie die zweite Halbzeit nicht spielen wollen. Mehr dazu in >>unserem Artikel.

21.40 Uhr: Premierminister ruft zur Wachsamkeit auf

Der Premierminister von Belgien, Alexander De Croo, drückte auf X sein Beileid aus: „Mein tiefstes Beileid gilt den Angehörigen dieses feigen Anschlags in Brüssel. Gemeinsam mit den Justiz- und Innenministern verfolge ich die Lage aufmerksam. Wir beobachten die Situation und bitten die Brüsseler um Wachsamkeit.“

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Kurze Zeit später verfasste der belgische Premierminister einen weiteren X-Post, drückte auch seine Anteilnahme an Schweden aus: „Ich habe gerade mein aufrichtiges Beileid ausgesprochen an den schwedischen Premierminister nach dem erschütternden Angriff auf schwedische Bürger heute Abend in Brüssel. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden, die ihre Lieben verloren haben. Als enge Partner ist der Kampf gegen den Terrorismus ein gemeinsamer Kampf.“

Auch die belgische Innenministerin Annelies Verlinden äußerte sich am Abend bereits auf X. Sie schrieb: „Schreckliche Schießerei in Brüssel. Der Täter wird aufgespürt.“

Brüssel: Mann schießt um sich und tötet zwei Menschen

Eine Polizeiabsperrung am Tatort. In Brüssel sind am Montagabend zwei Menschen erschossen worden.
In Brüssel sind am Montagabend zwei Menschen erschossen worden. Foto: Sylvain Plazy/AP/dpa

20.56 Uhr: Schüsse auf „Ungläubige“

Die Schüsse sollen gegen 19.15 Uhr im Zentrum der Stadt gefallen sein. Aktuell ist der mutmaßliche Täter noch auf der Flucht. Er soll laut der belgischen Zeitung „Sudinfo“ eine Videobotschaft auf Facebook veröffentlicht haben und darin angeblich sagen, er sei IS-Mitglied und er habe „drei Ungläubige getötet.“ Wie „20min.ch“ unter Berufung der belgischen Polizei berichtet, soll es sich bei den Opfern um schwedische Fußballfans handeln. Das dritte Opfer lebt aktuell noch.


Mehr News:


Ein Video, das derzeit bei X (ehemals Twitter) kursiert, zeigt einen Mann in orangefarbener Jacke und Basecap, wie er mit einem Motoroller auf dem Bürgersteig hält und um sich schießt. Danach stürmt er in die Eingangshalle eines Gebäudes, in das auch Menschen geflüchtet sind, und schießt auf sie. Ob es sich in dem Video um den gesuchten Mann in Brüssel handelt, wurde noch nicht bestätigt. In dem veröffentlichten Facebook-Video des mutmaßlichen Schützen trägt dieser ebenfalls eine orangefarbene Jacke und eine Basecap. (mit dpa und afp)