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Aldi-Kunden trifft bei Zutatenliste der Schlag – „Ich kauf da nicht ein“

Was steckt hinter diesem Hinweis auf Lebensmittelverpackungen bei Aldi? Ein Detail bei den Zutaten beunruhigt aktuell mehrere Kunden.

© IMAGO/Sven Simon

NoName-Produkte von Lidl und Aldi: Wer steckt wirklich dahinter?

Wer auch regelmäßig nach preiswerterer No-Name-Ware aus Discounter und Supermarkt schaut, weiß vielleicht schon, dass hinter den meisten Billigprodukten große Markenhersteller stecken. Wie man sie erkennen kann und konkrete Beispiele haben wir im Video zusammengestellt.

„Du solltest dir lieber zweimal überlegen, ob du bei Aldi einkaufen gehst…“

Diese beunruhigenden Worte sind unter einem Telegram-Video, das aktuell im Netz die Runde macht. Eine Kundin in einer US-amerikanischen Aldi-Filiale hält mehrere Lebensmittel in die Kamera – Salate, Bagels, Brot, Chips sowie Frucht- und Proteinriegel. Und alle haben eine Gemeinsamkeit.

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Auf den Packungen steht jedes Mal der Hinweis „contains bioengineered food ingredients“ – wörtlich übersetzt: „enthält biotechnologisch hergestellte Lebensmittelzutaten“. Biotechnologie? Was ist das denn? Der Deutsche denkt da natürlich sofort an Gentechnik – und da gehen bei den Aldi-Kunden hierzulande sofort alle Alarmglocken an!

Aldi: Zutatenliste beunruhigt Kunden

Das Telegram-Video macht auch auf anderen Social-Media-Plattformen wie X (ehemals Twitter) die Runde. Es dauert nicht lang, bis direkt die ersten Verschwörungen formuliert werden. „Bald auch in deinem Aldi, oder ist es schon so weit? Ich kauf da nicht ein“, schreibt beispielsweise ein User.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter / X, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

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Aber was steckt hier eigentlich dahinter? Verkauft Aldi irgendwelche gefährlichen Zusatzstoffe in seinen Lebensmitteln? Was genau sind „bioengineered food ingredients“ überhaupt?

Unsere Redaktion hat beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nachgefragt.

Das steckt hinter „Bioengineered Food“

Wenn der US-Amerikaner von „Bioengineered Food“ spricht, bezieht er sich auf „genetically modified organisms“, erklärt ein BMEL-Sprecher. „So definieren sich bioengineered foods als Lebensmittel, die genetisches Material enthalten, das durch Labortechniken verändert wurde und bei denen die Veränderung nicht durch konventionelle Züchtung erzielt wurde oder in der Natur gefunden werden kann.“

Zusammengefasst: „Bioengineered Food“ ist genmanipuliertes Essen. Mit der selben Definition arbeitet auch die EU, wenn sie über genetisch veränderte Organismen (GVO) spricht.

„Solche Lebensmittel sind äußerst vereinzelt auch in der EU zu finden, unterliegen in der EU jedoch engmaschigen Kennzeichnungsvorgaben“, betont der BMEL-Sprecher.

So ist die Lage in Deutschland

Er führt aus: „In Deutschland und Europa dürfen Lebensmittel, die GVO enthalten, aus ihnen bestehen oder hergestellt wurden nur in den Verkehr gebracht werden, sofern sie die Zulassung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 erhalten.“ Hier werden penibel genau die Gesundheits- und Sicherheitskontrollen im Bezug auf genetisch veränderte Lebensmittel festgehalten (>> die genaue Verordnung kannst du HIER nachlesen).


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Das BMEL betont, dass jeder Hersteller verpflichtet ist, gentechnisch veränderte Zutaten in seinen Lebensmitteln transparent als solche zu kennzeichnen, so dass keine Missverständnisse aufkommen. Wenn also in deutschen Discountern und Supermärkten kein entsprechender Hinweis auf der Packung zu finden ist, muss auch niemand Panik schieben.

Keine Gentechnik bei Aldi

Unsere Redaktion hat zudem bei Aldi Nord und Aldi Süd zum Thema nachgefragt. Der Discounter machte deutlich: „Aldi führt in Deutschland keine Produkte mit gentechnisch veränderten Zutaten und schließt dies in seinen Anforderungen aus.“