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Aldi plant große Änderung – DIESE Produkte werden nicht mehr dieselben sein

Beim Discounter Aldi stehen große Änderungen bevor. Wer bei diesen Lebensmitteln genau hinschaut, wird bald so einige Unterschiede entdecken.

Aldi
© IMAGO / Revierfoto / Michael Gstettenbauer/ Sven Simon

Aldi: Die reichste Familie Deutschlands

Das Vermögen der Aldi Familie ist mit über 54 Milliarden Euro das höchste im Land. Doch wer steckt eigentlich hinter dem Namen?

Ob Wocheneinkauf oder nur ein schneller Gang zu Aldi, um das Nötigste für den Tag einzukaufen: Bei uns landet meist eine wilde Mischung an Produkten im Einkaufswagen, die wir zur Kasse rollen und später in die Küchenschränke einräumen.

Doch achtest du beim Griff ins Discounter-Regal darauf, was in deinen Lieblingsprodukten eigentlich drin steckt? Die Wenigsten werden sich wahrscheinlich die Nährwertangaben auf der Rückseite en detail angucken. Wer dennoch hin und wieder die Zusammensetzung aus Fetten, Eiweißen, Kohlenhydraten und Co. bei Aldi-Produkten checkt, dem werden wahrscheinlich schon bald einige Änderungen auffallen.

Aldi schraubt an bestimmten Produkten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt häufig neue Richtlinien bekannt, die Hersteller und Händler ernst nehmen sollten. Immer wieder bewertet die WHO demnach Produkte nach der Zusammensetzung der enthaltenen Nährwerte und gibt Empfehlungen ab, an die sich Supermärkte und Discounter halten sollten.

Vor allem bei Kindern sei die Produktzusammensetzung entscheidend. Eine Studie der Verbraucherorganisation Foodwatch kam jedoch 2021 zu dem Ergebnis, dass der größte Teil der gezielt für Kinder beworbenen Produkte gemessen an den WHO-Standards zu viel Zucker, Fett und/oder Salz enthielt. Die Schwesternunternehmen Aldi Süd und Aldi Nord ziehen deshalb jetzt drastische Konsequenzen.

Demnach will Aldi Süd bis Ende 2025 die Rezepturen seiner Kinderprodukte an die WHO-Empfehlungen anpassen. Dies betrifft unter anderem Joghurts, Getränke und Cerealien, wie das Unternehmen am Mittwoch (11. Januar) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt.

Auch Aldi Nord hat sich mit den Standards der Weltgesundheitsorganisation intensiv auseinandergesetzt. Hier würden bereits die Rezepturen der verschiedenen Lebensmittel unter die Lupe genommen. Außerdem habe der Konzern Werbungen mit Kinderprodukten deutlich reduziert, die nicht den WHO-Standards entsprechen. Stattdessen solle der Konsum vom Lebensmitteln wie Obst und Gemüse stärker beworben werden.

Aldi zieht nach Lidl-Ankündigung Konsequenzen

Wer sich dieser Tage aber schon mit Werbungen für Kinderprodukte auseinandergesetzt hat, dem dürfte die Mitteilung von Aldi bekannt vorkommen. Und tatsächlich: Das Statement des Aldi-Rivalen Lidl zu den Kinderprodukten hatte bereits am Dienstag (10. Januar), einen Tag zuvor, hohe Wellen geschlagen. Denn „als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler“ wolle Lidl bereits ab März komplett auf Werbung für ungesunde Lebensmittel verzichten, die auf Kinder abzielt. So sollen etwa überzuckerte Joghurts oder Schokolade nicht mehr für Kinder beworben werden.


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Auch der Konkurrent Lidl wolle bis Ende des Jahres 2025 nur noch solche Lebensmitteln für Kinder anbieten, die die WHO-Kriterien erfüllen. Eine Ausnahme mache der Discounter allerdings bei Aktionsartikeln zu Weihnachten, Ostern und Halloween. Demnach würden Schokoladen-Weihnachtsmänner oder -Osterhasen nicht aus den Regalen verschwinden.

Für Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, ist die Ankündigung „ein wichtiges Signal“. „Werbung beeinflusst nachweislich das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen und muss deshalb beschränkt werden“, sagte sie. Das zeigen auch wissenschaftliche Studien: In Deutschland sind aktuell 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, sechs Prozent stark übergewichtig und damit sogar gesundheitsgefährdet. Mit den neuen Maßnahmen bei Aldi und Lidl gehören diese Ergebnisse schon bald hoffentlich der Vergangenheit an.