Rot am See: Unfassbares Familiendrama mit sechs Toten +++ Erneut Schüsse und SEK-Einsatz am Samstag

In Rot am See (Baden-Württemberg) wurden am Freitag sechs Menschen erschossen.
In Rot am See (Baden-Württemberg) wurden am Freitag sechs Menschen erschossen.
Foto: Tom Weller/dpa

Rot am See. Bei Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs sind am Freitag sechs Menschen ums Leben gekommen.

Durch Schüsse sind zudem zwei weitere Menschen verletzt worden. Alles deutet auf ein Familiendrama hin. Unter den sechs Getöteten befanden sich auch die Mutter und der Vater des mutmaßlichen Schützen.

Am Samstagvormittag kam es erneut zu einem Schusswechsel in Rot am See! Die Hintergründe sind unklar.

Rot am See: Polizei geht von Einzeltäter aus

Um 12.48 Uhr erreichte ein Anruf das Polizeipräsidium Aalen. Ein Mann gab gegenüber der Polizei an, mehrere Menschen getötet zu haben. Sofort wurde die Polizei in größte Alarmbereitschaft versetzt, nur wenige Minuten später trafen die ersten Beamten am Tat-Ort ein.

Dort nahmen sie einen 26-Jährigen fest, der bereits vor dem Objekt auf die Beamten wartete. Seine Waffe hatte er im Haus gelassen. An dem Objekt, einem Gebäude mit einer Gaststätte, bot sich ihnen ein grausamer Anblick. Vor dem Haus lagen vier erschossene Menschen, zwei weitere Tote befanden sich im Inneren.

Das ist über die Opfer bekannt

Unter den Opfern befanden sich drei Männer (36, 65, 69) und drei Frauen (36, 56 und 62), darunter auch der Vater (65) und die Mutter des Täters (56). In welchem Familienverhältnis die weiteren Opfer zu dem Täter standen, ist bislang unklar. Die Gaststätte, in der die Bluttat verübt wurde, soll dem Vater des Täters gehören, so die „Bild“.

Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, eine schwebt aktuell noch in Lebensgefahr. Zudem soll der junge Mann zwei Jugendliche (12 und 14) in der Gaststätte mit seiner Waffe bedroht haben. Sie befänden sich in psychologische Betreuung. Alles deutet auf ein Familiendrama hin.

Mutmaßlicher Täter soll Waffenschein besitzen

Für die grausame Tat nutzte der mutmaßliche Täter nach Aussage von Polizeipräsident Rainer Möller eine halbautomatische Kurzwaffe. Für die Pistole besaß er einen Waffenschein, er soll Sportschütze gewesen sein.

Der Mann befindet sich zurzeit auf der Wache und wartet auf das Eintreffen seines Anwalts. Am Samstag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Über ein mögliches Motiv des 26-Jährigen ist bisher nichts bekannt. Polizeidienstliche Maßnahmen laufen weiter. Die Polizei bat auf Twitter: „Bitte unterlassen Sie Spekulationen. Wir melden uns mit weiteren Informationen.“

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Bereits am Nachmittag hatte die Polizei den Tatort mit rotem Flatterband abgesperrt. Mitarbeiter der Spurensicherung in weißen Anzügen gingen in das Gebäude, das sich in einer Nebenstraße mit mehreren Wohnhäusern befindet.

Rot am See: Erneute Schüsse? SEK nimmt am Samstag Verdächtigen fest

Am Samstag folgte direkt der nächste Schock: Gegen 10.45 Uhr wurden der Polizei erneut Schüsse in Rot am See gemeldet.

Das SEK konnte einen Tatverdächtigen festnehmen. Einen Zusammenhang zu dem Verbrechen mit sechs Toten im selben Ort am Freitag gibt es laut der Polizei nicht. Es sei noch nicht einmal klar, ob die Schüsse aus einer Waffe gekommen seien. Möglich sei, dass ein Trittbrettfahrer nach der Bluttat vom Vortag die Aufmerksamkeit auf sich habe ziehen wollen, sagte ein Polizeibeamter.

Wir aktualisieren den Text fortlaufend. (dav mit dpa)

 
 

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