Strafmaß für Leon Machère zeigt: So viel verdient ein YouTuber wirklich

So werde ich zum YouTube-Star!

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  • 32.500 Euro Strafe muss YouTube-Star Leon Machère bezahlen
  • Er hatte Polizisten beleidigt
  • Aus der Strafe lässt sich sein Gehalt ableiten

Berlin.  Ganz schön happig, was YouTube-Star Leon Machère als Strafe wegen Beamtenbeleidigung bezahlen muss. 32.500 Euro kostete den 26-Jährigen der Spaß, Polizisten zu duzen und in YouTube-Clips noch derber zu beleidigen, wie du hier nachlesen kannst.

Die Richter fanden Machères Verhalten gegenüber der Polizei gar nicht lustig, und auch dem YouTuber selbst dürfte beim Strafmaß von 130 Tagessätzen zu je 250 Euro das Lachen wohl vergangen sein.

Wenn du das nächste Mal sauer auf einen Polizisten bist, solltest du dir jedenfalls gut überlegen, wie du dein Gegenüber nennst. Allerdings: Um eine Strafe von 32.500 Euro aufgebrummt zu bekommen, musst du auch ganz schön viel verdienen.

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Denn ein Tagessatz errechnet sich nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen des Täters. Die deutsche Justiz hat sich dieses System ausgedacht, um die Strafe den wirtschaftlichen Verhältnissen des Angeklagten anzupassen. Das heißt, die Geldstrafe soll jedem Täter gleich weh tun, egal wie viel er verdient.

Das hat es mit dem Prinzip der „Opfergleichheit“ auf sich

„Opfergleichheit“ nennt sich dieses Prinzip. Ein armer Schlucker muss also für genau die gleiche Tat entsprechend weniger bezahlen als ein Millionär. Und mit einem Tagessatz von 250 Euro gehört Machère sicher nicht zu den armen Schluckern.

So hoch ist das Einkommen eines YouTubers

Sein durchschnittliches Nettoeinkommen lässt sich anhand des Strafmaßes auch ziemlich leicht errechnen. Vereinfacht gesagt gilt die Faustformel:

Tagessatz = monatliches Nettoeinkommen / 30.

Dreht man den Spieß um, berechnet sich das Nettoeinkommen also, indem man den Tagessatz mal 30 nimmt, also bei Machère:

250 Euro x 30 = 7500 Euro

Ob Machère tatsächlich genau diesen Betrag im Monat verdient, lässt sich dennoch nicht genau sagen. In die Berechnung des Tagessatzes fließen auch individuelle Belastungen ein, also zum Beispiel, wenn der Angeklagte Unterhalt zahlen muss oder außergewöhnliche Schulden etwa durch Krankheit oder Ausbildungskosten zu tragen hat. Dennoch zeigt sich ganz deutlich: Ganz schön lukrativ, so ein Job als YouTuber. (jkali)